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Rockwell-B-1-Bomber auf dem US-Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Bild: U.S. Air Force

US-Militärbasen weltweit: Vom großen Stiefelabdruck bis zur Unsichtbarkeit

Zur Darstellung der globalen US-Militärpräsenz kursiert seit Jahren die grob geschätzte Zahl von 800 Militärbasen in fremden Ländern und (eigenen) Überseeregionen. Damit wird in der Regel plakativ der Charakter des US-Imperiums veranschaulicht, was auch als "Power projection" bezeichnet wird. Dieser Begriff kann aber irreführend sein, da es bei Militärbasen nicht nur um provozierend wahrnehmbare, sondern auch um (fast) unsichtbare militärische Präsenz geht. Fragwürdig ist auch die genannte Gesamtzahl, die aber für Vergleichszwecke unverzichtbar ist.

Betrachtet man die Anzahl von fremden Militärbasen aller anderen Staaten der Welt, so haben diese lediglich einen Anteil von etwas mehr als fünf Prozent. Noch gravierender ist der Unterschied, wenn man von diesem Rest den Anteil der Nato-Staaten Großbritannien und Frankreich abzieht. Vor allem interessiert natürlich, warum Deutschland und Japan gemessen an der offiziellen Zahl an US-Militärstandorten weltweit Spitzenreiter sind. Während sich diese Frage bei Japan angesichts der US-Militäreskalation in Fernost von selbst beantwortet, ist dieses für Deutschland durch die neue Nato-Konfrontation gegenüber Russland nur begrenzt erklärbar.

Wichtiger ist die logistische Drehscheibenfunktion des Standortes Deutschland für die weltweite US-Militärpräsenz. Dazu müssen die strategischen Konzepte verstanden werden, mit den die weltweite US-Militärpräsenz erfolgt, die sich über ca. 80 Länder dieser Welt erstreckt. Diese griffige Zahlenkombination - 800 Militärbasen in 80 Ländern – stammt von David Vine [1], Professor der Anthropologie in Washington, der diese Entwicklungen und Hintergründe in insgesamt drei Buchveröffentlichungen in den Jahren 2009, 2015 und 2020 dargestellt hat.

In seinem ersten Buch "Island of Shame" behandelt er das "Strategic Island Concept" des US-Militärs. Dieses beruht im Prinzip auf einige Deals von US-Regierungen mit dem vormals britischen Imperium, die bis auf das Jahr 1940 zurückgehen. Damals gab es von US-Präsident Roosevelt einen Deal, der die Lieferung von dringend benötigten Kriegsschiffen – noch aus der Zeit des Ersten Weltkriegs – im Krieg gegen Deutschland gegen die Überlassung von Inseln des britischen Imperiums vorsah.

Dieses ergab eine aus damaliger Sicht klassische Win-win-Situation: Der Kongress wurde außen vor gelassen, da man sich ja noch offiziell aus den Kriegshandlungen in Europa heraushielt, während das kriegsbedingt fast bankrotte Großbritannien unentgeltlich Waffen erhielt.

Damit erfolgte der erste strategische Schritt der USA zur weltweiten Präsenz mit Militärbasen, was nach dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich ausgebaut wurde. In seinem letzten Buch "The United States of War" beschäftigt sich David Vine nochmals mit diesem Deal und dem eigenen Eingeständnis, dass er selbst dessen epochale Wirkung lange unterschätzt habe. Schließlich führte der Zweite Weltkrieg ja zu Tausenden von (temporären) US-Stützpunkten, weshalb dieser Deal historisch wenig Beachtung fand.

In seinem ersten Buch behandelt David Vine ausführlich die Übernahme der kleinen, aber strategisch für das US-Militär optimal gelegenen Insel Diego Garcia [2] im Indischen Ozean über einen Mietvertrag mit den Briten, der 1968 mit einer Laufzeit von 50 Jahren abgeschlossen wurde. Den Kollateralschaden durch die notwendige Vertreibung der etwa 2000 Einheimischen nahm man dabei bewusst in Kauf.

David Vine wurde durch die Kontakte mit den Vertriebenen von Diego Garcia auch zum politischen Aktivisten, da er sich bis heute für deren Rechte einsetzt. Dieser Kampf erfolgt auch auf juristischem Wege, über positive Bescheide zum Rückkehrrecht, zuletzt 2019 durch den Internationalen Gerichtshof, der auch eine völkerrechtlich notwendige Rückgabe der Insel durch Großbritannien an Mauritius anmahnte.

Die 50-Prozent-Buchhaltung des Pentagons

Ein zweiter US-Autor, der sich schwerpunktmäßig mit US-Militärbasen im Ausland befasst, ist Nick Turse, Journalist und politischer Aktivist in New York. Er hat sich auf Recherchen basierend auf der Freigabe von Dokumenten nach dem "Freedom of Information Act" spezialisiert und damit einige Einblicke in die Grauzonen der Pentagon-Buchhaltung bekommen. Ein Anfang 2019 von ihm auf der US-Homepage Counterpunch erschienener Beitrag hat die Überschrift "Bases, Bases, everywhere … Except in the Pentagon‘s Report [3]".

Könnte man nur unter Bezug auf David Vine die Gesamtzahl der US-Militärbasen noch als spekulativ bezeichnen, so ist Nick Turse derjenige, der diese Zahl intensiv geprüft und plausibilisiert hat. Beide Autoren haben unabhängig voneinander den offiziellen "Base Structure Report – BSR" des Pentagon geprüft. (Relevante Auszüge daraus kann man hier [4] und hier [5] abrufen). David Vine nennt in seinem ersten, o.g. Buch noch die Zahl von rund 1.000 US-Militärbasen weltweit unter Bezug auf den BSR für das Haushaltsjahr 2007.

Vor allem ist aber bei der heutigen Reduzierung auf 800 zu berücksichtigen, dass seit 2001 die offizielle Anzahl an "Installations" bzw. "Sites" in Deutschland von 325 auf 119 zurückgegangen ist. Vereinfachend lässt sich deshalb sagen, dass an der mittlerweile deutlich reduzierten Gesamtzahl von US-Militärbasen weltweit der Standort Deutschland den größten Anteil hat. Der tatsächliche Umfang ist aber nicht prüffähig. So sind zu 87 namentlich ausgewiesenen "Sites" auch 32 "Other Sites" aufgeführt.

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US-Militärbasen in Deutschland (0 Bilder) [6]

[7]

Eine detaillierte Prüfung zeigt nämlich einige Ungereimtheiten und mangelnde Logik, worauf hier nur exemplarisch eingegangen werden kann. So ist das US-Hospital in Landshut mit fünf einzelnen "Sites" [8] enthalten. Enthalten sind im BSR auch Standorte des nationalen Militärs mit strategischer US-Präsenz. Deshalb ist z.B. der Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel mit den dort gelagerten US-Atomwaffen aufgeführt, nicht aber der Militärflugplatz Volkel in den Niederlanden, für den selbiges gilt.

Die Nicht-Erwähnung von Volkel als Standort von US-Atomwaffen der nuklearen Teilhabe innerhalb der Nato ist aber kein Staatsgeheimnis, sondern eine über Wikipedia-Artikel frei zugängliche Information. Der Militärflugplatz Kleine Brogel in Belgien, wo ebenfalls US-Atomwaffen lagern, wird hingegen im BSR gelistet.

Dafür stößt man hier bei Betrachtung von anderer Stelle auf eine Merkwürdigkeit: Bei den über Google Earth einsehbaren Satellitenbildern gehört das dortige Atomwaffendepot zu den wenigen militärischen Anlagen, wo die aktuellen Satellitenbilder (aber nicht die historischen Bilder) verpixelt sind. Eine subtile Zensur bei der Darstellung militärischer Anlagen besteht hingegen bei Google Earth darin, dass vor allem im Irak und in Afghanistan nur völlig veraltete Satellitenbilder zu sehen sind.

Die nicht offiziellen Stationierungsorte von Kampfdrohnen in Afrika und dem Mittleren Osten können hingegen mit aktuellen Satellitenbildern problemlos eingesehen werden, wobei der Vergleich mit historischen Aufnahmen einen guten Eindruck von US-Aktivitäten der letzten Jahre liefert. Rein praktisch setzt dieses aber voraus, dass man die Geo-Koordinaten dieser Standorte kennt.

Dass diese leicht zu ermitteln sind, ist einem Projekt zu verdanken, das seit mehreren Jahren auf Basis einer Zusammenarbeit mit Openstreetmap und Wikimedia entwickelt und fortgeschrieben wird. Im OpenStreetBrowser [9] sind ab einer bestimmten Zoom-Stufe "Military layer" als Kartendarstellung sichtbar, wenn diese als Darstellungsoption eingeschaltet werden.

Screenshot [10] OpenStreet Browser

Militärische Sperrgebiete und teilweise vorhandene Klartextbezeichnungen sind dort zu fast 100 Prozent vorhanden. Anhand der Geo-Koordinaten lässt sich dieses dann leicht mit Satellitenaufnahmen in Google Earth abgleichen. Doch zurück zum BSR: Bis Ende 2017 (für das Haushaltsjahr 2018) erschien der BSR jährlich und ist seitdem in der Versenkung verschwunden. Eine Nachfrage des Autors bei David Vine zu den Gründen ergab eine lapidare Antwort: Donald Trump.

Dass die offizielle Buchhaltung von ihm von 50 Prozent auf null heruntergeschraubt wurde, dürfte weniger mit politischem Kalkül zu tun haben, als vielmehr mit seinen Eigenheiten, das Präsidentenamt ebenso zu führen wie sein Immobilienimperium. Schaut man sich den BSR nämlich näher an, so hat dieser eindeutig den Charakter eines Immobilienreports, mit Angaben von Einzelflächen, eigenen und gemieteten Gebäuden sowie sich daraus ergebenden Größensortierungen.

Eine derartige Transparenz stand wohl im Widerspruch zu Trumps Geschäftsgebaren als Immobilienmogul. Allerdings bestünde eine wirkliche Transparenz des Pentagons nicht in einem aktuellen und umfassenden Immobilienreport, sondern in der vollständigen Nennung und militärischen Klassifizierung militärischer Standorte. Offiziell werden vom Pentagon vier Kategorien unterschieden, bei denen die wichtigste als "Main operating base (MOB) [11]" bezeichnet wird.

Die nachgeordneten Militärbasen in Regionen mit Kriegseinsätzen werden als "Forward operating base" bezeichnet. Mit den gewissermaßen synonymen Bezeichnungen "Forward operating site [12]" und "Forward operating location" werden solche Standorte deklariert, bei denen eine Truppenrotation bzw. Vorhaltung für bedarfsweise Aufstockungen erfolgt. Umfang, Quellennachweise und Aktualität für solche Zuordnungen sind allerdings sehr dünn, was z.B. auch aus Artikeln in der englisch- und deutschsprachigen Wikipedia erkennbar ist, wo man ansonsten über Militärbasen mit Übersichten und Einzelbeiträgen hervorragend informiert wird.

Das Africom in Stuttgart und Seerosen in Afrika

Noch undurchsichtiger ist die vierte Kategorie mit der offiziellen Bezeichnung "Cooperative security location (CSL) [13]". Ebenso wie bei der vorgenannten Kategorie wird hier der Begriff "base" konsequent vermieden. David Vine umschreibt in seinem Buch "Base Nation" unter Bezug auf eigene Gespräche mit US-Militärs deren Charakter wie folgt: "No flag, no forward presence, no families". Das heißt: Keine "Power projection", kein "Little America" ziviler Infrastruktur, keine US-Fahnen und wenig oder überhaupt kein sichtbares US-Militär.

