Millionen Menschen sind auf ein barrierefreies Internet angewiesen. Easy Reading ist ein Uni-Projekt und will helfen.
Um Webseiten barrierefrei zu machen, gibt es sogenannte Overlays, die im Quellcode verankert sind, also vom Anbieter aus unterstützt werden müssen. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Easy Reading. Das an der TU Dortmund entstandene Projekt ist ein Framework, das Webseiten an die individuellen Bedürfnisse der Anwender anpassen möchte. Damit lassen sich alle besuchten Webseiten – unabhängig davon, ob vom Anbieter barrierefreie Tools zur Verfügung gestellt werden – in gleicher Form darstellen.
Zu den Easy-Reading [1]-Tools gehören Kontrasteinstellungen, Schriftgrößenveränderungen, Lesehilfen, Möglichkeiten zur Symbol- und Wörtersuche sowie Worterklärungen für schwer verständliche Sprache und mehr. Das Framework lässt sich auf jeder HTML-basierten Seite einsetzen – allerdings nur auf solchen. Easy Reading möchte Menschen mit Beeinträchtigungen helfen. Das sind nicht nur Menschen mit Schwerbehinderungen, sondern auch ältere Menschen, die schlechter sehen können, oder Menschen anderer Muttersprache, beispielsweise Geflüchtete, die auf Leichte Sprache angewiesen sind.
Easy Reading ist in einem internationalen Forschungsprojekt entstanden. Beteiligt waren Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen – sowohl bei der Entwicklung als auch beim Testen. Aktuell wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Diese Förderung läuft noch bis zum kommenden Jahr. Um das Framework dauerhaft anbieten zu können, bedarf es jedoch auch eines langfristigen Partners. Das Team sucht deshalb eine Trägerschaft, die sowohl finanziell als auch technologischer Natur sein kann, wie es in einem Aufruf heißt. Es geht beispielsweise um die "Wartung des Frameworks und Aktualisierungen der Software", auch die Kosten für die Server müssen übernommen werden. Alle Voraussetzungen und Bedürfnisse sind in einem Katalog [2] festgehalten, dort finden sich auch Hinweise, wie man sich beim Team melden kann.
"Bei Easy Reading handelt es sich um einen Prototyp, weshalb es bei der Nutzung auch mal zu Probleme kommen kann", sagt Projektleiter Bastian Pelka von der TU Dortmund. Easy Reading funktioniert nur auf HTML-basierten Webseiten. Daher könne es vorkommen, dass Fehler auftreten, wenn eine Webseite nicht dem aktuellen HTML-Standard entspricht. "Sollten Fehler auftreten, freuen wir uns über eine Rückmeldung. So können wir Easy Reading weiter verbessern und helfen, wenn es Probleme mit Webseiten geben sollte." heise online ist Medienpartner von Easy Reading.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.easyreading.eu/de/uberblick/[2] https://zenodo.org/record/8004696[3] mailto:emw@heise.de
Mediensplitter (43): 300 Millionen Euro Steuergelder für Gutsituierte. Krasse soziale Schieflage? Was der FDP-Verkehrsminister daraus macht, wer mitfährt und was ausgeblendet wird.
Das neueste staatliche Förderprogramm für E-Autos war ein Selbstläufer, also: selbstfahrend. Die Tagesschau hatte dieser Tage gemeldet:
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Förderstopp schon kurz nach Programmstart. Nach einem großen Ansturm auf das neue Förderprogramm für das Laden von Elektroautos mit Solarstrom sind die Mittel bereits nach einem Tag vergeben. Es wurden rund 33.000 Anträge bewilligt - trotz zwischenzeitlicher technischer Verzögerungen, teilte die staatliche Förderbank KfW mit.
300 Millionen Euro Steuergelder waren im Fördertopf aus dem Bundes-Verkehrsministerium von Minister Volker Wissing (FDP). Auf die krasse soziale Schieflage gerade dieses Programms wurde medial kaum eingegangen.
Um an die maximal 10.200 Euro Förderung pro Antrag zu bekommen, muss man (sic!) nicht nur im eigenen Eigenheim leben, sondern zudem schon entweder Besitzer eines E-Autos sein oder aber ein solches verbindlich bestellt haben.
Dazu ließe sich die Bibel zitieren, Psalm 127: "Der Herr (Wissing, d.A.) gibt es den Seinen im Schlaf." Oder auch, etwas deftiger, das Sprichwort: "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen". Soziologisch wird dieses Phänomen als "Matthäus-Effekt" aufgegriffen, nicht mit Blick auf den einstigen Fußballer, sondern auf diese Stelle aus dem Matthäus-Evangelium: "Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe".
