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(Bild: Lightspring / shutterstock.com)

Bei den externen Whistleblower-Meldestellen des Bundes sind bislang über 100 Hinweise eingegangen. Unternehmen müssen Meldestellen bis Dezember einrichten.

Seit dem Inkrafttreten des sogenannten Whistleblower-Gesetzes sind bei der neu geschaffenen externen Meldestelle des Bundes mehr als 100 Hinweise eingegangen. Wie eine Sprecherin des Justizministeriums auf Anfrage mitteilte, hat die beim Bundesamt für Justiz angesiedelte Meldestelle von Anfang Juli bis zum 12. September insgesamt 113 Meldungen erhalten. Die meisten davon gingen den Angaben zufolge über ein Online-Formular ein.

Auch die Beratungsleistung der Meldestelle werde rege in Anspruch genommen, sagte die Sprecherin. Sie wies zudem darauf hin, dass die externe Meldestelle des Bundes einen "regelmäßigen fachlichen Austausch" mit den Hinweisgeberstellen des Bundeskartellamts und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht pflege.

Am 2. Juli war das Hinweisgeberschutzgesetz in Kraft getreten [1]. Es soll Menschen, die Missstände aufdecken, vor Entlassung und Schikanen schützen. Behörden und Unternehmen müssen Anlaufstellen schaffen, die Meldungen zu Betrügereien, Korruption oder zu Verstößen gegen Tierschutz- oder Umweltschutzregeln entgegennehmen. Mit dem Gesetz wurde mit Verspätung eine entsprechende EU-Richtlinie umgesetzt.

Laut Gesetz müssen Behörden und Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern Anlaufstellen schaffen, die Meldungen von Hinweisgebern vertraulich entgegennehmen und bearbeiten. Wer gegen das Gesetz verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Zusätzlich wurde die externe Meldestelle beim Bundesamt für Justiz geschaffen, wo derzeit elf Menschen beschäftigt sind, zum Teil in Teilzeit. Die Meldestelle wird zudem von der IT-Abteilung und anderen Mitarbeitern des Bundesamtes unterstützt. Das Gesetz stellt es Whistleblowern frei, ob sie Verstöße intern oder extern melden.

In ihrem Online-Formular warnt die Meldestelle des Bundes vor Falschbeschuldigungen. In den Ausfüllhinweisen heißt es unter anderem: "Bitte beachten Sie auch, dass der Schutz des Hinweisgeberschutzgesetzes beispielsweise gegen Repressalien wegen einer Meldung nur dann gilt, wenn Sie zum Zeitpunkt der Meldung hinreichenden Grund zur Annahme hatten, dass die von Ihnen gemeldeten Informationen der Wahrheit entsprechen." Vorsätzlich falsche Angaben könnten darüber hinaus strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Zur Zahl der bei internen Meldestellen von Unternehmen und Behörden seit Inkrafttreten des Gesetzes eingegangenen Meldungen liegen dem Bundesjustizministerium nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse vor. "Die Einrichtung interner Meldestellen liegt im ureigenen Interesse der Beschäftigungsgeber, da sie nur so die Gelegenheit haben, einen Verstoß intern abzustellen, und dieser nicht direkt an eine externe Meldestelle gemeldet und somit nach außen getragen wird", hieß es aus dem Ministerium.

Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten haben für die Einrichtung interner Meldestellen bis zum 17. Dezember 2023 Zeit. Sie können auch mit anderen Unternehmen zusammen eine gemeinsame Meldestelle betreiben. Die Einrichtung interner Meldestellen soll den Unternehmen zudem dadurch erleichtert werden, dass Dritte mit dieser Aufgabe beauftragt werden können oder diese innerhalb des Konzerns zentral bei der Konzernmutter angesiedelt werden kann. Das Gesetz sieht eine Geldbuße für Arbeitgeber vor, die der Pflicht zur Einrichtung einer internen Meldestelle nicht nachkommen.

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URL dieses Artikels:https://www.heise.de/-9307579

Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/hintergrund/Deutsches-Whistleblower-Gesetz-tritt-in-Kraft-Was-das-fuer-Unternehmen-bedeutet-9159013.html[2] mailto:bme@heise.de

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Balkonkraftwerke sind gut geeignet, um die eigenen Energiekosten zu senken. Die günstigen Mini-PV-Anlagen sind mittlerweile für weniger als 400 Euro sogar beim Discounter erhältlich. Wie unsere zeigt, unterscheiden sich die Angebote aber nicht nur in Hinblick auf die Leistungsdaten. Der Umfang des mitgelieferten Zubehörs und die Qualität der Anleitung sind weitere wichtige Merkmale.

Unsere bisherige Testerfahrung zeigt, dass man sich hier beim Fachhändler meist weniger eigene Gedanken machen muss als bei manchen Herstellern oder dem Discounter-Angebot. Bei der Suche nach Shops findet man allerdings hunderte ähnliche Angebote. Wie aber unterscheiden sich die Shops und worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Wir haben uns die Angebote von acht Shops genau angesehen und uns anonym per Mail beraten lassen. Die Ergebnisse unseres Tests zeigen wir in diesem Artikel.

