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Auch in diesem Jahr hatte die elfköpfige Jury ein ganzes Wochenende lang gut zu tun, um aus den über 800 vorausgewählten Bildern die beeindruckendsten zu küren. Insgesamt wurden in Deutschland vom 1. bis 30. September mehr als 16.000 Bilder im Rahmen des Wettbewerbs hochgeladen.

Hanna Klein

26. Oktober 2023

Die Aufnahmen der Gewinner*innen zeigen Kultur- und Baudenkmäler von ihrer manchmal schönsten, manchmal besonderen Seite: Einige versetzen in Staunen über den unangetasteten Zustand des aufgenommenen Bauwerks als Relikt der Vergangenheit, andere aufgrund ihrer durch Licht- und Wetterverhältnisse entstandene atmosphärische Komposition.

Vergangenes mit der Gegenwart verbinden

Die Aufnahmen setzen Kontraste, etwa wenn sie durch Elemente der Gegenwart ergänzt werden, die die aktuelle Nutzung hervorheben. So zeigt das Siegerfoto die mittelalterliche Marksburg in ihrem vollständig erhaltenen Zustand. Im Hintergrund fällt der Blick auf drei Schornsteine der Blei- und Silberhütte Braubach, die um 1900 errichtet wurde. Beide Objekte stehen unter Denkmalschutz als Kultur- bzw. Industriedenkmal. Genau das macht’s so spannend: Betrachten wir die Baudenkmäler nicht für sich, sondern im Kontext von Industrie- oder Kulturlandschaft, so erfahren wir, wie sich ihre Rezeption in der Zwischenzeit gewandelt hat und immer weiter wandelt.

Die Top 5 Gewinnerbilder

Den Link zu allen 100 Gewinnerbildern von Wiki Loves Monuments finden Sie am Ende des Artikels.

Der Auswahlprozess der Jury: mühevoll aber lohnend

Bei der Auswahl ging die Jury äußerst kleinteilig vor: Aus den über 800  besten Einreichungen wurden in der Vorwoche durch jedes Jurymitglied Bewertungspunkte pro Bild vergeben. Zur Abstimmung wird ein speziell für den Wettbewerb programmiertes Tool genutzt. In das Wochenende ging die Jury dann mit knapp 200 Bildern, die zunächst auf Dubletten geprüft wurden und dann erneut – diesmal mit offener Diskussion – einzeln bewertet wurden. Das Ergebnis der besten 100 wurde dann noch einmal gemeinsam durchgesprochen, bis ein Konsens erreicht wurde. Von mehreren – neuen wie „alteingesessenen“ – Jurymitgliedern wurde zum Abschluss des Wochenendes die Wertschätzung hervorgehoben, die sowohl den eingereichten Arbeiten gegenüber als auch im gegenseitigen Umgang zu spüren war.

Alle eingereichten Bilder sind auf Wikimedia Commons zu finden und unter freier Lizenz nutzbar.

Preisverleihung am 10. November in Berlin und online

Am 10. November findet die Preisverleihung von Wiki Loves Earth und Wiki Loves Monuments im Nicolaihaus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Berlin statt. Die zehn besten Fotos der deutschlandweiten Wettbewerbe ziehen in die internationalen Wiki Loves-Wettbewerbe, deren Gewinner*innen im ersten Halbjahr 2024 verkündet werden. Wir drücken allen Finalist*innen die Daumen.

Zu den Top 100

Alle eingereichten Bilder

Zur Preisverleihung

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Twitter/X Ausstieg

Nach langem Überlegen haben wir uns dazu entschieden, nicht mehr über die Arbeit von Wikimedia Deutschland bei X, früher Twitter, zu kommunizieren. Die Entwicklung des Microbloggindienstes seit der Übernahme durch Elon Musk ist nicht mit unseren Werten vereinbar.

Franziska Kelch

26. Oktober 2023

Wikimedia Deutschland steht seit knapp 20 Jahren für Freies Wissen. Twitter, jetzt X, war dabei eine wichtige Plattform, um unsere Argumente nach außen zu tragen und darüber in den Austausch zu gehen. Seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk haben wir die Veränderungen auf der Plattform aufmerksam verfolgt. Sie stehen im Konflikt zu unseren Werten.

Wir stehen für Beteiligung und freien Zugang

Die Grundidee hinter den Wikimedia Projekten lautet: Das Wissen dieser Welt soll allen frei zugänglich sein. Und alle Menschen, die sich für Freies Wissen einsetzen wollen, sollen das tun können. Daher fördern wir die Freiwilligen-Communitys, die zu Wikimedia Projekten beitragen. Wir setzen uns für politische Rahmenbedingungen ein, die Freies Wissen und offene Daten begünstigen. X entwickelt sich immer mehr zu einer Plattform, die Beteiligung aktiv verhindert. Reichweiten werden willkürlich verändert und unliebsame Stimmen unsichtbar gemacht. Auch der freie Zugang ist in Gefahr. Wer sich eine Bezahlvariante nicht leisten will oder kann, wird mehr und mehr ausgeschlossen.

Wir stehen für Diversität und respektvolle Zusammenarbeit

Wir heißen alle willkommen, die zum Freien Wissen beitragen wollen – unabhängig von Alter, Religion, Geschlechtsidentität, persönlichen Bedürfnissen, Herkunft oder sexueller Orientierung. Und wir fördern offene, partnerschaftliche und rücksichtsvolle Bedingungen in den Wikimedia Projekten. Seit der Übernahme durch Elon Musk ist Twitter nachweislich offener für Hass geworden. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit werden Hetze und Lügen verbreitet. Das Debattenklima hat sich deutlich nach rechts verschoben.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, unseren Account stillzulegen. Wir freuen uns auf einen respektvollen Austausch auf unseren anderen Kanälen.