Wobei es hier um Fragen des richtigen Glaubens geht. Keine Glaubensfrage ist es hingegen, in dem Förderprogramm ein neues Tempo der Umverteilung von unten nach oben zu erkennen und das zu kritisieren. Was leider in nur wenigen etablierten Medien geschah.
Es gibt Ausnahmen, wie den Kommentar von Bernward Janzing in der taz: Unter der naheliegenden Überschrift "Politik für die, die schon haben" kommt der Autor zu dem Fazit:
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Das neue Förderprogramm ist nichts anderes als Klientelpolitik für die Mittel- und Oberschicht unter dem nett aussehenden Deckmantel des ökologischen Wandels.
Im Tagesschau-Artikel (vom WDR) hingegen heißt es auf die Frage, ob das Ganze sozial gerecht sei, ganz vorsichtig: "eher nicht".
Ende Juni hatte sich ein "exklusiver" Beitrag aus dem ARD-Hauptstadtstudio "eher nicht" wie ein journalistischer Text gelesen, sondern wie eine PR-Verlautbarung aus dem Hause Wissing, unter dem euphorischen Titel: "Neue Förderungen für E-Ladeinfrastruktur geplant".
Besser könnte es eine ministeriale Pressestelle kaum auf den positiven Punkt bringen.
Der Politiker von der gelben Ampel-Farbe kann sich medial so darstellen, als habe er im Sinne des Wohles aller Menschen hierzulande alles richtig gemacht und rundum überzeugend einen Nerv getroffen:
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (sprach) noch in der Nacht von "überwältigendem Zuspruch" für das Kombipaket aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Solarstromspeicher.
Was so nicht in der FAZ steht: Es geht Leuten wie Wissing sowie generell vielen politisch Verantwortlichen hierzulande und den Interessen und Strukturen, die sie repräsentieren, offensichtlich um das Puschen von möglichst großen, teuren und vor allem deutschen E-Autos - nicht zuletzt im Sinne des Auto-Industriestandortes Deutschland und der hiesigen großen Konzerne VW, BMW und Mercedes-Benz.
Da sind "eher nicht" Mieterinnen, Mieter oder Paketzusteller die Haupt-Zielgruppe. Für die wäre ein entschlossener Ausbau von "E-Mobilität" als sozialer Infrastruktur mit Eisenbahn, Tram und Oberleitungs-Bus weit zielführender, im Sinne von Teilhabe und nachhaltigem Verkehr.
Ein wichtiger Verkehrs-Knotenpunkt dürfte auch und gerade bei diesem Thema die Kreuzung "Ost-West" sein. Es gehört nicht viel Fantasie und Kombinationsgabe zur Vermutung, dass unter den ca. 33.000 Privilegierten mit ihrem bewilligten Antrag gerade Ostdeutsche deutlich unterrepräsentiert sind.
Weil ihnen einfach in vieler Hinsicht Kapital fehlt, um beim, so tagesschau.de, gesamtdeutschen "Windhund-Prinzip" vorn dabei zu sein: relativ geringe Hauseigentums-Quote, relativ geringe E-Auto-Anteile, relativ wenig Vermögen, Einkommen, Rente und Netzwerk-Kontakte insgesamt.
Ein Sprecher der für die Abwicklung des Förder-Programms zuständigen KfW sagte auf Anfrage, derzeit gebe es noch keinen Überblick über die genaue geografische und regionale Aufteilung der 33.000 Menschen mit erteiltem Förder-Zuschlag. Bis eine solche Übersicht vorliege, werde es noch einige Tage dauern.
Dass übrigens E-Autos tatsächlich nachhaltiger unterwegs seien als andere Fahrzeuge, darf weiterhin als zumindest umstritten gelten. Zumal, wenn berücksichtigt wird, dass derzeit vor allem "PKW-Panzer", also SUV gekauft werden, wie die entsprechende Fachpresse mit einem gewissen Stolz verkündet:
Der E-Auto-Markt führt das fort, was seit Jahren generell bei Neufahrzeugen gilt: SUV sind der Maßstab. So finden sich unter den meistverkauften Elektroautos in Deutschland in erster Linie SUV.
Aber dann fährt ja doch gemeinsam, was zusammengehört: Nicht zuletzt alte, weiße, reiche Männer (mit womöglich schlechtem Umwelt-Gewissen) fahren E-SUV und zudem clever die Subventionen ein und heim, die ihnen alte, weiße, reiche Männer wie Volker Wissing an der Ampel anbieten. (Sebastian Köhler)
In Outdoor-Kleidung sind Chemikalien der Gruppe PFAS enthalten.
(Bild: Romain Gal, Unsplash)
PFAS finden sich in Outdoor-Kleidung, beschichteten Pfannen oder in weiten Teilen der Industrie. Jetzt könnten sie von der EU verboten werden. Industrie ist nicht begeistert.