Für unseren Ratgeber haben wir uns acht Händler für Balkonkraftwerke genau angesehen. Dazu haben wir das Produktportfolio, den Servicebereich und den schriftlichen Support überprüft und verglichen.

Für den Test haben wir kleinere Anbieter und auch große Shops mit eigenem Händlerbereich berücksichtigt. Primär haben wir uns Anbieter angeschaut, die uns in Foren, den sozialen Medien und den Google-Suchergebnissen ins Auge gesprungen sind. Dazu gehören auch die beiden Anbieter Priwatt und Yuma, deren Mini-PV-Anlagen wir bereits getestet haben – vom anonymen Test erfahren sie allerdings erst durch diesen Ratgeber.

Konkret haben wir uns folgende Shops für Balkonkraftwerke vorgeknöpft:

Für unverfälschte Ergebnisse auf unsere schriftliche Anfrage haben wir diese unter einem Pseudonym von einer neutralen E-Mail-Adresse verschickt. Die Anbieter gehen also von einer Standard-Anfrage aus und behandeln diese entsprechend.

Weiter geht es mit dem Sortiment der Shops. Während einige Anbieter wie Priwatt und Mc-Sonne lediglich Balkonkraftwerkssets in unterschiedlichen Ausführungen im Angebot haben, bekommt man in anderen Shops wie EPP-Solar oder Mein-Solar-Shop auch Einzelkomponenten wie Wechselrichter, Panels und Zubehör. Speicherlösungen für Balkonkraftwerke (Top 3: Speicher für Balkonkraftwerke) haben mehr als die Hälfte der Anbieter im Sortiment.

Grundsätzlich sind die im Set verkauften Balkonkraftwerke sofort nach dem Aufbau einsetzbar – ob die mitgelieferten Komponenten aber auch für eine vernünftige und dauerhafte Montage ausreichen, steht auf einem anderen Blatt. Für das Balkonkraftwerk von Ecoflow (Testbericht) fehlten etwa Fensterdurchführungen und ein Verlängerungskabel. Beim Kraftwerk vom Discounter Netto (Testbericht) gehört hingegen nicht einmal die Halterung für die Photovoltaik-Panels zum Lieferumfang. Beim Set von Priwatt (Testbericht) sind neben Verlängerungen auch Schutzkappen im Paket. Bei der Auswahl des Sets muss man also genau planen und unbedingt auf den Lieferumfang achten.

Zubehör für das Balkonkraftwerk Bild: TechStage.de

Aus unserer Sicht ist es hier vor allem wichtig, dass optional benötigtes Zubehör wie Verlängerungskabel, Strommessgeräte (Ratgeber) und Ähnliches verfügbar ist. Für eine vernünftige Montage muss man dann nicht zusätzlich an anderer Stelle bestellen. Das wichtigste Grundzubehör bieten aber alle genannten Shops.

Wir beginnen mit dem Service-Angebot der Anbieter. Fast alle Shops bieten neben dem Verkaufsbereich immerhin ein Minimum an Informationen rund ums Thema Balkonkraftwerk. Meistens gibt es diese in Form einer Frage&Antwort-Liste (FAQ).

Die fällt etwa bei Mein-Solar-Shop und Solakon mit insgesamt elf bis zwölf beantworteten Fragen sehr rudimentär aus. Bei Yuma gibt es im Vergleich rund sechs Themengebiete mit insgesamt über 80 beantworteten Einzelfragen, was wir vorbildlich finden. Auch der Infobereich von Mc-Sonne kann sich sehen lassen. Hier gibt es neben ausführlichen Antworten auch eine Übersicht, in welchen Gebieten eine finanzielle Förderung möglich wäre. Bei Maxxisun ist der FAQ-Bereich zwar ebenfalls recht knapp, allerdings gibt es hier neben den Informationen zur Anmeldung des Balkonkraftwerks auch gleich die dazu benötigten Dokumente zum Download. Noch bequemer wird es beim Shop Priwatt. Hier gibt es einen praktischen Anmeldeservice beim Kauf und man muss sich nicht selbst um die Eintragungen kümmern. Außerdem stehen hier ein Ertragsrechner und eine Checkliste für die Planung des eigenen Balkonkraftwerks und einige interessante Tutorial-Videos im Servicebereich bereit. Die Seite EPP-Solar bietet statt eines klassischen Frage-Antwort-Bereichs einen Blog und diverse Video-Tutorials. Beides ist zwar ordentlich gemacht, allerdings empfinden wir die Seite im Vergleich am unübersichtlichsten. Auch Greensolar nutzt einen Blog statt eines Fragen-Katalogs. Mit sechs Einträgen gibt es hier aber nur wenige Antworten.

Der Umfang an Zubehör unterscheidet sich ähnlich stark, wie die Qualität der Anleitungen. Bild: TechStage.de

Anleitungen und Datenblätter zum Herunterladen gibt es nur bei Greensolar, EPP-Solar, Mein-Solar-Shop und Solakon. Mc-Sonne bietet beim Kauf gleich einen optional buchbaren Aufbauservice für das Balkonkraftwerk. Wer seine Anlage nicht selbst installieren will, findet hier Hilfe. Die Kosten von 200 bis 300 Euro kann man sich nach unserer Erfahrung aber sparen.