Letzteres ist insofern unproblematisch, da ohnehin immer mehr militärische Aufgaben an zivile Dienstleister outgesourct werden. Anstelle des Kürzels CSL gibt es noch eine andere, halb- und inoffizielle Umschreibung: Lily pads (Seerosen). Diese dienen hier als Metapher aufgrund ihrer Eigenschaft, dass sich auf ihnen Frösche unauffällig bewegen können, mit Sprüngen von Blatt zu Blatt, ohne dabei einen Fußabdruck zu hinterlassen.

Die Lily Pad Strategie ist nach David Vine insofern eine Weiterentwicklung der "Strategischen Inseln", weil es in beiden Fällen darum geht, örtlichen Widerstand gegen die US-Militärpräsenz zu unterbinden, bzw. zu gewährleisten, dass dieser aufgrund der isolierten Lage der Militärbasen nicht die kritische Masse erreicht. Lily Pads werden meistens am Rande von Zivilflughäfen oder an nationalen Militärstandorten versteckt.

Besondere Relevanz hat dieses Prinzip für Afrika. 2008 wurde in Stuttgart das US-Regionalkommando Africom eingerichtet. Vorausgegangen war dieser Festlegung eine Standortsuche in Afrika selbst. Keines der Länder, mit denen entsprechende Verhandlungen geführt wurden, war jedoch dazu bereit, dieses als Gastland aufzunehmen. Daraus zu folgern, dass Stuttgart deshalb eine Verlegenheitslösung wäre, führt jedoch zu einem Trugschluss.

Hierzu muss man verstehen, nach welchen Kriterien in den letzten 20 Jahren von den US-Militärs neue Standorte für Militärbasen akquiriert wurden. Abseits der Haupt-Kriegsschauplätze Afghanistan und Irak mit der dort zeitweise vorhandenen Vielzahl größerer Militärbasen wurde nach Recherchen von David Vine spätestens 2009 die Lily Pad-Strategie offiziell.

David Vine schätzt in seinem Buch "Base Nation" aus dem Jahr 2015, dass mindestens 50 derartige Standorte erfolgreich akquiriert wurden, vor allem in Afrika. An offiziellen Verlautbarungen über Einsatzorte in Afrika, die vom Africom in Stuttgart gesteuert werden, erfahrt man natürlich sehr wenig.

Der Africom-Kommandant berichtet aber seit einigen Jahren regelmäßig vor dem US-Senat über die von ihm geleiteten militärischen Aktivitäten. Im veröffentlichten (Teil-)Bericht 2020 [14] von General Townsend, der diesen Posten sechs Monate zuvor übernommen hatte, heißt es z.B. fett gedruckt: "Die Operationen des U.S. Africa Command sind ein Schnäppchen für Amerika ... ein kleine Prävention, die nur ein paar Cent pro Dollar unserer Verteidigungsausgaben ausmacht."

Ähnliches findet sich in dem entsprechenden Bericht für 2021. Auffallend ist aber im Vergleich beider Berichte, dass bei der Nennung strategischer Rivalen mittlerweile Russland weniger relevant gegenüber China geworden ist. Dieses beiden Ländern wenig Raum zu geben, ist für das Africom eindeutig die selbst so definierte strategische Kernaufgabe.

Offiziell sind (gemäß BSR) US-Militärbasen in Afrika nur in Djibouti und Kenia vorhanden. David Vine geht hingegen – vor allem basierend auf den Recherchen von Nick Turse – von mindestens 40 Ländern Afrikas aus, in denen eine US-Militärpräsenz angenommen werden kann. Die mittlerweile zahlreichen Stationierungsorte für Kampfdrohnen sind auch gemäß Definition des US-Militärs keine "bases", sondern nur "Forward operating sites" im Kampf gegen Terrorismus.

Diese Standorte sind allerdings auf relativ wenige Länder wie Djibouti, Niger, Mali und Tunesien beschränkt. Es bleibt deshalb die Frage, welche Interessen die meisten afrikanischen Länder an der US-Militärpräsenz über Lily Pads haben, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit dieser Länder die USA gegenüber China und Russland zunehmend an Boden verlieren, was ja vom Africom als Hauptproblem angesehen wird. David Vine verweist dazu auf die "Kernkompetenz", bei denen die USA nach wie vor weltweit führend sind.

Um die Effizienz des nationalen Militärs zu verbessern, sind die jeweiligen Machthaber in Afrika gerne dazu bereit, US-Militärs als Ausbilder ins Land zu holen, deren Hauptbeschäftigung ohnehin in der Ausbildung des eigenen Personals besteht. Dieses kann über Lily Pads problemlos erfolgen und bedarf keiner hoch angesiedelten Militärmission wie z.B. bei dem EU-Einsatz in Mali (EUTM) unter starker Bundeswehrbeteiligung.

Nur am Rande sei an dieser Stelle vermerkt, dass mit dem derzeit laufenden US-Abzug aus Afghanistan keineswegs ein Ende des Krieges verbunden ist, sondern nur das Ende der Vor-Ort-Präsenz mit Militärbasen, gemäß der entsprechenden Ankündigung von US-Präsident Joe Biden vom 15. April. Praktisch bedeutet dies eine Verlagerung auf verdeckte Operationen von Kleinst-Standorten und Drohnen-Stützpunkten außerhalb des Landes und eine erweiterte Lily Pad-Strategie. (Siehe dazu auch den Beitrag von Helmut Scheben im Infosperber vom 17.6.2021: "Afghanistan: Der Hightech-Krieg wird weitergehen [15]").

Deutschland: vom Frontstaat zur logistischen Drehscheibe

In den Jahren 2002 bis 2004 vollzog sich bei der US-Truppenstationierung in Deutschland ein fundamentaler Wandel. Dazu gehörte nicht nur eine drastische Reduzierung der Stationierungsorte (praktisch als "zweite Welle" nach den Reduzierungen bis Mitte der 90er-Jahre). Vor allem erfolgte eine Konzentration der Ressourcen in Rheinland-Pfalz und dort wiederum im Großraum Kaiserslautern mit dem Ausbau der Ramstein Air Base. Damit einher wurde auch die am Frankfurter Flughafen angesiedelte Rhein-Main Air Base nach Ramstein (Transportflugzeuge) und Spangdahlem (Kampfjets) verlagert.

Im Torbogen des früheren Haupteingangs der Rhein-Main Air Base [16] stand der Text-Zusatz "Gateway to Europe", der den Charakter der Air Base in den Jahrzehnten des Ost-West-Konfliktes bis 1989 symbolisierte. Neue Funktionen nach der Umsiedlung auf die Ramstein Air Base wurden erstmals 2012 von dem früheren US-Drohnenpiloten Brandon Bryant und 2013 von dem Whistleblower Edward Snowden enthüllt. Ohne die Satelliten-Relaisstation (als technisches Gateway) in Ramstein sei der weltweite US-Drohnenkrieg technisch nicht durchführbar, so deren übereinstimmende Aussagen.

Dieses führte 2015 zur Gründung der Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" [17] mit dem Fokus auf die völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Aktivitäten des US-Militärs unter Nutzung der technischen Infrastruktur auf deutschem Boden. Wohl im Bewusstsein dieser Abhängigkeit von Ramstein und der unerwünschten Aufmerksamkeit durch die deutsche Friedensbewegung wurde deshalb von den US-Militärs 2017 damit begonnen, auf der Sigonella Air Base in Sizilien eine parallele Anlage dieser Art aufzubauen.

Das aktuelle Satellitenbild [18] zeigt, dass diese Anlage mit identischem Aufbau wie in Ramstein [19] mittlerweile wohl verfügbar ist. Diese Funktion müsste deshalb ebenso wenig zwingend in Ramstein angesiedelt sein, wie z.B. die Zentrale des US-Raketenabwehrsystems, das in Polen und Rumänien installiert ist. Hingegen ist Ramstein als Logistikzentrum für die Versorgung weltweit vorgeschobener Militärbasen unabdingbar.

Beispielsweise ist in der deutschsprachigen Wikipedia zu der vor einigen Jahren errichteten US Air Base bei Agadez in Niger zu lesen: "Der Militärflugplatz, die Base aérienne 201, wurde im August 2019 mit einem Flug einer C-130J aus Ramstein eingeweiht. Hier setzen die USA seither unter anderem Drohnen ein. [20]"

Nicht nur Kampfdrohnen, sondern auch US-Kampfjets können weltweit nur operieren, wenn sie möglichst lange in der Luft gehalten werden können. Auf der Ramstein Air Base ist deshalb eine Staffel mit Tankflugzeugen stationiert. Wenn man von der Ramstein Air Base spricht, einem aufgrund der dortigen zivilen Infrastruktur "Little America", muss man auch die gesamte militärische Infrastruktur in der Region mit einbeziehen, mit mehreren Kasernen der US Army in Kaiserslautern, dem wohl größten Munitionsdepot des US-Militärs in Miesau, dem US-Hospital in Landstuhl und dem Truppenübungsplatz Baumholder.

Auch das in Germersheim am Rhein gelegene Giftstofflager, das von der Defense Logistic Agency (DLA) betrieben wird, ist wesentlicher Teil der Logistikkette. Gegen dessen starken Ausbau wehrt sich eine örtliche Bürgerinitiative [21] wegen der erheblichen Umwelt- und Gesundheitsrisiken.

Auch eigentliche stillgelegte Flächen und städtebaulich dringend benötigte Flächen, wie die Coleman-Barracks in Mannheim, werden seit 2015 vom US-Militär blockiert für logistische Zwecke, in diesem Fall wegen der Kriegsmanöver in Osteuropa. Nicht übersehen werden dürfen auch zivile Einrichtungen, wie der Flughafen Hahn im Hunsrück, dessen Nutzung durch das US-Militär von einer örtlichen Bürgerinitiative auf deren Homepage [22] penibel dokumentiert wird.

Vine weist in "Base Nation" noch auf einen anderen wichtigen Aspekt hin: Im Unterschied zu anderen (Haupt-)Stationierungsländern des US-Militärs in Europa, wie vor allem Italien, hat Deutschland eine optimale Infrastruktur mit Truppenübungsplätzen. Genannt werden muss auch der Luftraum in der Großregion Kaiserslautern als größte Kampfjet-Übungszone Deutschlands.

Weltweiter Widerstand wächst

Weltweit gibt es eine Vielzahl von Standorten mit Militärbasen, wo es gut dokumentierten Widerstand [23] gibt. Die Motive sind dabei sehr unterschiedlich. Überwiegend spielen die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen eine Rolle, wie Fluglärm durch (sehr laute) Uralt-Transportmaschinen, Kampfjet-Übungszonen und Hubschrauber. Weitere erhebliche Belastungen sind extrem starke elektomagnetische Strahlungen durch Radaranlagen sowie die Belastung von Oberflächengewässern mit Schadstoffen wie vor allem PFAS-Löschschäume.

Die kumulierten Altlasten im Boden durch PFAS, Mineralöle und Kerosin wirken sich hingegen erst nach Jahrzehnten als Zeitbomben im Grundwasser und damit für die Trinkwasserversorgung aus, sofern keine aufwendigen Sanierungen vorgenommen werden. Politisch wird der Protest vor allem dann, wenn zivile Einrichtungen von US-Militär genutzt werden, wie z.B. in dem politisch neutralen Irland der Flughafen Shannon.

