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Heute war mein ‚kleiner‘ Ämtertag…
Und ich muss sagen, dess mir der so ganz und gar nicht gefallen hat!

Aber nun die Geschichte:

Vor gut zwei Wochen wurde mir im Pub mein guter und treuer Freund entwendet – mein Deuter „Trans Alpine 30″ (seines Zeichen Rucksack) *schluchz*.
Nach nun eben jenen zwei Wochen des Nichtshörens und -sehens von ihm (nebst Nachfragen beim Fundbüro, Aushängen im Pub und einem Forums-Beitrag auf der Pub-Seite) musste ich bei der Polizei eine kleine Liste der abhanden gekommenen Sachen abliefern, die eine Nummer aufweisen (Perso, Kreditkarte, RP etc.).

Ich also frohen Mutes zum Bürger-Service, der mir bisher immer sehr nett und kompetent erschien (und – um schon etwas vorweg zu nehmen – auch noch immer so ist) – *nummerzieh* *zigaretterauch* *wart* und nach ner guten halben Stunde *anderreihesei*
Alles klippo, alles klaro – RP-Nummer hatte ich erhalten und eben dieser wurde nocheinmal (hatte ich ja eigentlich schon mit meinem Gang vor zwei Wochen bei der Polizei gemacht) beim Bürger-Service als verlustig gegangen angezeigt.
Einziger Wermutstropfen: leider kann man/frau dort keine Meldung für den Führerschein abgeben.

Ich also ein paar Ecken weiter zum KFZ-Amt (oder wie das Ding heißt – auf jeden Fall sind da auch die Zulassungs- und Führerscheinstelle drin) – *nummerzieh* *zigaretterauch* *wart* *zigaretterauch* *wart* *zigaretterauch* *wart* *zigaretterauch* *wart* … Nach geschlagenen 85 Minuten durfte ich dann auch die Heiligen Hallen betreten *stöhn*.
Dort wurde mir dann aber innerhalb von 20 Sekunden erklärt, dass ich die Verlust-Meldung nur mit einem gültigen Ausweis-Dokument machen könne.
Da mir diese aber (w.o. beschrieben) ebenfalls abhanden gekommen waren, versuchte ich mittels folgender Dokumente meine Identität nachzuweisen (schließlich schien es mir wichtig – und scheint es mir immernoch –, den Verlust eines amtlichen Dokumentes anzuzeigen):

  • Semesterticket (mit Photo, welches gleichzeitig Studentenausweis ist),
  • Polizei-Protokoll des Diebstahls,
  • „Anzeige über den Verlust eines Passes“ (welche ich ja vor 1 1/2 Stunden erhalten hatte),
  • aktuelle (ebenfalls wie obige Anzeige mit öffentlichen/amtlichen Stempeln versehen) Aufenthaltsbescheinigung,
  • freundliches Lächeln 😉 .

All diese Sachen (die für mich mehr Aussagkraft haben, als ein Perso, den ich ja auch geklaut haben könnte) wurden nicht akzeptiert… *zumtierwerd*
Als ich dann nett fragte, ob ich wenigstens die Nummer(n) meines Führerscheins erhalten könne, um sie auf auf den ‚Zettel‘ der Polizei zu schreiben, gab es ein baffes Erstaunen, als die Sachbearbeiterin mich nicht in ihrer ‚Datenbank‘ fandt. Als sich dann herausstellte, dass ich ja nur in Potsdam wohne (erst seit 8 Jahren), aber meinen Führerschein in Merseburg bekommen habe, wurde ich mit einem Lächeln an die dortige Führerscheinstelle verwiesen *grmpf*.

Nachdem ich dann nach Betteln & Heulen die falsche Telefon-Nummer ergattern konnte, sagte mir dann die Merseburger Beamtin am Telefon, dass man soetwas nicht telefonisch machen könne, da ich mich ja nicht ausweisen kann *schrei*.

Und so hatte ich nach 3 Stunden die Schnauze gestrichen voll und habe bei einem sehr freundlichen Polizei-Beamten nur meine (ehemalige) RP-Nummer abgegeben.
Die von der Führerscheinstelle können mir, im wahrsten Sinne des Wortes, GESTOHLEN bleiben!
Wie kann es denn sein, dass ich in der heutigen Zeit – die ja von vielen Leuten als MODERNE bezeichnet wird – es nicht ohne Umwege und Riesenbrocken auf dem Weg schaffen konnt, meinen Führerscheinverlust zu melden und das deutsche Beamte Regeln einhalten müssen, die nicht mehr zeitgemäß sind und die sie selber nicht verstehen können?! *grübelundnichtzunemschlusskomm*

sofar
sokai

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