Insgesamt bieten Priwatt, Mc-Sonne und Yuma umfangreichsten Servicebereich im Vergleich der acht Anbieter.

Da wir im Zuge unserer Einzeltests von Balkonkraftwerken auch negatives Feedback zu einigen Anbietern von unseren Lesern bekommen haben, haben wir außerdem den schriftlichen Support der Shops getestet. Dazu haben wir uns unter einem Pseudonym eine E-Mail-Adresse erstellt und damit eine Anfrage an die Anbieter geschickt. Neben einfachen Standardfragen geht es dabei auch um beratungsintensivere Themen, wie den möglichen Ausbau eines Sets.

Zu unserer Überraschung haben wir von sechs der acht Shops noch am selben Tag eine Antwort auf unsere ausführliche Anfrage bekommen. Die Mails von EPP-Solar und Mc-Sonne kamen je am nächsten Arbeitstag. EPP-Solar und Maxxisun haben zwar zurückgeschrieben, allerdings verweisen sie in der schriftlichen Antwort nur auf den telefonischen Support, was wir schade finden. Immerhin haben wir beide Anbietern dann auch telefonisch erreicht – unsere beiden zugegebenermaßen mäßig anspruchsvollen Fragen wurden einwandfrei und sofort beantwortet.

Die anderen sechs Shops haben alle überraschend gute Antworten geliefert. Statt viel Marketing und dem Verweis auf die eigenen Produkte steht hier tatsächlich die Beantwortung der Kundenfrage im Vordergrund. Die Mails von Mc-Sonne, Mein-Solar-Shop und Solakon waren im Vergleich zwar am knappsten, unsere Fragen wurden aber alle beantwortet. Bei Greensolar und Priwatt waren die Antworten deutlich ausführlicher. Hier wurden dann etwa gleich der eigene Anmeldeservice oder der Downloadbereich verlinkt. Von Yuma haben wir gleich mehrere Mails bekommen. Zuerst wurden uns einige Fragen mit Hinweisen auf die umfangreichen FAQs beantwortet. Anschließend kam eine zweite Mail mit der Beantwortung der etwas kniffligeren Fragen. Und hier hat sich das Service-Team wirklich ins Zeug gelegt – im Vergleich ist kein Hersteller weiter ins Detail gegangen. Neben der sehr ausführlichen Beantwortung in Schriftform gab es hier gleich noch informative Grafiken zur besseren Erklärung.

Im Vergleich dazu sind die Antworten nach anonymer Anfrage an Herstellershops wie Anker und Ecoflow mehr als enttäuschend. Hier gibt es in der Regel nur Standardantworten mit Verweisen auf Blogs, Tutorials und eigene Produkte. Das hilft bestenfalls bei grundsätzlichen Fragen, nicht aber bei individuellen Problemen.

Letztlich bieten die Shops augenscheinlich ähnliche Sets zu teils erheblichen Preisunterschieden. Hier lohnt es sich zwar immer auf Aktionen zum warten, allerdings muss man unbedingt auf die Details achten. Für eine ungefähre Vergleichbarkeit haben wir uns die Preise für Bundles inklusive einer Aufständerung für Garten oder Flachdach mit 800-Watt-Wechselrichter (WLAN oder DTU) und zwei Solarpanels mit je mindestens 400 Watt herausgesucht. Bis auf bei Mein-Solar-Shop ist das möglich. Hier gibt es aktuell aber nur Balkonkraftwerke mit 600-Watt-Wechselrichter und entsprechend schwächeren Solarmodulen.

Bei EPP-Solar ist das Angebot gleich derart groß, dass es unübersichtlich wird. Wer nicht schon weiß, was er eigentlich braucht, tut sich hier schwer. Dafür sind die Einstiegspreise sehr niedrig – für höherwertige Komponenten sind die Preise allerdings vergleichbar. Eines der günstigen Bundles besteht etwa aus zwei 400-Wp-Modulen samt Verlängerungskabel, auf 800 Watt upgradefähigen WLAN-Wechselrichter, Aufständerung und Schuko-Kabel für rund 537 Euro.

Im Onlineshop Greensolar gibt es diverse Sets für Balkon, Dach, Wand oder Garten. Auch Speicherlösungen sind erhältlich. Aktuell gibt es etwa ein Set mit zwei sehr starken 470-Wp-Modulen, 800-Watt-Wechselrichter, Funk-Dongle, Aufständerung und Schuko-Kabel für rund 933 Euro.

Bei Maxxisun sind neben verschiedenen Bundles auch Speicherlösungen erhältlich. Das Set Basic Line beinhaltet zwei Panels mit je 415 Wp, einen Wechselrichter mit 800 Watt und ein Schuko-Kabel für 530 Euro. Der für die bequeme Leistungsmessung erforderliche Funk-Dongle fehlt allerdings im Lieferumfang. Einzeln kostet er zwischen 30 und 50 Euro.