Massenproteste gibt es vor allem in Okinawa. Im August 2018 demonstrierten 70.000 Menschen gegen die umweltzerstörende Verlegung der US Air Base Futenma an den Küstenstreifen von Henoko [24]. Die ganze Dramatik von militärisch verursachten Umwelt- und Gesundheitsbelastungen hat der seit 10 Jahren in Okonawa lebende britische Journalist Jon Mitchell vor allem durch systematische Nutzung des "Freedom of Information Act" der USA aufgearbeitet und Ende 2020 in seinem Buch "Poisoning the Pacific – The US Military‘s secret dumping of Plutonium, Chemical Weapons, and Agent Orange" veröffentlicht.

Doch es ist eine andere Frage, welche Auslöser zu einem durchschlagenden und erfolgreichen Widerstand führen. In Okinawa regt sich z.B. vor allem Protest nach Gewaltverbrechen von US-Soldaten, die aufgrund des Truppenstatuts ungesühnt bleiben.

Aus US-amerikanischer Sicht ergeben sich völlig andere Herangehensweisen. Vine als Hauptredner eines Kongresses der US-Friedensbewegung in Baltimore im Januar 2018 [25] verwies auf den Niedergang der öffentlichen Infrastruktur in den USA am Beispiel des maroden ÖPNV sowie dem fortschreitenden Ausfall von Heizungen in Schulen bei winterlichen Temperaturen. Dem stellte er die hervorragende Infrastruktur von US-Militärstützpunkten im Ausland gegenüber, wie z.B. die medizinische Versorgung in Guantánamo Bay, wovon US-Steuerzahler nur träumen könnten.

Diese monetäre Sicht ließe sich auch in Deutschland auf die Militärregion Kaiserslautern anwenden. Dort befindet sich in Landstuhl das größte US-Militärhospital im Ausland, das in der 50er-Jahren gebaut und seitdem fortlaufend modernisiert wurde. Obwohl dieses nach allgemeinen Maßstäben nach wie vor modern ausgerüstet ist, wird derzeit direkt gegenüber der Air Base (mit weiteren, bereits erfolgten Einschnitten in das dortige Naturschutzgebiet) ein neues US-Hospital erstellt, für das fast 1 Mrd. US-Dollar veranschlagt sind, wovon deutsche Steuerzahler ca. 15 Prozent als Planungskosten übernehmen.

Begründung war seinerzeit (im Jahr 2010), dass man Kriegsverletzte rasant und direkt auf den Operationstisch bringen müsste. Das US-Hospital in Landstuhl ist zwar keine 10 km Luftlinie entfernt, aber nur über öffentliche Straßen erreichbar, obwohl auch ein Helikopter-Landeplatz vorhanden ist.

Das neue US-Hospital in Weilerbach ist dem gegenüber von der Air Base nur durch eine öffentliche Landstraße getrennt. Damit diese einem blitzschnellen Übergang von der Air Base nicht im Wege steht, wird zugleich mit dem Krankenhaus ein neues Gate mit verschlungener Straßenführung, Brückenbauwerk und komplexen Kontrollstellen errichtet.

Ein umfassendes Bild von dieser erschreckenden Gigantomanie erhält man leider nicht über das Satellitenbild [26] - wo aber der Flächenfraß des US-Militärs zu sehen ist - sondern am besten direkt vor Ort. Die Kampagne Stopp Air Base Ramstein beteiligte sich am 30. April an dem "International Day of Action against Military Bases" mit einem Fahrradmarathon um die Air Base, wo diese kilometerlange, mit verschlungenen Zufahrten und Barrieren überdimensionierte Kontrollstellen (mit Umgehungsstrecken für Kriegsverletzte) nicht zu übersehen waren.

Dies ist auch ein Grund, warum bei den anstehenden Aktionstagen in der Woche vom 5. bis 11. Juli diesmal gleich mehrere Fahrrad-Sternfahrten zur Air Base vorgesehen sind, bei denen man sich ein Bild von der Dimension dieser militärischen Logistik-Drehscheibe machen kann.

Der Autor ist Betreiber des Datenbank- und Visualisierungstools VisualBases [27], das im Auftrag der Kampagne Stopp Air Base Ramstein für den jährlich stattfindenden International Congress against Military Bases [28] in Kaiserslautern erstellt wurde.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.davidvine.net/
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia
[3] https://www.counterpunch.org/2019/01/10/bases-bases-everywhere-except-in-the-pentagons-report/
[4] http://files.visualbases.org/pdf/BSR_Extracts_FY2018.pdf
[5] http://files.visualbases.org/pdf/BSR_Summaries_2004-2018.pdf
[6] https://www.heise.de/bilderstrecke/bilderstrecke_6121056.html?back=6121113;back=6121113
[7] https://www.heise.de/bilderstrecke/bilderstrecke_6121056.html?back=6121113;back=6121113
[8] https://visualbases.org/landstuhl-us-hospital/
[9] https://www.openstreetbrowser.org/
[10] https://www.openstreetbrowser.org/#map=12/49.4728/7.5854&categories=military
[11] https://de.wikipedia.org/wiki/Main_Operating_Base
[12] https://de.wikipedia.org/wiki/Forward_Operating_Site
[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Cooperative_Security_Location
[14] https://www.africom.mil/document/32925/2020-posture-statement-to-congress
[15] https://www.infosperber.ch/politik/welt/afghanistan-der-hightech-krieg-wird-weitergehen/
[16] https://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Main_Air_Base
[17] https://www.ramstein-kampagne.eu/
[18] https://visualbases.org/wp-content/uploads/GE_Sigonella-Relaisstation_6-2020.png
[19] https://visualbases.org/wp-content/uploads/GE_Ramstein-Relaistation-10-2017.png
[20] https://de.wikipedia.org/wiki/Agadez#Verkehr
[21] https://www.gefahrstofflager.website/
[22] https://hahn.fluglaerm.de/militaer_titel.html#militaer2021
[23] https://visualbases.org/tag/campaign/
[24] https://visualbases.org/henoko-camp-schwab/
[25] https://youtu.be/iKOeGhk9Eaw
[26] https://visualbases.org/wp-content/uploads/GE_Weilerbach_20212019.png
[27] https://visualbases.org/
[28] https://www.ramstein-kampagne.eu/5-th-international-congress-against-military-bases-and-wars/

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In der neusten Ausgabe des Magazins für stadtpolitische Intervention findet sich auch ein spannender Artikel über den Kampf um das RAW – Gelände in Potsdam.

Hier gibt das Titelseite, Editorial und Inhaltsverzeichnis sehen:

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Und von uns gibt es hier die ungekürzte, lange und umfassende Textfassung

Der Kampf ums RAW – Gelände in Potsdam – Symbol für die Alles, was in der Stadt falsch läuft

Am 4. November 2021 hat die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam den Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan für das geplante „Creative village“ auf dem ehemaligen RAW – Gelände mitten in Potsdam gefasst.

Nach zwei Jahren oft leidenschaftlicher Debatten konnten die Positionen nicht unterschiedlicher sein.

„Beschlossen wird hier heute die Errichtung eines Zentrums für Arbeitgeber, Unternehmer und Konzerne, deren Angestellten hier NICHT wohnen, es entstehen Arbeitsplätze für Menschen, die hier NICHT leben, hier wird mit Renditen gerechnet, die NICHT in der Stadt bleiben.“ formulierte eine Aktivistin aus dem Quartier noch einmal die Kritik vieler Menschen, während Babette Reimers, Stadtverordnete der SPD verständnislos erwiderte: „„Hier ist eine Brache, deshalb wird dort nichts verdrängt“.

Am Ende entschied eine große Mehrheit der Stadtverordneten mit Gegenstimmen aus der Linken und der alternativen Wähler*innengruppe „Die Andere“ den entscheidenden Schritt hin zur Bebauung des RAW – Geländes als IT Centrum.

Aber um was geht es denn bei diesem Streit, der symbolisch für die Stadtentwicklung in Potsdam und die völlig unterschiedlichen Positionen und Wahrnehmungen von Verwaltung und Politik auf der einen Seite und stadtpolitischen Initiativen sowie Anwohner*innen auf der anderen Seite steht?

Das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk liegt mitten in Potsdam, direkt neben dem Hauptbahnhof, zwischen der Havel und dem Stadtteil Babelsberg. Die Deutsche Bahn gab das Werk 1999 auf, seit 2002 stehen die alten Hallen leer und verfallen. 2007 wurde das gesamte Gelände an das private Immobilienunternehmen Semmelhaak verkauft, welches seit Ende der Neunziger zu einem der wichtigsten Wohnungsunternehmen der Stadt wurde – kräftig protegiert von der Bauverwaltung und der kommunalen Politik. Semmelhaak baute neben dem Hauptbahnhof vor allem Wohnungen, kostengünstig in der Bauweise und Erstvermietung, heute längst auf dem in Potsdam üblichen Mietniveau. Den Teil mit den alten – teilweise denkmalgeschützten Hallen verkaufte er 2015 schließlich an einen – bis dahin unbekannten – Investor. Seit 2018 werden dessen Pläne und Hintergründe öffentlich diskutiert und widerspiegeln ziemlich drastisch die unterschiedlichen Sichtweisen auf ein so großes Investorenprojekt mitten in der Stadt.

Beim damaligen Oberbürgermeister, J. Jakobs, Bauverwaltung und Wirtschaftsförderung, bei SPD und CDU herrschte von Anfang an die pure Euphorie. Für Potsdams Wirtschaftsförderer Stefan Frerichs sind das alles Nachrichten, „von denen wir vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätten“, heißt es in der PNN vom 27.11.2018.

Den Grünen wiederum, die „… in Potsdam immer auf städtebauliche Fragen fokussiert sind“ geht es vor allem um Gestaltungsfragen. Der Bau ist zu hoch und versperrt Sichtachsen.

Stadtpolitische Initiativen, die in Potsdam im Netzwerk „Stadt für alle“ zusammenarbeiten befürchten vor allem Mieterhöhungen und Verdrängung. Nach einer lauten und turbulenten Infoveranstaltung gründete sich die Anwohner*inneninitiative „Teltower Vorstadt“, in der sich zeitweise über 50 Menschen engagieren.

Errichtet werden soll auf dem rund 12.800 m² großen Gelände nicht weniger als das größte IT- und Innovationszentrum Europas – so die Selbstbeschreibung des Investorenvertreters M. Nauheimer. Dort sollen rund 100 Mio. € investiert werden, die alten Hallen werden in bis zu 33 m hohe Glashüllen gepackt, die auf fast 30.000 m² Nutzfläche vor allem Arbeitsplätze für über 1200 IT Techniker*innen bieten. Andere Nutzungsplanungen werden je nach Stand der gesellschaftlichen Debatte in der Stadt immer wieder geändert: Boardinghaus, Fitnesszentrum, Biomarkt, Nachtclub, Uninutzung und vieles mehr.

Während die Einen also von einem internationalen IT Centrum Potsdam und von der erfolgreichen Vermarktung eines besonderen Grundstücks träumen, reißt die grundsätzliche Kritik an dem Projekt nicht ab.