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Unsere Werte

Beteiligung, Diversität, freier und offener Zugang, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und respektvolle Zusammenarbeit – diese Werte machen Wikimedia Deutschland im Kern aus. Mehr dazu unter https://www.wikimedia.de/werte.

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Neue Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik

Foto: Pixabay/Markus Distelrath

Der Ausbau von Radwegen benötigt von der Planung bis zur Umsetzung bisher sehr viel Zeit. Dasselbe gilt für das Parkraummanagement in den Kommunen. Aus diesem Grund beauftragte Agora Verkehrswende das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) mit der Analyse typischer Verwaltungsabläufe, die für den Ausbau von Radwegen und die Einführung von Parkraumbewirtschaftungszonen praktiziert werden. Ziel war es zu ermitteln, welche Umsetzungshindernisse bestehen und warum einige Kommunen bereits zügig vorankommen.

Die nun veröffentlichte Difu-Analyse zeigt, dass die für vergleichbare Aufgaben benötigte Zeit von Kommune zu Kommune stark variiert. So gelingt es manchen Kommunen, mehr als doppelt so schnell in der Umsetzung zu sein, wie vergleichbare andere Städte. Als zentrale „Stellschrauben“, die das Tempo beeinflussen können, wurden folgende Aspekte identifiziert: kommunalpolitische Grundsatzbeschlüsse, engagierte Führungskräfte, spezialisiertes Projektmanagement, effizienter Personaleinsatz und Digitalisierung.

Darüber hinaus zeigte die Difu-Studie, dass alle Städte mit demselben Hindernis zu kämpfen haben: Sie kämen deutlich schneller voran, wenn nicht der bundesrechtliche Rahmen aus Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Straßenverkehrsordnung (StVO) den Kommunen bei diesen Aufgaben aufwändige Begründungspflichten vorschreiben würde. Die aktuelle Reform des Straßenverkehrsrechts könnte die Handlungsspielräume also deutlich verbessern.

Ein wichtiges Instrument hat die Kommunalpolitik jedoch selbst in der Hand: Sie kann beispielsweise Grundsatzbeschlüsse zur Einführung einer Parkraumbewirtschaftung in definierten Stadtgebieten oder durchgängigen Radverkehrsnetzen fällen. Diese geben der Verwaltung einen klaren Auftrag, Rückendeckung und ersparen wiederkehrende Diskussionen und Beschlüsse für jede neue Maßnahme.

Auch die Verwaltung kann durch die Bündelung von Aufgaben und Entscheidungskompetenzen deutlich schneller werden. So hat die Stadt Bielefeld ihre Behörden für Verkehrsplanung und verkehrsrechtliche Anordnung unter dem Dach eines Mobilitätsamts zusammengefasst und das Arbeiten in Projektteams eingeführt, um die verwaltungstypischen Hierarchien aufzulösen und schnelle Entscheidungen herbeizuführen. In Hamburg übernimmt der Landesbetrieb Verkehr fast alle Aufgaben für die Einführung und den Betrieb neuer Parkzonen. Dieses Verfahren benötigt nur halb so viel Zeit wie in anderen Städten.

Die durch den Fachkräftemangel unbesetzten Stellen verursachen einen weiteren Bearbeitungsstau. Die Difu-Analyse offenbarte hier, dass Personal mit Ingenieurs- oder Verkehrsplanungsausbildung bisher auch Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerbeteiligung oder Koordinierung zwischen verschiedenen Abteilungen und Ämtern übernehmen muss. Aus diesem Grund steht ihnen oft nur ein Drittel ihrer Arbeitszeit für die tatsächliche Radverkehrsplanung zur Verfügung. Hier könnte zusätzliches Personal für die Kommunikation und Administration die Planerinnen und Planer entlasten und für eine effektivere Nutzung dieses Know-hows sorgen.

Viele Aufgaben sind ohne den Einsatz digitaler Tools kaum noch zu bewältigen. Die Kommunen sollten diese Tools intensiv einsetzen und die Vorteile der Digitalisierung nutzen. Cloud-basiertes Datenmanagement und Geoinformationssysteme verbessern das interne Wissensmanagement und die Transparenz nach außen. Sie entlasten die Ämter bei der großen Zahl von parlamentarischen Anfragen, sie können eingesetzt werden, um Bürgerinnen und Bürger effizient zu informieren und auch zu beteiligen. Bei der Parkraumbewirtschaftung können die digitale Ausstellung von Bewohnerparkausweisen sowie digital unterstützte Kontrollen mithilfe sogenannter Scan-Cars – die derzeit in Deutschland rechtlich noch nicht erlaubt sind – Arbeitszeit und Personal sparen.

Die Studie „Vom Plan auf die Straße. Wie Kommunen den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur und ­Parkraummanagement beschleunigen können“ steht hier kostenfrei online zur Verfügung.

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The World Flying Disc Federation (“WFDF”) has watched with horror at the ongoing humanitarian disaster that continues in the Middle East. We have member federations in both Israel and Palestine and we understand that the situation impacts the whole flying disc community in the region. In light of this ongoing crisis, WFDF President Robert “Nob” Rauch issued this brief comment:

“We are devastated by the ongoing violence that has engulfed Palestine and Israel and by the resulting devastation in the region. At WFDF, we condemn violence, attacks and the loss of life in all its forms. We believe in the inherent value of every human life and hope for peace. Our heartfelt thoughts are with our disc communities in the region and their families.”