Im Set von Yuma ist den Funk-Dongle bereits enthalten. Bild: TechStage.de

Im Shop von McSonne gibt es ebenfalls eine Reihe an Sets. Die Auswahl an Befestigungslösungen ist hier besonders hoch. Ein Set mit 800-W-Wechselrichter, zwei Solarpanels mit je 410 Wp samt Aufständerung, Schuko-Kabel (5 m) und Funk-Dongle gibt es für 669 Euro.

Der Anbieter Mein-Solar-Shop hatte zum Zeitpunkt der Recherche nur Balkonkraftwerke mit 600-Watt-Wechselrichter im Sortiment. Das Set mit zwei Modulen mit je 375 Wp, Schuko-Kabel und Aufständerung kostet hier 776 Euro. Wann sich auch diese schwächeren Bundles lohnen, zeigt unser Ratgeber Balkonkraftwerk kaufen: Abverkauf bei 600 Watt oder auf 800 Watt warten?

Priwatt bietet unterschiedliche Bundles für Balkon, Garten, Dach und Fasade. Das Balkonkraftwerk Priflat Duo (Testbericht) hat im Einzeltest hervorragend abgeschnitten. Es beinhaltet einen 800-Watt-Wechselrichter, zwei 410-Wp-Module, Aufständerung, Schuko- und Verlängerungskabel und Endkappen für 619 Euro.

BKW Priwatt Priflat Duo Bild: TechStage.de

Die Website von Solakon finden wir zwar etwas unübersichtlich, dafür gibt es hier bezahlbare Sets mit beidseitigen (bifazial) Solarmodulen. Hier ist etwa ein Bundle mit zwei bifazialen 420-Watt-Panels samt Verlängerungskabel, auf 800 Watt upgradefähigen WLAN-Wechselrichter, Schuko-Kabel und Flachdachaufständerung für 629 Euro zu finden.

Bei Yuma sind ebenfalls unterschiedliche Bundles mit und ohne Halterung für Balkon, Dach, Garten oder Wand zu finden. Auch Bundles mit extra leichten Photovoltaik-Modulen und bifazialen Panels sind erhältlich. Das Yuma Flat Pro (Testbericht) hatte im Einzeltest ebenfalls voll überzeugt. Hier gibt es zwei Panels mit je 410 Wp, einen Wechselrichter mit 800 Watt, ein Strommessgerät, Funk-Dongle, die benötigte Aufständerung, Verlängerungs- und Schuko-Kabel für 782 Euro.

Hier noch die derzeit günstigsten Angebote aus dem Preisvergleich.

Insgesamt ergibt sich ein erfreulich ausgewogenes Bild. Bei einigen Anbietern sind Supportbereich und die Beantwortung unserer Anfragen zwar deutlich knapper als bei anderen, grundsätzlich wird dem Kunden hier aber weitergeholfen. Die Preisunterschiede fallen deutlicher aus, was zum Teil aber auch den angebotenen Einzelkomponenten geschuldet ist. Beim Kauf sollte unbedingt an das benötigte Zubehör gedacht werden. Mehr dazu im Artikel Zubehör für Balkonkraftwerk und Mini-PV-Anlage: Kabel, Speicher, Werkzeug & Co..

Anbieter EPP Solar Greensolar Maxxisun Mc Sonne Mein Solar Shop Priwatt Solakon Yuma
FAQ ++ + ++ +++ ++ +++ ++ ++++
Downloadbereich + + + +
Tutorials + +
Aufbauservice/ Anmeldeservice + +
Ertragsrechner +
Sortiment +++ +++ ++ + +++ + ++ ++
Schriftlicher Support + +++ + ++ ++ +++ ++ ++++
Gesamt 8 Punkte 8 Punkte 5 Punkte 7 Punkte 8 Punkte 10 Punkte 7 Punkte 10 Punkte

Bei der Beantwortung unseres ausführlichen Fragekatalogs geht Yuma als Sieger hervor. Hier bekamen wir nicht nur sehr zügig, sondern auch die mit großem Abstand ausführlichste Antwort auf unsere Fragen. Hier wird sich im Servicebereich Zeit für den Kunden genommen. Neben der nüchternen Antwort gibt es auch gleich noch Begründungen, passende Grafiken und Hintergrundinformationen. Zudem hat Yuma im Nachgang als einziger Händler nach der Zufriedenheit mit dem Service gefragt, was für ein gelebtes Qualitätsmanagement spricht.

Den insgesamt umfangreichsten Servicebereich bietet Priwatt mit FAQs, Video-Tutorials, bequemen Anmeldeservice und Ertragsrechner. Auch die Checkliste für Kaufinteressenten gefällt uns gut. Die Beantwortung unserer Fragten funktionierte hier ebenfalls zügig, allerdings waren die Antworten deutlich knapper.

Positiv hervorzuheben sind der optional buchbare Aufbauservice von Mc-Sonne und der Downloadbereich bei EPP-Solar, Greensolar, Mein-Solar-Shop und Solakon.

Nach Überprüfung des Angebots und des schriftlichen Supports liegen die Anbieter Priwatt und Yuma auf dem ersten Platz. Darauf folgen punktgleich EPP-Solar, Greensolar und Mein-Solar-Shop. Den dritten Platz teilen sich Mc-Sonne und Solakon. Wegen des dünnen Servicebereichs auf der Homepage landet Maxxisun auf dem vierten Platz.