Die Geschichte selbst ist wie ein Krimi.
Alles fängt mit einem Mann aus Lettland an, der in Moskau 2003 plötzlich zu Geld kommt und innerhalb weniger Jahre zur Nummer 10 der größten Verkäufer von Erdölprodukten in Russland aufsteigt: Michael Zeligmann gründet die Concept Oil Services, mit Sitz in Hongkong. Selbst Forbes stellt fest, dass die Concept Oil Services zu den „schwarzen Schafen“ und „großen Unbekannten“ bei den Unternehmen in der Erdölwirtschaft gehört. Russische Quellen gehen davon aus, dass das Unternehmen vom russischen Energieministerium gegründet wurde.
Der Investorenvertreter Mirko Nauheimer behauptet nun, er habe Herrn Zeligmann bei früheren Geschäften kennengelernt und auf das RAW – Gelände aufmerksam gemacht. Dies könnte stimmen, da Nauheimer in der Vergangenheit vor allem für Objektgesellschaften des umstrittenen Projektentwicklers Trockland tätig war. Das Unternehmen ist 2017/ 2018 vor allem in Berlin mit Großprojekten am Checkpoint Charlie und an der Eastside Galerie in die Schlagzeilen geraten. Damals haben Journalisten auch die engen finanziellen Verflechtungen in Staaten der ehemaligen Sowjetunion recherchiert – so wie bei Zeligmann. Trockland tritt 2017 und 2018 ganz offensichtlich als das Unternehmen in Potsdam auf, was das RAW Projekt verwirklichen will. Nauheimer, Nathanial Heskel, der CEO von Trockland treten gemeinsam mit dem damaligen Oberbürgermeister Jakobs mehrmals vor die Presse, um die freudige Nachricht von dem tollen IT Centrum zu verkünden.
Später bestreitet Trockland alle Beteiligungen an dem Projekt und zieht sich 2019 zurück. Dies könnte durchaus auch damit zusammenhängen, dass Aktivist*innen des Blogs www.potsdam-stadtfueralle.de weiter recherchiert hatten und die vielen Verflechtungen und Finanzierungen dieses Unternehmens öffentlich machten. Wie auch andere Zeitungen aus Berlin wurde der Verein, welcher den Blog rechtlich vertritt, im Sommer 2019 abgemahnt. Um einen Rechtsstreit mit einem großen Rechtsanwaltsbüro am Potsdamer Platz zu vermeiden, brachten Aktivist*innen die Mahngebühr als Kleingeld medienwirksam zu Trockland und übergaben dabei gleich noch ein Transparent, was bis dahin öffentlich auf dem RAW Gelände hing, an den Besitzer zurück. „Das ist ein Projekt von Trockland“ stand darauf, eben jene Aussage, wegen der der Blog abgemahnt wurde.

Unterdessen entstand die Rechtsstruktur, über welche das RAW – Projekt getragen und finanziert werden sollte. Eine Firma in Zypern – die Green Palmer Ltd. – offensichtlich zu 100 % im Besitz von Zeligmann – erwarb auch die Gesellschafteranteile der RAW Potsdam GmbH, deren alleiniger Geschäftsführer Nauheimer ist, nachdem N. Heskel als Trocklandvertreter ausgeschieden war.

Über all die Konstrukte und Verflechtungen erfuhren die Potsdamer*innen von ihrer Verwaltung – nichts.

Er müsse die Privatsphäre seines Investors schützen, erklärte Nauheimer und Medien und Stadtverwaltung hielten sich natürlich brav dran.

Stattdessen wurde die erforderlichen Genehmigungen für das Großprojekt im Eiltempo erarbeitet. Gleichzeitig mit den ersten detaillierten öffentlichen Darstellungen, was denn da gebaut werden soll, wurde beschlossen, das die Genehmigungen im „Beschleunigten Verfahren“ zu erarbeiten. Kurz gab es daraufhin ein paar Debatten im Bauausschuss, bis Nauheimer drohte, das Projekt könnte auch anderswo gebaut werden, wenn es zu viel Zeit kostet, dann war der ohnehin schon geringe Widerstand der meisten Stadtverordneten wieder vorbei.

Nachdem die Anwohner*innen fast ein Jahr ausschließlich über Medien von dem geplanten Projekt erfahren hatte, gab es im April 2019 eine erste Infoveranstaltung der Stadt und des Investorenvertreters. Es sollte eine denkwürdige Veranstaltung werden. Über 100 Menschen forderten, endlich beteiligt zu werden, formulierten ihre Sorgen vor Mieterhöhungen und Verdrängung und stellten kritische Fragen zur Finanzierung. Die klarste Antwort kam von Nauheimer, der erklärte, natürlich werden die meisten der rund 1200 IT Spezialist*innen von außerhalb kommen und bestimmt Jahresgehälter über 100.000 € verdienen. Klar könne es da auch Verdrängungsmechanismen geben – aber dafür wäre dann die Stadt zuständig.

Die fühlte sich aber nicht zuständig. Dafür muss man wissen, dass die Stadt kaum eines der Instrumente der Wohnungs – und Mietenpolitik nutzt, die anderswo Spekulation und Gentrifizierung wenigstens ein bisschen eingrenzen sollen. So gibt es in Potsdam bis heute keine rechtsgültige soziale Erhaltungssatzung und deshalb weder ein Vorkaufsrecht noch Genehmigungsvorbehalte.
Nach dieser lauten, wütenden und wenig zufriedenstellenden Infoveranstaltung beschlossen Anwohner*innen und Aktivist*innen aus dem Netzwerk „Stadt für alle“ deshalb, eine eigene Veranstaltung zu machen. Diese fand im April 2019 statt und war gleichzeitig der Gründungstag der Anwohner*inneninitiative „Teltower Vorstadt“. https://initiative-teltower-vorstadt.de/blog/

Auf deren Druck wurde im 2. Halbjahr 2019 endlich auch ein reguläres Beteiligungsverfahren zu dem Bauprojekt auf den Weg gebracht – wenn auch unter den schwierigen Bedingungen eines beschleunigten Verfahrens. Und die Anwohner*innen beteiligten sich. Sie haben Dutzende Einwendungen eingereicht, den Entwurf des Bebauungsplans durchgearbeitet, eine zweite Infoveranstaltung dazu erzwungen, mit fast allen Fraktionen gesprochen, auf den Stadtverordnetenversammlungen geredet. Am Ende stand eine ausführliche, sehr detaillierte Einwendung vor allem zu sozialen Belangen, Verkehrsproblemen und Umweltfragen.

Nichts davon wurde schließlich in den Auslegungsbeschluss übernommen.

Stattdessen kam die RAW Potsdam GmbH mit immer neuen Ideen, was denn neben den IT Arbeitsplätzen sonst so in das Megaprojekt sollte: Plötzlich waren selbst öffentliche Träger im Gespräch, ein Nachtclub und vieles mehr.

Die Stadt selbst aber machte sich langsam und nur unter dem Druck von Aktionen, der Fraktionen „die Andere“ und der Linken auf den Weg, für das Quartier endlich eine Soziale Erhaltungssatzung zu erarbeiten. Das Jahr 2020 stand deshalb vor allem unter dem Fragezeichen: Was wird schneller fertig: Der Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan, damit der Investor anfangen kann, zu bauen oder eine Milieuschutzsatzung zum Schutz der Bevölkerung?
Klar, was in Potsdam Vorrang hat.

Am 4. November 2020 stimmte die Stadtverordnetenversammlung den Auslegungsbeschluss mit großer Mehrheit – ohne irgendeine der geforderten Veränderung zu.
Die Prüfung zum Aufstellungsbeschluss für eine Soziale Erhaltungssatzung hingegen ist weiter in Arbeit. Nach viermaliger Verschiebung ist er jetzt für den Sommer 2021 angekündigt.
Unterdessen hatte sich eine Befürchtung längst bewahrheitet. Ausgerechnet in Corona – Jahr erhöhte die kommunale Gesellschaft ProPotsdam vor allem in der Teltower Vorstadt die Mieten – bis an die rechtlich mögliche Grenze.

Das wars?

Nein.

Mit dem genannten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung begannen Aktivist*innen mit einer neuen Kampagne unter dem Logo „RAW Investor verjagen“. Inspiriert von der Bewegung gegen den Google – Campus in Berlin und frustriert von der Ergebnislosigkeit bürgerlichen Engagements und Beteiligung geht es jetzt darum, das Projekt doch noch zu verhindern.

Die ersten Aktionen samt öffentlichen Debatten aber stehen noch einmal symbolisch für die Fronten und Positionen für dieses Projekt mitten in Potsdam.

„RAW Investor verjagen“ stand am 14.12.2020 an der Mauer des RAW Geländes.

„Liebe ist die stärkste Kraft“ ließ es frei nach Gandhi die RAW Potsdam GmbH daraufhin übermalen.

„Geld ist die stärkste Kraft“ hieß es zwei Tage später.

„Verbalvulgäre Revolutionsrhetorik mit impliziter Gewaltandrohung hat in unserer Stadt keinen Platz.“ reagierte der Oberbürgermeister.

Vom Investor hat man in Potsdam lange nichts gehört …


geschätzte Lesezeit: 25 min

Was ist ein Rudergerät?

Was ist ein Rudergerät Test und Vergleich?

Den Körper fit und gesund zu halten, ist auf vielen Wegen möglich und hat in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert. Die einen gehen ins Fitnessstudio, andere bevorzugen das Training im Outdoor. Viele greifen aber auch mehr und mehr auf Trainingsgeräte zurück, die einfach zu Hause aufgebaut und genutzt werden können, um den eigenen Körper zu kräftigen.

Ein intensives Training zu Hause ist mit einem Crosstrainer, Ergometer, mit einem Laufband oder einem Rudergerät möglich. Gerade letzteres gestattet ein ausgezeichnetes Ganzkörpertraining, stärkt dazu auch das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur. Die Modelle gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie sind eine gute Ergänzung zu anderen Sportarten und erlauben eine einfache Nutzung.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Rudergeräte

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Das Rudergerät – Aufbau und Anwendung

Was ist denn ein Rudergerät Test und Vergleich genau?

Das Rudergerät gehört zu den beliebten Sportgeräten für den Heimgebrauch, ist aber auch in Fitnessstudios als Profigerät zu finden. Mit dem Rudergerät kann im Test und Vergleich der Bewegungsablauf nachgeahmt werden, der auch beim Rudersport im Boot oder Kanu erfolgt. Dadurch wird vor allen Dingen der Kreislauf in Schwung gebracht, der Stoffwechsel angeregt und die Ausdauer trainiert. Das Rudergerät bietet aber auch ein umfangreiches Ganzkörpertraining mit dazugehörigem Muskelaufbau.

Die Geräte arbeiten mit verschiedenen Antriebssystemen, ähneln sich im Vergleich jedoch in der Bauform. Vorhanden ist ein stabiler Rahmen aus Metall, der den Halt über Standfüße gewährleistet. Vorne sitzt ein Schwungrad, das über einen Zugmechanismus im Test den Widerstand bietet. Das Gewicht bestimmt dabei die Effizienz und Leistung des Geräts. Es liegt bei einem Rudergerät meistens zwischen 5 und 15 Kilogramm. Im vorderen Bereich befinden sich auch Pedale mit Fußschlaufen, die den Halt für die Füße gestatten.Ergänzt wird das Gerät um einen Sitz, der flexibel verbaut ist und über eine Mittelstrebe vorwärts und zurück bewegt wird. Damit ist der Bewegungsablauf vorgegeben und wird durch die korrekte Technik und Haltung ergänzt.