PFAS oder per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen sind den meisten Verbrauchern nur durch konkrete Anwendungen wie beschichtete Pfannen oder Funktionsbekleidung gegen Regen und Schnee bekannt.
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Von den in den 1950er-Jahren erstmals eingesetzten Substanzen gibt es heute schätzungsweise 10.000 Varianten. Wie viele es genau sind, weiß niemand, denn die meisten Stoffe unterliegen einem individuellen Betriebsgeheimnis. Und was man nicht kennt, kann man auch nicht suchen, sondern in der Praxis nur zufällig finden.
Bei diesen langzeitstabilen Stoffen ist man bereits im Abwasser, im Grund- und Trinkwasser sowie in Lebensmitteln fündig geworden. Die EU will nun im Rahmen der hierzulande üblichen Vorsorgepolitik über die Chemikalienagentur ECHA die Produktion dieser Stoffe einschränken. Denn in der EU sollen nur noch Stoffe auf den Markt kommen, die weder Mensch noch Natur schädigen.
In den USA ist man deutlich innovationsfreudiger und muss nur erklären, dass von ihnen kein Schaden ausgeht. Im Zweifelsfall muss ein Geschädigter vor Gericht gehen und einen Schaden durch ein bestimmtes Produkt gerichtsfest nachweisen. Da dies in der Regel mit hohem Aufwand verbunden ist, werden im Erfolgsfall hohe Schadensersatzsummen fällig.
US-Herstellern wie DuPont wurde dieses Risiko zu groß, sodass sie die Verantwortung für PFAS lieber abspalten, um sich des Altlastenrisikos zu entledigen. Auch 3M will sich angesichts milliardenschwerer Schadensersatzklagen in den USA aus der PFAS-Produktion zurückziehen und dies weltweit.
In Deutschland werden PFAS-Stoffe derzeit noch an sechs Standorten hergestellt. Dies sind Lanxess in Leverkusen, Solvay in Bad Wimpfen, Daikin in Frankfurt am Main sowie drei Unternehmen im bayerischen Chemiepark Gendorf (Dyneon, W.L. Gore und Anchroma).
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PFAS sind nicht nur sogenannte Ewigkeitschemikalien, sondern haben weltweit den Alltag erobert. Von der beschichteten Pfanne über regendichte Kleidung und Zahnseide bis zum Toilettenpapier lassen sich PFAS in Konsumprodukten nachweisen.
Gelangen PFAS zum Beispiel über Klärschlamm, der in der Landwirtschaft als Dünger ausgebracht wird, in den Boden, können sie dort nur mit großem Aufwand und unter hohen Temperaturen, die viel Energie und Geld kosten und alle Bodenlebewesen abtöten, wieder entfernt werden. ″Bei einer Kontamination im Raum Rastatt gibt es erste Schätzungen, wonach die Sanierung von Boden und Grundwasser mehrere Milliarden Euro kosten würde.″
PFAS sind auch in Kältemitteln enthalten, die lange Zeit in Wärmepumpen verwendet wurden. In Deutschland war Viessmann einer der ersten Hersteller, der in seinen Wärmepumpen PFAS-freie Kältemittel einsetzte. So verwundert es nicht, dass Viessmann seit Kurzem mit Carrier einen amerikanischen Eigentümer hat.
PFAS-freie Kältemittel sind Voraussetzung für eine Förderung durch das BAFA, was dazu geführt hat, dass chinesische Modelle mit PFAS-haltigen Kältemitteln hierzulande kaum noch zu verkaufen sind. Wer chinesische Entwicklungszeiten kennt, kann abschätzen, wie lange der derzeitige Vorsprung der hiesigen Hersteller noch Bestand haben wird.
Seit mehreren Jahren gibt es in der EU Bestrebungen, die Verwendung von PFAS einzuschränken. Das Verfahren zur Beschränkung von Chemikalien im Rahmen der REACH-Verordnung sieht vor, dass zunächst alle relevanten Informationen zusammengetragen werden. Dies ist mit der Veröffentlichung des Beschränkungsvorschlags Anfang 2023 geschehen.
Bis zum 25. September konnten interessierte Kreise im Rahmen der sechsmonatigen öffentlichen Konsultation zum PFAS-Beschränkungsvorschlag ihre Kommentare bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA einreichen. Die Stellungnahmen werden nun von den Behörden der fünf Länder (Deutschland, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schweden), die den ursprünglichen Vorschlag erarbeitet haben, sowie von den beiden wissenschaftlichen Ausschüssen der ECHA für Risikobewertung (RAC) und sozioökonomische Analyse (SEAC) geprüft. Anschließend werden die eingegangenen Stellungnahmen zum Beschränkungsvorschlag formuliert und der Vorschlag entsprechend überarbeitet.