Ohne weitere Test des Bestellablaufs, Lieferung und Rücklieferung liegen die Teilnehmer sehr knapp zusammen. Weitere Tests sind aktuell aber bereits in Planung.

geschätzte Lesezeit: 18 min

Disclaimer: the length of the page may give the impression that this is going to be difficult. It really isn't. Keep on reading :)

Which version of AoE2 should I play?

As of 2023, there are three mutually-incompatible versions of Age of Empires II:

  • Age of Empires II: Definitive Edition, released in 2019 for PC and 2023 for Xbox and available on Steam (Linux-friendly), on the Microsoft store (not Linux-friendly) and through the Xbox game pass (not Linux-friendly)
  • Age of Empires II: HD Edition, released in 2013 and available on Steam (Linux-friendly)
  • Age of Empires II: The Age of Kings / The Conquerors, released in 1999 and available on CD (Linux-friendly) through various resellers

There's very little debate about which version is the best, and they all run on Linux equally well, so let's get straight to the answer: play the Definitive Edition and get it on Steam.

There are some fair points to be made about playing an older version, though:

  • If your friends play an older version and you want to play with them, play their version.
  • If your hardware can't run the Definitive Edition, and you can't aford upgrading, try an older version (keep in mind that if you've poor network connectivity, the Definitive Edition is better for online multiplayer).
  • If you don't have Internet or want to make sure you'll be able to play forever, play The Age of Kings / The Conquerors, because latter versions require an Internet connection (and a server running somewhere at Microsoft).

If none of these is particularly important to you, again: play the Definitive Edition and get it on Steam (NB: you'll be able to play with your friends who got it on the Microsoft Store or through the Xbox game pass, don't worry).

Can I play AoE2 on a Steam Deck?

Yes: the Steam Deck is just a (small) PC running SteamOS, a Linux distribution based on ArchLinux. What follows is applicable to the Steam Deck as to any other PC running Linux. You'll probably want to plug a mouse and a keyboard to your Steam Deck to play, though.

How do I play Age of Empires II: Definitive Edition on Linux?

Single player

  1. Install Steam (the Linux version).
  2. Start Steam and log in.
  3. Open the “Steam” menu (1), then “Settings” (2).Screenshot of the Steam client with the “Steam” menu open, and the “Settings” entry highlighted
  4. Go to the “Steam Play” section (1) and check the “Enable Steam Play for all other titles” box (2). You can leave the “Run other titles with” dropdown list (3) to its default value (the latest hopefully the better — Proton 8.0-1, 8.0-2 and Experimental may require reasonably recent GPUs, 7.0-5 was fine with even older GPUs).Screenshot of the Steam client “Settings” window, on the “Steam Play” tab, with the “Enable Steam Play for all other titles” box checked
  5. Now, AoE2:DE should be available in your Steam library as it would be if you were on Windows. Install the game.
  6. If you chose Proton 8.0-1, 8.0-2 or Experimental at step 4, or if you don't want the introduction video, go to your “Library” (1), right click “Age of Empires II: Definitive Edition” (2), click “Properties” (3), then “General“ (4) and type SKIPINTRO in the “Launch options” (5).Screenshot of the Steam client “Settings” window, on the “Steam Play” tab, with the “Enable Steam Play for all other titles” box checked
  7. Start the game.

At this point, the game should work fine in single player mode. If you want to play online multiplayer, however, keep on reading.

Online multiplayer

Ignoring what follows won't prevent you from enjoying single player mode, but you'll encounter synchronization issues after a few seconds of playing online.

  1. Quit the game (it is important that you have started it at least once before the next step).
  2. Open a terminal.
  3. Execute the following commands (every single character is important, including the quotes):
    • cd "$(mktemp -d)"
    • wget "https://download.microsoft.com/download/9/3/F/93FCF1E7-E6A4-478B-96E7-D4B285925B00/vc_redist.x64.exe"
    • cabextract vc_redist.x64.exe
    • cabextract a10
    • If you're using Steam from your distribution's package manager (apt, pacman…), run these commands:
    • chmod u+w ~/.steam/steam/steamapps/compatdata/813780/pfx/drive_c/windows/system32/ucrtbase.dll
    • yes | cp ucrtbase.dll ~/.steam/steam/steamapps/compatdata/813780/pfx/drive_c/windows/system32
  4. If you're using Steam from Flathub / Flatpak, run this command instead:
    • cp ucrtbase.dll ~/.var/app/com.valvesoftware.Steam/.local/share/Steam/steamapps/compatdata/813780/pfx/drive_c/windows/system32/
  5. Start the game again.

At this point, the game should work fine in online multiplayer as well. Once in the game, you shouldn't see any difference compared to when playing on Windows.

Spectating games or joining lobbies by clicking aoe2de:// links.

The most interoperable way to have aoe2de:// links opened in the game is probably to configure an XDG scheme handler for that.