Es gibt fixe und klappbare Rudergeräte im Test, die meistens eine maximale Belastung zwischen 100 und 120 Kilogramm Körpergewicht erlauben. Vorne sitzt bei dem Rudergerät im Test und Vergleich ein Trainingscomputer und Display, über das verschiedene Messdaten abgelesen werden können, darunter die Distanz, die Bewegungsfolge, die Geschwindigkeit, die Zeit und der Kalorienverbrauch. Einige Rudergeräte sind auch als Ruderergometer zu haben und erlauben im Test die Pulsmessung. Genauso können vorprogrammierte Trainingseinheiten und Programme benutzt werden.

Die Funktionsweise eines Rudergeräts

Wie funktioniert ein Rudergerät im Test und Vergleich?

Das Rudergerät ahmt zwar den Rudersport in einem Kanu oder Boot nach, benötigt jedoch nicht das Halten des Gleichgewichts. Stattdessen sitzt der Anwender auf einem ergonomischen Sitz, der über eine Mittelstrebe hin und her bewegt wird. So kann der Körper im Test mit genauen Bewegungsabläufen trainiert werden. Der Widerstand wird mit Wasser, mit Luft oder Magnet-Bremsen erzeugt, wobei verschiedene Belastungsstufen zur Verfügung stehen. So lässt sich das Training hervorragend an den eigenen Rhythmus anpassen.Ein Rudergerät kann für ein Ausdauer-, Kraft- und Intervalltraining verwendet werden. Beim Intervalltraining wird mit einer maximalen Geschwindigkeit gearbeitet und dazwischen liegenden Ruhepausen.

Ausdauer- und Krafttraining sind durch den gleichmäßigen Ablauf definiert, wobei das Training gute 45 bis 60 Minuten dauern kann. Der Widerstand bestimmt die Kraftausübung und den Bewegungsablauf und kann variiert werden.

Das ist durch ein Bremssystem möglich, das entweder über eine Magnet- oder Wirbelstrombremse, über den Luft- oder Wasserwiderstand erzeugt wird. Beim Rudern im Boot muss eigene Muskelkraft aufgewendet werden, um das Wasser im Test durch das Paddel zu verdrängen und so die Bewegung nach vorne zu bewirken. Das Rudergerät imitiert diesen Vorgang, wobei der Anwender die Beine durchstreckt und über den beweglichen Sitz und den Seilzug den Oberkörper zurück- und voranschiebt.

Die beanspruchte Muskelpartien beim Bewegungsablauf am Rudergerät:

Die genaue Funktionsweise von einem Rudergerät im Test und Vergleich?

Trainiert werden kann an einem Rudergerät der gesamte Körper. Damit ist ein Ausdauertraining genauso möglich wie ein Krafttraining. Auch kann durch das reine Seilziehen oder das Beindurchdrücken viel Abwechslung ins Training gebracht werden. Die Fettverbrennung ist besonders hoch, da die Muskeln in vielen Bereichen angespannt werden, das Training selbst auch sehr schweißtreibend ist.

Etwa 85 Prozent der Muskeln werden auf dem Rudergerät beansprucht. Das betrifft im Test und Vergleich die gesamte Rückenmuskulatur, sowohl den Trapezmuskel als auch den unteren Rücken. Durch die Beinbewegung und das Abstoßen der Beine werden die Waden und Oberschenkel gekräftigt. Weitere Muskelbereiche sind:

  • die Bauchmuskulatur
  • die Brustmuskulatur
  • die Schultermuskulatur
  • die Oberarmmuskulatur
  • die Gesäßmuskulatur
  • die Knie- und Fußmuskulatur
  • die Hand- und Fingermuskulatur

Anwendungsbereich und Vorteile eines Rudergeräts:

Die verschiedenen Anwendungsbereiche aus einem Rudergerät Testvergleich

Das Training auf einem Rudergerät ist sehr effizient und vor allen Dingen nicht einseitig wie bei anderen Trainingsmethoden. Dazu ist sowohl ein Ausdauer- als auch Krafttraining in der Kombination im Test möglich. Gestärkt werden die Bauch- und Rückenmuskulatur, die Arme und die Beine, der gesamte Oberkörper und weitere Muskelbereiche. Das kann auch hilfreich sein, um Rückenschmerzen zu beseitigen oder die eigene Körperhaltung zu optimieren.

Die meisten Menschen bevorzugen das Rudergerät jedoch als reinen Heimtrainer für die körperliche Fitness. Der Aufbau ist schnell und einfach, das Rudergerät für ein ausgiebiges Training sinnvoll, ohne die Gelenke zu stark zu belasten. Die fließende Bewegung des Rudervorgangs wirkt sich auf zahlreiche Muskeln gleichzeitig aus, während das Verletzungsrisiko gering ist.

Muskeltraining und Stärkung

Etwa 85 Prozent der gesamten Muskulatur wird beim Training am Rudergerät beansprucht. Das ermöglicht die gezielte und vorgegebene Bewegung.

Damit ist sowohl das Ganzkörpertraining möglich als auch ein gezieltes auf bestimmte Muskelpartien. Besonders der Rücken, der Bauch, die Brust, die Schultern, das Gesäß, die Beine und Arme arbeiten beim Rudern aktiv mit. Das festigt die gesamte Muskulatur und strafft den Körper. Eingestellt wird dann ein hoher Widerstand, für den mehr Kraftaufwand notwendig ist.

Fettverbrennung

Für die Gewichtsabnahme und die Reduktion von Körperfett ist ein Rudergerät bestens geeignet. Der gesamte Körper ist bei der Bewegung des Ruderns in Anspruch genommen, wodurch der Stoffwechsel angeregt und ein hoher Kalorienverbrauch im Test möglich wird. Da das Training am Rudergerät etwas länger als auf anderen Heimtrainern stattfindet, ist auch der Effekt auf den Körper und die Fettverbrennung größer. Die Muskelmasse wird im Test und Vergleich aufgebaut, Körperfett abgebaut.

Ausdauertraining und Körperkräftigung

Ein langes und intensives Training steigert die eigene Fitness und Kondition. Während bereits kurze Trainingseinheiten im Test und Vergleich das Krafttraining und den Muskelaufbau gestatten, bewirkt das Gesamttraining eine nach und nach ausgerichtete Leistungssteigerung, die auch am Trainingscomputer abgelesen werden kann.

In Verbindung mit einem Puls- und Brustgurt kann das Training am Rudergerät bestens kontrolliert und auf den maximalen Pulsfrequenzbereich abgestimmt werden. Dazu fördert das Rudergerät ein regelmäßiges Training und bereitet den Körper auf die tägliche Hektik und Alltagsbelastung vor.

Vorbeugung und Gesundheit

Die verschiedenen Einsatzbereiche aus einem Rudergerät Testvergleich

Das Rudergerät eignet sich auch hervorragend für die Verbesserung der Gesundheit und zur Reduzierung von Schmerzen. Allgemein wird das gesamte Herz-Kreislauf-System gestärkt, wobei die Herzleistung verbessert, die Abwehrkräfte gestärkt und die Lungenkapazität erweitert wird. Die Herzgefäße werden gekräftigt, ebenso im Test der Herzmuskel. Der Blutfluss ist günstiger und der Blutdruck im normalen Bereich.

Rudern hilft auch gegen Rückenschmerzen und Verspannungen. Besonders Rücken und Wirbelsäule werden durch die fließende Bewegung am Rudergerät stabilisiert und dabei die Muskulatur gekräftigt. Nach und nach können Beschwerden dann bei einem regelmäßigen Training und einer guten Auslastung abgebaut werden. Die Ursache für Verspannungen und Schmerzen sind Fehlhaltungen, Bewegungsarmut oder eine geschwächte Rückenmuskulatur. Beim Training auf dem Rudergerät wird auch die Tiefenmuskulatur beansprucht, die flexibler wird, wodurch Verspannungen verschwinden.

Welche Rudergeräte gibt es im Handel und Internet?

Welche Arten von Rudergerät gibt es in einem Testvergleich?

Wie der Widerstand bei einem Rudergerät aufgebaut wird und wie effizient dieser sich im Test und Vergleich bei einem intensiven Training auswirkt, hängt von der Bauart des Rudergeräts und von dem verwendeten Antriebssystem ab. Die Unterschiede zeigen sich im Trainingseffekt ebenso wie im Preis der Modelle.

Unterteilt wird ein Rudergerät zunächst als Rudergerät mit Ausleger oder als Rudergerät mit Seilzug.Beide Modelle haben im Test und Vergleich Vor- und Nachteile. Ein Rudergerät mit Ausleger ist schwerer zu bedienen, während das Rudergerät im Test mit Seilzug weniger Widerstand bietet. Ein Rudergerät mit Ausleger hat meistens ein Hydraulik-Bremssystem. Vorhanden sind dann zwei Ruder mit Handschleifen, mit denen die Ruderbewegung nachgeahmt wird. Ein Rudergerät mit Seilzug bietet stabile Griffe am Seilzug, die gezogen werden, um die Bewegung zu bewirken. Beide Modelle arbeiten mit einem Widerstand.

Rudergerät mit Bremssystem

Wird der Widerstand durch Magnet-Bremsen im Test erzeugt, arbeitet das Gerät mit einem Dauermagnet oder mit einem Elektromagnet. Dadurch ist ein gleichmäßiger Bewegungsablauf möglich, wobei eine Schwungmasse verbaut ist, die alle flüssigen Abläufe gewährleistet. Je größer und schwerer die Schwungscheibe ist, desto fließender ist die Bewegung. Die Einstellung des Widerstands ist variierbar, kann automatisch erfolgen oder manuell reguliert werden.

Rudergerät mit Seilzug

Welche Rudergerät Modelle gibt es in einem Testvergleich?

Ein Rudergerät mit Seilzug gehört zu den verbreiteten Modellen im Test und Vergleich und arbeitet ebenfalls mit einem Bremssystem. Beim Training auf dem Rudergerät entsteht keine Reibung, die Bewegung erfolgt durch gleichmäßiges Ziehen am Seilzug und durch die Bewegung des Sitzes. Der Bewegungsablauf ist einheitlich und vorgegeben, entsprechend intuitiv erfahrbar. Das macht das Rudergerät gerade für Einsteiger interessant.

Rudergerät mit Hydraulik-System

Wasserwiderstand erzeugt am Rudergerät im Test bei der Bewegung einen Gegendruck, wodurch das Rudergerät einen starken Kraftaufwand benötigt und zum Teil auch schwergängiger im Gleitvorgang ist. Der Widerstand wird durch Hydraulik-Zylinder bewirkt, kann dann auch in mehreren Stufen eingestellt werden. Rudergeräte mit Wasserwiderstand sind im Handel relativ günstig, auch nicht sehr langlebig. Es gibt auch wenige Modelle, die tatsächlich mit Wasser befüllt sind, das meistens in einer transparenten Vorrichtung zu sehen ist. Dieses System kommt an den echten Rudervorgang im Test am besten heran.

Rudergerät mit Luft-System

Handelt es sich um ein Rudergerät mit Luft-Widerstandssystem, wird die Gegenbewegung durch ein Luftrad bewirkt. Während des Rudertrainings dreht sich das Rad und zieht entsprechend die Luft hinein. Dadurch entstehen Wirbel, die gegen den Rudervorgang arbeiten, so dass der Kraftaufwand hoch ist. Auch diese Form ist stark an das echte Rudern angelehnt. Je höher die Ruderschlagzahl im Test und Vergleich, desto höher steigt der Luftwiderstand.