Erst, wenn der wissenschaftliche Teil des Verfahrens abgeschlossen ist, beginnt der politische Teil. Auf Basis des überarbeiteten Beschränkungsvorschlags und der Stellungnahmen von RAC & SEAC entscheidet dann die EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten über die endgültige Ausgestaltung der Beschränkung. Der aktuelle Beschränkungsvorschlag sieht bereits zahlreiche unbefristete Ausnahmen für Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln, Biozid-Produkten, Tierarzneimitteln und Humanarzneimitteln vor, die auf der ECHA-Seite unter Part 15 ab Seite 4 aufgelistet sind.
Dieser wissenschaftsbasierte Prozess dauert den Vertretern des deutschen Maschinenbaus im VDMA zu lange und birgt die Gefahr, dass man mit den üblichen politischen Aktivitäten derzeit nicht in den Prozess eingreifen kann, weil auf politischer Seite niemand für den Prozess zuständig ist und sich derzeit auch kein Politiker traut, in einem verminten Gelände sein Gewicht für eine Industriepolitik in die Waagschale zu werfen, die eindeutig eine vorsorgende Umweltpolitik dominiert.
Hintergrund der PFAS-Problematik ist die Langlebigkeit von PFAS, die einerseits zur Charakterisierung als Ewigkeitschemikalie geführt hat, andererseits aber auch der wesentliche Vorteil beim Einsatz im Maschinenbau hierzulande ist. Leider hat derzeit niemand einen wirklichen Überblick, wo die geschätzten 10.000 PFAS-Varianten eingesetzt werden. Daher gibt es bisher keine systematische Whitelist für unvermeidbare Anwendungsfälle, bei denen die Umwelt nicht belastet wird.
Dies müsste mit einer Erklärung einhergehen, wie verhindert wird, dass diese Stoffe in die Umwelt gelangen. Die Zusicherung, dass PFAS nicht ins Abwasser gelangen, ist längst von der Realität eingeholt worden. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die Abwässer oder Flüsse unterhalb von Kläranlagenabläufen untersucht und darin verschiedene PFAS gefunden haben. Auch in Abwässern von Anlagen, in denen PFAS hergestellt werden, konnten PFAS-Einträge nachgewiesen werden, wie eine Studie aus Frankreich zeigt.
Der deutsche Maschinenbau sorgt sich um seine Position auf dem Weltmarkt, denn schon heute führt das ECHA-Verfahren zu einer Verunsicherung im Markt, die beispielsweise dazu führen kann, dass Versicherungen eine PFAS-bezogene Police ablehnen oder Fluggesellschaften den Transport von PFAS-haltigen Produkten verweigern.
Die hierzulande grassierende Angst vor einer Deindustrialisierung Deutschlands könnte der Industrie nun einen guten Hebel bieten, damit sich die Politik klar für die Zukunft des deutschen Maschinenbaus und gegen den Umweltschutz positioniert. Sollten sich dann andere Länder gegen die uneingeschränkte Verwendung von PFAS aussprechen und den Import dieser Stoffe verbieten, könnte dies vor dem Hintergrund der europäischen Entscheidung als Protektionismus angeprangert werden. Deutschland muss sich jetzt entscheiden.
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[l] Dass die Chatkontrolle nichts mit Kindeswohl zu tun hat, habt ihr hoffentlich alle schon längst gehört. Tatsächlich handelt es sich um eine Lobby-Kampagne von skrupelloser geheimdienstnahen Tech-Firmen, die einen Präzedenzfall für "KI"-basierte Totalüberwachung schaffen wollen, weil sie entsprechende Software verkaufen.
Die Details dazu findet ihr hier auf Englisch oder zusammengefasst bei Patrick Breyer, dem Verhandlungsführer der Grünen im EU-Parlament für Chatkontrolle.
Das ist eine wirklich ultra-peinliche Nummer. Wenn ihr Webentwicklung macht, habt ihr von JWT gehört, das ist ein Standard für Tokens, wie man sie für Authentisierung und Sessionmanagement verwendet. Diese Tokens sind im Wesentlichen JSON mit Base64 vom Output von ein paar Krypto-Primitiven. Weil der Standard von Vollpfosten entwickelt wurde, kann man als Teil des Tokens den Algorithmus einstellen, und es gibt einen "none"-Algorithmus. Zum Testen. Der hat dann halt keine Signatur.
Seit echt vielen Jahren, im Grunde seit es JWT gibt, fallen jetzt immer wieder Idioten negativ auf, die "none" tatsächlich implementieren, und wenn man ihnen ein Token hinhält, wo der Algorithmus auf "none" steht, das dann halt einfach akzeptieren.
Sharepoint ist einer dieser Idioten. m(
Viel tiefer kann man als Web-Dev eigentlich gar nicht sinken. Wüsste jedenfalls gerade nicht wie.