  1. Create a file called ~/.local/share/applications/aoe2de.desktop with the following content:
                  [Desktop Entry]
                  Type=Application
                  Name=Age of Empires II: Definitive Edition
                  Exec=steam -applaunch 813780 %u
                  MimeType=x-scheme-handler/aoe2de;
                
  2. Execute the following command:
    • xdg-settings set default-url-scheme-handler aoe2de aoe2de.desktop
  3. Make sure the program in which you click links (web browser, chat client…) uses xdg-open to handle unknown schemes (or at least the aoe2de scheme). That should be the case for most modern programs.

At this point, clicking an aoe2de:// link should start Age of Empires II: Definitive Edition (if not already started) and automatically spectate the game or join the lobby.

Troubleshooting

The game disappears after the splash screen on a Nvidia Optimus laptop

Sometimes, it disappears silently, sometimes with an error message about graphics display resolution, minimum requirements and “CreateSwapChain() failed!”.

Nvidia Optimus laptops have two GPUs: one Intel iGPU within the CPU and one Nvidia dGPU in a graphics card. The iGPU is power-efficient and preferred for light tasks (like web browsing) whereas the dGPU is powerful and prefered for heavy tasks (like gaming).

With some combinations of AoE2:DE and Proton, there's a known bug which causes Proton to use an Intel Vulkan ICD on the Nvidia dGPU, which obviously can't work.

The only reliable workaround I'm aware of unfortunately prevents you from using the Intel Vulkan ICD. But, well… it works.

  1. Open a terminal.
  2. Execute the following command:
    • sudo mv /usr/share/vulkan/icd.d/intel_icd.x86_64.json /usr/share/vulkan/icd.d/intel_icd.x86_64.json.disabled
  3. Start the game again.

At this point, the game should work fine… until a driver update restores the Intel Vulkan ICD (at which point you just have to run the same command again).

The game disappears after the splash screen after changing my graphics card

Sometimes, it disappears silently, sometimes with an error message about graphics display resolution, minimum requirements and “CreateSwapChain() failed!”.

When you change your graphics card, you may switch to another GPU vendor in the process (eg. you had a Nvidia GPU-based graphics card and switch to an AMD GPU-based graphics card).

With some combinations of AoE2:DE and Proton, there's a known bug which causes Proton to use the Vulkan ICD for the old GPU (eg. Nvidia) instead of the one for the new GPU (eg. AMD), which obviously can't work.

The only reliable workaround I'm aware of unfortunately prevents you from using two Vulkan ICDs at the same time. But, well… it works.

  1. Open a terminal.
  2. Execute one of the following commands (depending on your graphics cards):
    • sudo mv /usr/share/vulkan/icd.d/nvidia_icd.x86_64.json /usr/share/vulkan/icd.d/nvidia_icd.x86_64.json.disabled (if you switch from Nvidia to AMD)
    • sudo mv /usr/share/vulkan/icd.d/radeon_icd.x86_64.json /usr/share/vulkan/icd.d/radeon_icd.x86_64.json.disabled (if you switch from AMD to Nvidia)
  3. Start the game again.

Note: depending on what GPU you were using before, and also on previous upgrades of your operating system, you may have more useless ICDs than just the ones mentionned above. Make sure only the useful ICD is present in /usr/share/vulkan/icd.d/ and you should be fine.

At this point, the game should work fine… but you should make sure you've uninstalled the drivers for the old GPU, otherwise a driver update will restore the old Vulkan ICD (at which point you just have to run the same command again).

The game disappears after the splash screen on an old GPU

Sometimes, it disappears silently, sometimes with an error message about graphics accelerator with DirectX 11 support, graphics display resolution, minimum requirements and “CreateSwapChain() failed!”.

To implement the Direct3D API on Linux, Proton uses two tools called DXVK et Vkd3d, which rely on the Vulkan API available on recent GPUs. Proton 8.0 and onwards even require a GPU that supports Vulkan 1.3.

On older GPUs, it is possible to use another tool called WineD3D instead, which rely on the older and more widely supported OpenGL API. Expect lower performance, but better compatibility with older GPUs when using WineD3D.

To use WineD3D and OpenGL:

  1. Go to your “Library” (1), right click “Age of Empires II: Definitive Edition” (2), click “Properties” (3), then “General“ (4) and type PROTON_USE_WINED3D=1 %command% in the “Launch options” (5).Screenshot of the Steam client “Settings” window, on the “Steam Play” tab, with the “Enable Steam Play for all other titles” box checked
  2. Start the game.

The framerate (number of FPS) is very low.

On similar hardware, the framerate is expected to be more or less the same on Linux as on Windows.

If it isn't for you, try the following, just in case:

  • Update your GPU drivers to the latest version. Always start with this!
  • Enable V-sync in the game. Suprisingly, this has resulted in much higher FPS with previous versions of the game (on Windows too); maybe it will for you too.
  • Disconnect any additional monitor you have. This has been shown to have a negative impact on FPS with some display servers / window managers for some people.
  • If your hardware supports it, make sure you're using Vulkan emulation (DXVK) of Direct3D and not OpenGL emulation (WineD3D). While compatible with older hardware, the latter usually isn't as good with regards to performance. Vulkan emulation is the default, but if you have PROTON_USE_WINED3D=1 %command% in the “Launch options” of the game, you'll use OpenGL emulation instead. Try removing the launch option.

How do I play Age of Empires II: HD Edition on Linux?