Mögliche Test-Kriterien – so werden Rudergeräte in einem Vergleich getestet:

Um in einem Test und Vergleich die besseren Rudergeräte von den schlechteren zu unterscheiden, werden Modelle von verschiedenen Herstellern getestet, in ihren eigenen Eigenschaften und Attributen untersucht und gleichzeitig auch den Konkurrenzgeräten gegenübergestellt.

Aufbau und Größe

Nach diesen Testkriterien werden Rudergerät bei uns verglichen

Wichtig ist für den Test und Vergleich der einfache Zusammenbau. Ein Rudergerät, dass nur kompliziert zusammengeschraubt werden kann und dann nicht einmal die geeignete Stabilität aufweist, eignet sich für den Test und Vergleich nicht.

Die Modelle sollten platzsparend aufgebaut werden können, nicht allzu schwer, jedoch stabil sein, und für eine maximale Belastung zwischen 100 und 130 Kilogramm geeignet sein. Auch sollte das Rudergerät für viele Körpergrößen anpassbar sein. Eine kurze Sitzschiene ist im Test dann ungünstig.

Widerstand und Kraftaufwand

Der Widerstand an einem Rudergerät ist im Test und Vergleich ein Bewertungskriterium und kann bei vielen Geräten stufenlos eingestellt werden. Er wird durch verschiedene Bremssysteme bewirkt und daher auch separat bewertet. Das ist häufig in 8 bis 16 Stufen möglich, wobei auch das Gewicht des Schwungrads eine Rolle spielt. Einige Modelle bieten im Test und Vergleich die automatische Anpassung des Widerstands, so dass dieser durch die Bewegung am Rudergerät selbst bestimmt wird.

Bedienung und Ergonomie

Folgende Eigenschaften sind in einem Rudergerät Test wichtig

Alle Vorrichtungen und Zubehörteile werden im Test und Vergleich ausreichend auf ihre Festigkeit und Stabilität kontrolliert. Die Bedienung sollte einfach sein, eine leichtgängige Anwendung gestatten. Auch ist eine auf die Griffe und den Sitz abgestimmte Ergonomie von Vorteil. Dadurch erhöht sich der Komfort beim Training, während die Effizienz im Test am Rudergerät nicht beeinträchtigt wird. Hochwertige und ergonomische Griffe verhindern auch eine Blasenbildung an der Hand. Bedacht wird, dass ein Training am Rudergerät etwas länger dauert.

Übungsumfang und Training

Ein Bewertungskriterium sind die vorgespeicherten Trainingsprogramme und die Anzahl der Widerstandsstufen. Mehr Auswahl zur Verfügung steht, desto intensiver kann das Training stattfinden. Im Test und Vergleich sollten Rudergeräte 10 Programme bieten und zwischen 12 und 16 Widerstandsstufen. Einige hochwertige Modelle weisen bis zu 20 Stufen auf. Im Vergleich der Programme kann zwischen Ausdauer- und speziellen Pulsaufbauprogrammen ausgewählt werden.

Bequemlichkeit, Geräuschpegel und Sitz

Ein Rudergerät ist im Test und Vergleich in der Anwendung dann leise, wenn es über einen kugelgelagerten Sitz verfügt, der einen gleichmäßigen, störungsfreien und flüssigen Bewegungsablauf im Test gewährleistet, dazu auch ergonomisch gebaut ist. Wenn dieser dann über die Mittelschiene bewegt wird, ist die Reibung nicht zu stark und das Training geräuschlos möglich. Ein guter Sitz ermöglicht auch eine angenehme und bequeme Sitzposition bei längerem Gebrauch des Rudergeräts.

Merkmale und Stabilität

Nach diesen wichtigen Eigenschaften wird in einem Rudergerät Test geprüft

Ein Rudergerät sollte stabil stehen und auch bei intensiverer Bewegung nicht wegrutschen oder gar umkippen. Daher dreht sich ein Test und Vergleich um die Qualität der Verarbeitung, der Materialien und der Standfestigkeit des Rahmens und der Standfüße. Das Gewicht der Rudergeräte variiert im Test und Vergleich meistens zwischen 20 und 40 Kilogramm und spielt für die Stabilität eine wichtige Rolle.

Trainingscomputer, Messergebnisse und technische Details

Ein hochwertiges Rudergerät ist im Test mit einem Trainingscomputer ausgestattet, der die wichtigsten Messdaten anzeigt, darunter Geschwindigkeit, Zeit, Distanz, Kalorienverbrauch und Pulsschlag. Bewertet werden im Vergleich die Größe und Qualität des Displays, die Bedienung und Anzeige. Auch wird im Test nachgeprüft, wie präzise die Angaben auf dem Display sind.

Trainingseffekte und Wirkung

Das Trainingsergebnis und die Effizienz der Geräte spielen im Test und Vergleich für die Bewertung ebenfalls eine Rolle. Damit kann erfasst werden, wie schnell ein Muskelaufbau möglich ist, wie viele Kalorien verbrannt werden und wie sich das Rudern am Rudergerät im Test auf die Fettverbrennung auswirkt.

Was muss ich beim Kauf eines Rudergeräts beachten?

Ausstattung, Funktion, Bremssystem und Widerstand sind für ein Rudergerät wichtige Kaufkriterien. Aber auch andere Details können beachtet werden, damit der Aufbau leicht ist, das Gerät auch platzsparend verstaut werden kann und einen stabilen Halt bietet. Viele Rudergeräte können eingeklappt werden und nehmen wenig Platz weg. Trotzdem muss der Klappmechanismus genügend Stabilität bieten, damit die eigentliche Funktion des Rudergeräts nicht beeinträchtigt wird.

Art des Rudergeräts und Größe

Die Handhabung vom Rudergerät Testsieger im Test und Vergleich

Erhältlich sind kleine und schmale Rudergeräte, aber auch große mit umfangreicher Ausstattung. Modelle mit Seilzug sind dabei die gängigen, da diese das Training am Rudergerät stark vereinfachen. Auch ist der Konstruktionsumfang kompakter und übersichtlicher. Je nachdem, wie viel Platz zu Hause zur Verfügung steht, kann ein Rudergerät in entsprechender Größe ausgewählt werden.

Diese sollte auch an die eigene Körpergröße und das Gewicht angepasst sein. Die maximale Belastung ist von Herstellern für ihr Rudergerät angegeben, liegt zwischen 100 und 180 Kilogramm.

Widerstand und Bauart

Der Widerstand hängt vom Bremssystem ab und kann als Luft- oder Wasserwiderstand und als Magnetbremssystem gewählt werden. Einen sehr hohen Widerstand bieten vor allen Dingen Rudergeräte mit Luft- und Wasserantrieb. Beide imitieren den wirklichen Rudervorgang im Test und Vergleich am realistischsten. Angeboten werden auch immer mehr Kombi- und Hybridgeräte, die es mit Magnetbremsen- und Luftwiderstand-System gibt. Magnet- oder Wirbelstrombremsen sind besonders für ein intensives Training zu empfehlen, zeigen auch eine bessere Laufruhe.

Einstellbare Sitzhöhe und Anwendungskomfort

Viele Rudergeräte sind so konzipiert, dass die Sitzhöhe und Ausrichtung des Rudergeräts angepasst im Test werden kann. Das betrifft auch den Abstand zu den Pedalen. In Sachen Anwendungskomfort bevorzugen viele Sportler ein Rudergerät mit mehreren Widerstandsstufen und einer Auswahl an verschiedenen Trainingsprogrammen.

Dadurch kann das Training im Test intensiviert und gesteigert, auch auf einen ganz bestimmten Trainingsbereich ausgerichtet werden, z. B. als Training im maximalen Herzfrequenzbereich. Auch kann z. B. im Vergleich eine vorbestimmte Trainingsstrecke absolviert werden. Die Bedienung erfolgt bei modernen Rudergeräten über das Display oder über eine App per Smartphone.

Kurzinformationen zu den führenden Herstellern und Marken:

Rudergeräte gehören zu den beliebten Heimtrainern und sind daher auch von typischen und bekannten Herstellern und Marken im Handel und im Internet erhältlich. Für den Test und Vergleich garantieren die Markenprodukte eine hohe Qualität und Verarbeitung, den gewünschten Sicherheitsstandard und ein Sportgerät zur Leistungssteigerung.

Das Unternehmen „Hammer Sport AG” vermarktet Sport-, Trainings- und Fitnessgeräte. Wichtige und bekannte Marken, die zu „Hammer“ gehören, sind „Men’s Health“, „Finnlo“ und Mikasa“. Auch die Marke „Hammer“ ist im Handel gängig, wobei gerade bei Rudergeräten eine Auswahl mehrerer Serien der Trainingsgeräte und Heimtrainer zur Auswahl steht. Sie sind hochwertig in Qualität, Leistung und Aufbau, sehr stabil und geräuscharm.

Das Unternehmen „Christopeit” hat viele Heimtrainer und Profigeräte im Angebot, ist als Marke im Test auch in vielen Sportgeschäften vertreten. Die Rudergeräte bieten ein modernes und sportliches Design, sind etwas größer, haben eine große Schwungmasse und zeichnen sich durch Stabilität und Qualität aus. Kleinere Rudergeräte sind das „Lago“ und das „Accord“, die schon sehr günstig im Handel erhältlich sind.

Rudergeräte der Marke „First Degree“ werden von dem Unternehmen „First Degree Fitness“ angeboten. Es gibt eine Auswahl an klassischen Holzmodellen und modernen Rudergeräten aus Metall mit Schwungmasse und Bremssystem. Die Holzmodelle mit der Bezeichnung „Viking“ werden mit einem Flügelrad und Wassertank betrieben und sind besonders laufruhig.

Einige hochwertige Rudergeräte gibt es von „Sandika“, eine Marke, die für Outdoorprodukte, Zelte, Fahrräder, Heimtrainer und Fitnessgeräte steht. Die Modelle gehören zu den teureren im Test und Vergleich, bieten jedoch auch eine sehr hohe Qualität und Ausstattung. Rutschfeste Trittflächen, ein Multifunktionscomputer und eine moderne Technologie gehören dazu. Der Hersteller liefert zum Rudergerät im Test auch immer einen Brustgurt als Zubehör dazu.

Von “SportPlus” gibt es das Rudergerät neben anderen Sport- und Trainingsgeräten in hochwertiger Qualität. Das Unternehmen wurde 200 gegründet und ist in Deutschland einer der bekanntesten Sportgerätehersteller. Der Sitz ist in Hamburg. Zu den beliebtesten Rudergeräten von „SportPlus“ gehören Modelle mit Wasserwiderstand, mit Luftzirkulation und anderen Bremssystemen. Die Geräte werden sehr häufig in einem Test und Vergleich positiv bewertet.

„Concept 2 Indoor Rower” ist einer der ersten Hersteller von Rudergeräten mit Schwungrad und Luftwiderstandstechnologie und vermarktet seit mehr als 40 Jahren hochwertige Heimtrainer, darunter Laufbänder, Rudergeräte und Ergometer. Die Geräte sind teilweise Profigeräte, der Hersteller daher auch marktführend in Ruderergometern. Sie passen in das Konzept des Unternehmens, das als Ausrüster für den Rudersport und Skilanglauf bekannt geworden ist.

Fachhandel vs. Internet: wo kaufe ich mein Rudergerät am besten?