Follow the instructions for Age of Empires II: Definitive Edition, and it should work pretty much the same, I think.

How do I play Age of Empires II: The Age of Kings / The Conquerors on Linux?

Sorry, I haven't written this section yet. It works, though.

A few pointers:

  • You can use Wine directly; there's no need for Steam Play or Proton.
  • You'll need to start the game from its installation directory. Running it from anywhere else will cause it to crash right from the start.

How do I play Age of Empires II on LAN on Linux?

Playing on LAN is a way to use the computer of one of the players as the server, when most people use a server provided by Microsoft instead.

This is a feature which is available in all versions of the game, but while it's reachable right from the menu in The Age of Kings / The Conquerors, it's a bit hidden in the UI in later versions.

With Age of Empires II: Definitive Edition, LAN mode is available when you create a lobby and select “local LAN” as server. This uses a program called BattleServer.exe on the lobby creator's computer. Unfortunately, as far as I know, nobody has been able to use BattleServer.exe on Linux (the “local LAN” option is not even available in the list of servers).

Keep in mind that the player running the server has to make sure some ports are open on his computer (and not blocked by a firewall, or hidden behind a NAT device, like a router). Also be sure to use TCP/IP and UDP/IP as protocol, as some of the other protocols available in The Age of Kings / The Conquerors (like IPX) are probably not supported anymore by most operating systems, routers…

How do I use CaptureAge on Linux?

CaptureAge is a very powerful tool to watch saved gamed with an overlay of information.

Unfortunately, as far as I know, nobody has been able to use it on Linux. With little effort, one can start it, connect to the game and start replaying a saved game, but it won't show in the custom overlay.

To increase the chances of getting CaptureAge on Linux, you can vote for it (as of 2023, Linux support is the second most voted suggestion for CaptureAge).

Should I play on Linux?

That's an interesting question. I assumed you already had an opinion on this, but if you don't, here are some thoughts:

  • AoE2 won't work better on Linux than on Windows. If you observe slightly better performance than on Windows, that's because the operating system itself, or other programs running on it (antivirus, bloatware, malware…) were interfering with the game.
  • AoE2 won't work worse on Linux than on Windows. That being said, as the game is developed for Windows and not for Linux, you may have to apply some tweaks (discussed above) and possibly apply them again every time there's an update.
  • Linux-based operating systems and Windows are, well, different operating systems. Don't expect them to work exactly the same. If you already use Linux or want to switch to it, then you have the possibility to play AoE2 just fine on it — you don't need to use Windows. If you don't want to switch to Linux, then AoE2 alone is not a good reason to change your mind (there are, however, many valid reasons to want to switch to a Linux-based operating system, but that's off-topic).

All in all, I'd say: play on your operating system of choice; don't let anybody else chose your operating system for you.

Acknowledgements

There's a very long list of people to thank for being able to play AoE2 on Linux. Of course, this would not have been possible without the efforts behind the Wine project since 1993 and behind the DXVK and Proton projects since 2017. But individuals from the AoE2 on Linux community have been helping a lot as well, through Wine's AppDB, ProtonDB, GitHub, Reddit, Discord…

Everything described on this page is the result of many people tireless attempts at making the game work on Linux and their willingness to share their discoveries with everybody.

Thanks everyone, GL HF!

Last update (changelog) on 2023-09-07 (RoR 93001)

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Jan Böhmermann mit Arne Schönbohm und der Einblendung: „Lobbyist wird neuer Chef des BSI. Seine Kritiker halten ihn für einen ‚Cyberclown‘“
Screenshot: ZDF

Arne Schönbohm hat angekündigt, gegen das ZDF zu klagen. Im Oktober 2022 wurde der damalige Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der „ZDF Magazin Royale“-Sendung mit dem Titel „Wie eine russische Firma ungestört Deutschland hackt“ von Moderator Jan Böhmermann hart kritisiert. Es hieß, Schönbohm habe einer Firma nahegestanden, die eng mit dem russischen Geheimdienst verbunden sei. Außerdem verspottete Böhmermann Schönbohm als „Cyberclown“.

Kurz nach der Veröffentlichung wurde der BSI-Chef von Bundesinnenministerin Nancy Faeser abberufen. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde Böhmermanns Sendung von Kritikern vorgeworfen, haltlose Vorwürfe gegen Schönbohm verbreitet zu haben. Der fordert nun 100.000 Euro Entschädigung und spricht von einer „der schmutzigsten Denunzierungen, die jemals durch einen öffentlich-rechtlichen Sender erfolgt“ seien. Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat das ZDF am Mittwoch Schönbohms Forderungen bestätigt: „Gefordert wird die Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung sowie eine Geldentschädigung in der besagten Höhe. Das ZDF hat die Forderungen heute zurückgewiesen.“

Hat Schönbohm damit Aussicht auf Erfolg? Felix W. Zimmermann, Chefredakteur der „Legal Tribute Online“ (LTO) bezweifelt das. Für LTO hat er das Abmahn-Schreiben von Schönbohms Anwalt bewertet – und spricht im Podcast mit Holger Klein über seine Einschätzungen. Etwa, wie es mit dem angegriffenen Satz Böhmermanns aussieht: „Die Cybersicherheit in Deutschland ist in Gefahr und zwar durch den Chef der Cybersicherheit in Deutschland.” Zimmermann sagt dazu: „Eine klassische Meinungsäußerung.“ Und: „Die kann man so nicht angreifen.“ Auch sei das Abmahnschreiben insgesamt „dünn“. Warum die Aussagen unzulässig sein sollen, werde gar nicht ausgeführt.

Aber heißt das auch, dass das „ZDF Magazin Royale“ nichts falsch gemacht hat? Und stimmt es, dass Böhmermann und seine Redaktion auch keine Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Sendung hätten, wie es der Moderator kürzlich auf Mastodon behauptet hatte („Was das Bundesinnenministerium macht, ist nicht unser Bier“)? Wann müssen Journalisten eigentlich überhaupt für die Folgen ihrer Berichterstattung haften? Und geht es bei medienrechtlichen Verfahren überhaupt um die Wahrheitsfindung? Oder vielleicht doch nur um juristische Spitzfindigkeiten oder gar PR?

Die neue Folge „Holger ruft an …“ hören Sie hier:

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Sind Balkonkraftwerke Bauprodukte? Nein, sagt jetzt die Fachkommission Bautechnik der Länder. Damit würden viele Vorgaben an die Hardware nicht gelten. Wer sein Balkonkraftwerk in über vier Metern (ab Moduloberkante) über einer Verkehrsfläche installiert, müsse genau darauf achten, welche Photovoltaikmodule infrage kommen – es gelten die Anforderungen an Bauprodukte und einschlägige Normen. So schrieben es Architekten, Versicherungen, Händler und Hersteller bisher. Nach der Norm DIN 18008 sind günstige Glas-Folien-Module (meist zu erkennen an einer weißen Rückseite) als Bauprodukte in solchen Höhen nicht zugelassen. Nur Glas-Glas-Module, die einem Heißlagerungstest unterzogen wurden, der die Gefahr eines spontanen Bruchs weitgehend ausschließt, wären demnach für Balkonkraftwerke ab dem dritten Stock geeignet. Auch an die Befestigungsmaterialien müsste man nach dieser Rechtsauffassung die Anforderungen für Bauprodukte stellen, die zum Beispiel auch für Befestigungen von Fassadenverkleidungen gelten. Als Verkehrsfläche gelten dabei nicht, wie irrtümlich oft beschrieben, nur öffentliche Straßen, sondern laut DIN 277 alle Flächen die "der horizontalen und vertikalen Verkehrserschließung oder der Verkehrssicherung eines Gebäudes" dienen. Also auch Fußwege und Fluchtwege auf dem eigenen Grundstück. Doch kein Bauprodukt Doch diese Rechtsauffassung ist ins Wanken geraten: Gegenüber Golem.de [1] erklärte Martin Rücker, Vorsitzender der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz, in der sich Baurechtsexperten der 16 Länder beraten, dass das Gremium übereingekommen sei, Balkonkraftwerke seien keine Bauprodukte im Sinne der Landesbauordnungen (Paragraph 2). Gegenüber heise online erklärte Rücker, der für das Innenministerium Schleswig-Holstein arbeitet, dass das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) [2] "in Kürze eine entsprechende Bekanntmachung" auf der Website veröffentlichen werde. Als Bauprodukt bezeichnet die Musterbauordnung [3], die von den Ländern in Landesbauordnungen übernommen werden in Paragraph 2, Absatz 10: "Bauprodukte Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die hergestellt werden, um dauerhaft in bauliche Anlagen eingebaut zu werden." Weil ein Balkonkraftwerk nicht dauerhaft eingebaut wird, handle es sich auch nicht um ein Bauprodukt. Allgemeine Anforderungen an Sicherheit und Ordnung seien aber weiter einzuhalten – Balkonkraftwerke sind damit zum Beispiel Blumentöpfen am Balkon gleichgestellt. Diese Auslegung des Gremiums habe, so Rücker gegenüber heise online, durchaus Gewicht, da „die Länder für das Bauen und zu der in Rede stehenden Fragestellung somit die obersten Bauaufsichtsbehörden zuständig sind. Auslegungen zu entsprechenden Fragestellungen werden von uns vorgenommen und haben rechtlich gesehen den Status eines Erlasses." Gerade für Mieter, die gegenüber Hausverwaltung, Vermieter oder Versicherung Argumente für ihr Balkonkraftwerk suchen, dürfte die erwartete schriftliche Bekanntmachung des DIBt hilfreich werden. Empfohlener redaktioneller Inhalt

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Folgt man der Rechtsauffassung der Fachkommission, kommen künftig auch große Photovoltaikmodule für Balkonkraftwerke infrage, die mehr als 2 Quadratmeter Fläche haben – solche wollen chinesische Hersteller jetzt mit einer standardisierten Größe verstärkt anbieten [5]. Bisher gilt die allgemeine Zulassung für Photovoltaikmodule in Deutschland nur bis zu einer Größe von 2 Quadratmetern. Eine Aufhebung der Grenze hatte das DIBt bereits auf den Weg gebracht, die Umsetzung in 16 Landesgesetzgebungen ist aber noch nicht erfolgt.

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