Rudergerät Testsieger im Internet online bestellen und kaufen

Im Internet, im Fachhandel und in vielen Sportgeschäften sind Rudergeräte als Heimtrainer erhältlich, die dabei auch an die Qualität von Profigeräten heranreichen. Dennoch bleibt die Auswahl im Handel auf die vertretenden Marken beschränkt, während online ein weitaus größeres Angebot zur Verfügung steht, der Kauf auch weltweit möglich ist.

Der Handel bietet den Vorteil einer persönlichen Beratung. Im Internet wiederum können Test- und Vergleichsseiten die Kaufentscheidung erleichtern. Die Bestellung ist natürlich bequemer und von zu Hause rund um die Uhr möglich, während die Lieferung heutzutage sehr schnell und zuverlässig erfolgt, so dass im Test und Vergleich immer mehr Verbraucher auf diese Einkaufsmöglichkeit zurückgreifen. Hersteller stellen ihre Produkte ausführlich vor. Anhand von Kundenrezensionen lässt sich hervorragend im Test überschauen, welches Rudergerät sich in der Praxis bewährt hat.

10 häufige Kriterien anhand von Kundenrezensionen – diese Vor- und Nachteile schildern Kundenrezensionen:

Rudergeräte sind im Internet relativ günstig erhältlich und werden daher auch häufiger von Kunden bewertet. Das betrifft verschiedene Marken, die in einem Preisbereich zwischen 300 und 1.400 Euro liegen. Daneben gibt es auch einige günstigere Rudergeräte, die als Einsteigergerät positiv bewertet werden, jedoch keine zu hohe Belastung und Langlebigkeit bieten. Kunden legen Wert auf eine hohe Qualität und geben daher gerne auch etwas mehr Geld aus. Bewertet werden der Zusammenbau, die Anwendung, der reibungslose Ablauf und ein sicherer Stand des Rudergeräts. Viele Kunden beziehen auch die Lieferbedingungen und den Kundenservice in ihre Bewertung mit ein.

Vorteile im Überblick

  • ein reibungsloser und leiser Bewegungsablauf
  • eine leichtgängige Nutzung mit stufenlosen Widerständen
  • ein komfortabler Sitz mit Kugellager
  • ein übersichtliches Display mit allen Trainingsdaten am Rudergerät
  • ein robuster und stabiler Rahmen
  • eine hochwertige Verarbeitung
  • stabile Fußpedale
  • eine gute maximale Auslastung
  • eine gute Auswahl an verschiedenen Trainingsprogrammen
  • eine leichte Bedienung

Nachteile im Überblick

  • ein schwieriger Aufbau und Zusammenbau des Rudergeräts
  • eine schlechte Konstruktion
  • die Unstabilität des Rahmens
  • ein lauter Betrieb
  • ein schwieriges Handling
  • eine schlechte Verarbeitung
  • ein unstabiler Seilzug
  • Griffe, die bei der Nutzung des Rudergeräts Blasen verursachen
  • technische oder mechanische Fehler am Rudergerät
  • ein schlecht ablesbares Display

Wissenswertes & Ratgeber

Die Entwicklung des Rudergeräts im Laufe der Zeit

Alles wissenswerte aus einem Rudergerät Test

Der Rudersport hat eine lange Tradition und ist aus der Fortbewegungsart über Wasser entstanden, die bereits in der Antike von Menschen mit der Hilfe von paddelähnlichen Holzstangen umgesetzt wurde. Selbstgebaute Boote erlaubten, die Jagd vom Land auf das Wasser auszudehnen und größere Distanzen schneller über Wasser zu überbrücken. Danach zeigte auch der Bau von Galeeren ein ähnliches System, das dem Rudern gleichkam.

Durch Kraftanstrengung und durch die Bewegung eines Ruders wurden die Schiffe im Vergleich bewegt, waren damit unabhängiger vom Wind und von der Wasserbewegung. Dass sich daraus im Test irgendwann ein Sport entwickeln würde, benötigte Zeit. Das Rudern selbst ist bis heute die Fortbewegung durch menschliche Kraft in einem Wasserfahrzeug, wobei ein Ruder als Hilfsmittel das Gleiten über Wasser gewährleistet.

Etwa im 18. Jahrhundert entstand das Rudern als beliebte Sportart und wurde zum ersten Mal in England eingeführt. Bis heute wahren die berühmten Universitäten von Cambridge oder Oxford im Test die Tradition des Rudersports als Wettkampf und Leistungskampf. Für ein Training, das unabhängig vom Wasser und Ruderboot stattfinden konnte, wurden dann im 19. Jahrhundert erste Rudergeräte gebaut, die mittels eines Schwungrads und später dann durch ein Hydrauliksystem das Kraft- und Ausdauertraining im Test und Vergleich erlaubten.

Die besten Ratgeber aus einem Rudergerät Test

Das Rudergerät im Test kann auch ein Ruderergometer sein. Diese wurden neben bekannten Rudergeräten, die bis in die 50er Jahre noch mit größeren Eisenrädern und einem mechanischen Bremssystem arbeiteten, etwa in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt und erlaubten die Messung der Ausdauer von Sportlern.
Ruderergometer erfüllen wiederum gegenüber dem herkömmlichen Rudergerät im Test erweiterte Aufgaben der Leistungsmessung, wodurch die Kondition gesteigert wird. Moderne Rudergeräte sind heutzutage im Vergleich jedoch auch so ausgestattet, dass über einen Trainingscomputer alle Messdaten abgelesen werden können, die für die Leistungskontrolle wichtig sind.

Etwa seit den 80er Jahren gibt es das Rudergerät im Test mit Luftwiderstand und Schwungrad. Weitere Entwicklungen mit anderen bekannten Bausystemen folgten, wobei das Rudergerät im Test eine gute Alternative zu anderen Trainingsgeräten wurde, da neben dem hohen Kalorienverbrauch die Kondition gestärkt wird und ein effizientes Muskel- und Ganzkörpertraining möglich ist.

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Rudergerät

Training am Rudergerät – Tipps und Tricks

Alle Zahlen und Daten aus einem Rudergerät Test und Vergleich

Das Training am Rudergerät kann auf den ganzen Körper ausgedehnt werden und gleichzeitig auch direkte Muskelbereiche ansprechen. Besonders Schultern, Arme, Bauch, Beine und Rücken werden gekräftigt. Das Rudergerät hilft, die Ausdauer zu verbessern und ist dabei deutlich schonender zu den Gelenken als z. B. das Joggen und Walken. Körperfett kann effizient im Test und Vergleich reduziert werden, wobei Kalorien verbraucht werden und die Muskulatur aufgebaut wird.

Die typische Ruderbewegung erfolgt in zwei nacheinander folgenden Phasen, die als Durchzug und als Vorrollen stattfinden. Der Durchzug ist die dynamische Bewegung des Kraftaufwands, das Vorrollen bietet die kurze Regenerationsphase und bereitet gleichzeitig auf den nächsten Durchzug vor. In der Ausgangsposition ist der Oberkörper nach vorne gebeugt, während die Rückenmuskulatur angespannt wird. Der untere Rücken muss dabei gerade sein, während auch der obere Rücken nicht zu stark gebeugt werden darf. Die Arme sind gerade ausgestreckt, die Bauchmuskeln werden angespannt. Dann erfolgt der Durchzug, der durch die Bewegung der Beine eingeleitet wird, die durchgestreckt werden.

Arme und Rücken bestimmen die Bewegung und werden mit Hilfe des Seilzugs nach hinten bewegt. Die Arme werden komplett bis zum Körper zurückgezogen, während sich der Oberkörper noch weiter nach hinten zurücklehnt. Alle Muskeln, die dabei beansprucht werden, sind angespannt, von den Beinen bis zu den Schultern hoch. Danach erfolgt das Abrollen als Entspannungsphase, wobei die Arme im Test und Vergleich nach vorne gestreckt werden und das Gesäß den Sitz nach vorne zieht. Der Trainierende kehrt so wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Häufige Fehler an einem Rudergerät – darauf sollte geachtet werden:

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Die richtige Haltung am Rudergerät bestimmt die Effizienz des Trainings. Erfolgt diese falsch oder ungünstig, kann das Rudern auch schnell eine Belastung für den Körper werden. Das betrifft Haltungsfehler im Test wie den Rundrücken oder eine zu stark gestreckte Rückenlage, eine falsche Koordination zwischen Armen und Knien, die zu starke Anspannung von Nacken und Schultern, zu weit abgewinkelte Ellenbogen und eine falsche Fußhaltung, z. B. in zu lockeren Fußschleifen.

Der Körper muss auf einem Rudergerät im Test immer eine gerade Linie zu Hüften, Knien und zu den Füßen bilden. Das Rudergerät gibt im Vergleich zu anderen Trainingsgeräten die Bewegung zwar immer vor, die Bewegungsabläufe müssen im Test jedoch dennoch flüssig erfolgen, damit sich der Trainingseffekt einstellt. Bei der Vorrollen und der Vorwärtsbewegung wird der Rücken nur sehr leicht nach vorne gebeugt. Vermieden werden sollte im Test jedoch, dass die Schultern beim Zurückziehen zu stark nach oben gezogen werden.Für das Training am Rudergerät ist etwas Übung notwendig, um den richtigen Rhythmus zu lernen und die Wiederholungen gleichmäßig durchzuführen.

Ein übermäßiges Zurücklehnen ist dabei im Vergleich nicht notwendig und zählt zu den Haltungsfehlern, die eine starke Belastung für die Lendenwirbel und die Bandscheiben bedeuten. Der Halt wird vielmehr über die Beinmuskulatur gewährleistet. Daher sollten die Fußschlaufen nicht zu locker sitzen, sondern straff um die Füße festgezogen werden. Die Schlaufe sollte etwa knapp über dem Mittelfuß sitzen, wodurch im Test und Vergleich das Abrutschen vermieden werden kann.Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Handgelenke nicht einknicken, was die Gelenke belastet und auch zu Schmerzen führen kann.

Stiftung Warentest Rudergerät Test – die Ergebnisse

Ein Test und Vergleich von Rudergeräten hat weder Stiftung Warentest noch ÖKO Test vorgestellt. Aufgrund der wachsenden Nachfrage kann jedoch auf andere Test- und Vergleichsseiten zurückgegriffen werden, die eine Reihe der besten Modelle vorstellen und ausführlich in ihren Vor- und Nachteilen beschreiben. Bei den Heimtrainern waren bislang Rudergeräte in Einzeltests noch weniger vertreten. Mittlerweile gibt es jedoch den Vergleich von Produkten verschiedener Hersteller.

Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema „Rudergerät“:

Wie lange sollte ein effizientes Training am Rudergerät dauern?

Alle Fakten aus einem Rudergerät Test und Vergleich

Das Training am Rudergerät ist vor allen Dingen ein Konditionstraining mit starkem Kalorienverbrauch. Damit die Fettverbrennung und der Stoffwechsel richtig angekurbelt werden und auch der Kreislauf in Schwung gebracht wird, empfiehlt sich ein Training, das mindestens 45 bis 60 Minuten dauert.

Nur so ist auf dem Rudergerät im Test auch der Muskelaufbau möglich, der Schultern, Rücken, Arme und Beine betrifft. Auch ein Bauchtraining ist durch die Anspannung beim Rudern möglich.

Worauf sollten Anfänger beim Training am Rudergerät achten?

Viele sportliche Aktivitäten erfordern ein genaueres Befassen mit der Materie, damit Fehler und Verletzungen vermieden werden. Wichtig beim Training am Rudergerät im Test und Vergleich sind die richtige Technik und Haltung. Nur so lässt sich ein Maximum an Kraft und Ausdauer herausholen.

Die aufrechte Haltung, wobei der Oberkörper nie zu stark nach vorne und nach hinten gebeugt wird, ist genauso wichtig, wie ein sicherer Halt durch Sitz und Fußschlaufen. Die Nutzung der Handgriffe stärkt Arme, Schultern und Rücken. Sie können von oben oder unten mit der Hand gegriffen werden. Für Anfänger ist der Griff von oben günstiger und leichter.

Was bedeutet am Rudergerät die optimale Körperlinie?

Der Körper bildet mit der Hüfte zu den Knien und Füßen immer eine gerade Linie. Dadurch wird vermieden, dass sich die Knie im Test zu stark nach innen oder nach außen neigen. Auch die Bewegung wird an die Beinhaltung angepasst. Durch die optimale Körperlinie ist die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung gelenkschonend und kraftvoll möglich.

Wie sieht die richtige Kraftverteilung am Rudergerät aus?

Das beste Zubehör für Rudergerät im Test

Profis sprechen von einem Verhältnis von 60 zu 30 zu 10, aus der sich die optimale Technik zusammensetzt, damit die Kraftverteilung effizient erfolgt. 60 Prozent Kraft kommen aus den Beinen, 30 Prozent im Test und Vergleich aus dem Rumpf und 10 Prozent aus der Armbewegung. Dennoch werden auf dem Rudergerät viele Muskeln auf einmal angesprochen, was durch die Art der Trainingseinheit bestimmt wird. Während das Widerstandssystem sich am Rudergerät unterscheiden kann, ist die Technik bei allen Geräten im Test und Vergleich dieselbe. Eine Zug- und Druckphase wird durch die Erholungs- und Abrollphase ergänzt. Dabei wird ein- und ausgeatmet.

Ist eine Aufwärmphase für das Training am Rudergerät notwendig?

Das Rudergerät gehört zu den wenigen Sportgeräten, die keine Aufwärmphase benötigten, da das Training langsam und gelenkschonend beginnen kann, wobei im Vergleich auch die Muskulatur auf das Training vorbereitet wird.

Ein vorangegangenes Stretching und Dehnen ist daher nicht notwendig. Die ersten 5 bis 10 Minuten kann das Training am Rudergerät langsam und leicht beginnen, bis sich der Körper erwärmt hat und gut durchblutet wird. Dann folgt das Haupttraining mit großem Kraftaufwand, danach eine Erholungsphase, bei der die Kraft wieder verringert wird. 

Welcher Maximalpuls ist am Rudergerät sinnvoll?

Die besten Alternativen zu einem Rudergerät im Test und Vergleich

Um die Fettverbrennung anzukurbeln und durch Ausdauer und Kraft den Körper zu kräftigen, sind im Vergleich zunächst beide Phasen des Rudertrainings notwendig, die dann im Bereich eines Maximalpuls von 40 bis 60 Prozent erfolgt. Gemessen werden kann die Pulsfrequenz am eigenen Rudergerät und Trainingscomputer. Hier lohnt der Einsatz von Brustgurten oder einem Ohrclip.

Wie viele Kalorien können mit einem Rudergerät verbrannt werden?

Das hängt von der Effizienz des Trainings und von der Stärke des Widerstands ab. Am Rudergerät ist das Reduzieren des Körperfetts hervorragend möglich, da gleichzeitig auch sehr viele Muskeln im Test und Vergleich beansprucht werden. Das erlaubt einen Kalorienverbrauch zwischen 500 und 700 kcal pro Stunde, wenn das Training etwa 30 bis 45 Minuten kraftvoll umgesetzt wird.

Welche Übungen sind am effizientesten am Rudergerät?

Das Rudergerät ermöglicht im Vergleich zunächst ein gutes Gesamtkörpertraining und die Kräftigung von Rücken, Armen, Schultern und Beinen, wobei der Bewegungsablauf durch den Aufbau des Rudergeräts im Test vorgegeben ist. Viele Modelle besitzen erweiterte Zuggriffe und können auch in verschiedenen Positionen benutzt werden. Möglich sind Übungen wie das klassische Rudern, der seitliche Zug, das Ziehen der Seilzüge über den Kopf oder im Stehen für die Kräftigung der Armmuskulatur.

Welches Zubehör gibt es für das Rudergerät?

Vorteile aus einem Rudergerät Testvergleich

Das Zubehör für ein Rudergerät ist im Lieferumfang nicht immer enthalten, einige Hersteller bieten im Vergleich jedoch eine umfangreiche Ausstattung. Für das Rudergerät kann eine Dämm- oder Bodenschutzmatte sinnvoll sein, um den Stand zu stabilisieren und Kratzer auf dem Boden zu vermeiden.

Besonders beliebt ist ein Puls- oder Brustgurt, über den dann auch die Pulsmessung während des Trainings möglich ist. Im Lieferumfang enthalten können zusätzliche Zuggriffe sein, die eine Vielzahl an Übungen möglich machen. Auch gibt es im Handel verschiedene Sitzpolsterungen, Schonbezüge und Abdeckungen für den Sitz oder eine Rückenlehne. Damit das ausgiebige Training keine Blasen an den Händen verursacht, empfiehlt sich im Test und Vergleich das Tragen von Sporthandschuhen.

Warum ist Rudern so gesund?

Das Rudern gehört im Vergleich zu den kraftorientierten Ausdauersportarten im Test. Die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining bieten sehr wenige Sportarten. Während am Ergometer oder Ellipsentrainer, beim Walken, Joggen und Fahrradfahren vor allen Dingen die Ausdauer verbessert werden kann, ist Krafttraining mit Geräten und Gewichten, auch als Eigengewichtsübung möglich.

Am Rudergerät dagegen wird der Kreislauf ordentlich in Schwung gebracht und fast 85 Prozent der Muskulatur beansprucht. Besonders der Rücken wird gut gekräftigt, die Wirbelsäule gestärkt. Am Rudergerät gibt es im Test, ähnlich wie beim Schwimmen, keine einseitige Belastung. Dazu werden die Gelenke beim Training auf dem Rudergerät geschont.

Links und Quellen

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War es die Lust am Fahrradfahren oder das Verlangen, etwas zu verändern, das mich dazu brachte, mit dem Kurierfahren anzufangen? Schließlich sehe ich es durchaus als politisch an, der Logistikbranche und der auf Autos ausgelegten Stadt Alternativen aufzuzeigen und einen männerdominierten Beruf auszuüben. Doch je länger ich den Job mache, desto mehr wird mir bewusst, wie politisch es ist, Fahrradkurierin in einer stark sexistischen Umgebung zu sein.

Als Fahrradkurierin liefere ich Dokumente, Briefe und Proben aus. Alles, was auf dem schnellstmöglichen Weg innerhalb der Stadt von A nach B transportiert werden muss. Aber auf dem Fahrrad, auf den Straßen, umgibt mich der permanente Sexismus.

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Mir wurden die vulgärsten Beleidigungen hinterhergerufen. Klar, im Verkehr reagieren Menschen häufig emotional, weil es um Überlebensängste geht. Natürlich fluche ich auch und liebe es! Es ist befreiend. Ich denke, wenn jede*r einmal am Tag laut herausschreien würde, wären wir insgesamt viel ausgeglichener. Doch warum müssen es dauernd irgendwelche abfälligen Wörter über Sexarbeit sein? Wenn du immer wieder zu hören bekommst, dass entweder du oder deine Mutter eine Nutte ist, ob ich nicht einsteigen will oder wie teuer blasen bei mir ist, ermüdet dich das irgendwann nur noch. Es ist auch nicht das eine Hinterherpfeifen oder der Kommentar über meinen Körper, sondern die Häufigkeit dessen. Die permanente Reduzierung.

Eine Studie der Foundation for European Progressive Studies ergab, dass mehr als zwei Drittel der Frauen in den größten EU-Ländern sexistisches Verhalten oder sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt haben. Im beruflichen Umfeld weiß man meist, wer es war. Das macht es Frauen* leichter, gegen den Sexismus vorzugehen. Vorausgesetzt, sie überwinden die (berechtigte) Angst, dass es ihrem Ruf oder Rang schadet. Doch in meinem Job auf der Straße sind es Fremde. Geschützt in der Anonymität und mit der Gewissheit, dass es sie nicht verfolgt, erlauben die Männer sich mehr.
Ich weiß nicht, ob ich außerhalb der Arbeit Anmachen nicht so stark wahrnehme oder ob das vermeintlich professionelle Aussehen eher dazu einlädt.

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Und wenn du die einzige weibliche Person in deinem Arbeitsumfeld bist, ist das ganze Augenmerk auf dich gerichtet. Ich fühlte mich entblößt, als zwei Kollegen aus dem Büro mich letzten Sommer bei 38 Grad begrüßten mit den Worten: „Na, du hast ja ein kurzes Höschen an, willst wohl die Straße unsicher machen?“ Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, was ich anziehe. Ich sah oberkörperfreie Essenslieferanten und muss sagen, dass mich genauso wenig der Anblick eines 70-jährigen Hinterns in einem Rennradhöschen beglückt. Aber er zieht es eben an, weil sie ihren Zweck erfüllen soll. Und ich dachte, dass meine Hose genauso wahrgenommen wird. Bis dieser Kommentar kam.

Mal wird ein starker Mann über den Funk gerufen, um Möbelstücke oder Ähnliches zu tragen. Mal wirst du gefragt, ob du die Tour wirklich fahren kannst, weil es ja schon ganz schön weit sei. Eine andere Kurierin und ich wurden von Kund*innen weggeschickt, weil diese entschieden, dass wir deren Kunstgalerie nicht abbauen können. Nach langem Diskutieren hatten wir letztlich die Ehre und wurden dafür gelobt, wie schnell wir waren. Doch da war es wieder: Das Gefühl, alles geben zu müssen, nur um den Erwartungen der schwachen Frauen etwas entgegenzusetzen.

Linke Kurier*innenkollektive wie Fahrwerk oder Crow in Berlin versuchen bewusst, dagegen anzugehen. In klassischen Unternehmen wie dem, für das ich fahre, kann davon keine Rede sein. Zwei bis drei Frauen fahren aktuell, jedoch nicht Vollzeit. Was bei 50 Kurier*innen in dem gesamten Unternehmen recht wenige sind.

Diese Unterrepräsentanz ist etwas, womit sich wohl viele Frauen* in körperlichen Berufen auseinandersetzen müssen. So waren vergangenes Jahr nur rund 20 Prozent der Beschäftigten im Handwerk weiblich.

Ich wollte Kurierin werden und hatte dennoch Angst, dass ich es nicht schaffe. Mittlerweile weiß ich, dass ich gut darin bin. Ich liebe das Freiheitsgefühl und ich möchte, dass Mädchen die Furcht davor verlieren, Sport oder andere Leidenschaften auszuüben, weil sie das einzige Mädchen sein könnten. Ich bin froh darüber, dass ich die Angst überwunden und gelernt habe, meine Meinung zu sagen. Ich erwarte nicht, dass sich alle stets perfekt verhalten. Ich fluche auch, wenn ich durch die Stadt fahre. Unter anderem, um ernst genommen zu werden. Das sollte doch wohl drin sein.

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