Article note: #nais

In der Kolumne der Märkischen Allgemeinen Zeitung MAZ „Landpartie mit Lars“ berichtet der Autor und begeisterte Fahrradfahrer Lars Sittig aktuell über eine Radtour durch den Hohen Fläming.

©Lars Sittig

Start und Ziel ist der Bahnhof Wiesenburg, an dem ein kleiner Discgolfparcours entstanden ist. In der MAZ-Kolumne (MAZ+/ Bezahl-Artikel)“Von Waldmeistern und Wüstungen – die Radtour der Steine durch den Hohen Fläming“ weist Lars Sittig auch auf die Möglichkeit des Discgolfens im Fläming hin.

Neben Discgolf besteht die Möglichkeit bei Countrygolf in Wiesenburg Naturgolf und Fußballgolf zu spielen, zu boßeln oder die Modellfahrzeug-Erlebniswelt auszuprobieren – alles zu einem fairen Preis bei netten Anlagenbetreibern.

Lars Sittig ist nach eigenen Angaben überzeugter Radfahrer und spielt selbst in seiner Freizeit Discgolf.

Article note: #grats! :-)
Ein Server des Internet Archive

Informationen sollten für alle überall weltweit verfügbar sein – das war die Vision der Macher des World Wide Web. Heute, über dreißig Jahre später, ist das alles andere als einfach: Es gibt Milliarden von Websites, sodass die Nutzer oft auf Hilfsmittel wie Suchmaschinen angewiesen sind, wenn sie finden wollen, was sie interessiert. Gleichzeitig geben sie immer mehr Kontrolle über ihr Surfverhalten ab, besonders in den sozialen Medien.

Das Internet ist auch längst nicht mehr so frei, wie es die ersten Entwickler geplant hatten: Gerade in autokratischen Staaten sind viele Websites gesperrt. Doch auch ohne Zensur verschwinden täglich unzählige Informationen aus dem Netz oder lassen sich nicht mehr finden.

Doch in den vergangenen dreißig Jahren wurden auch Milliarden von Seiten vor dem Vergessen gerettet. Dem Internet Archive sei Dank. Wisst Ihr noch, wie die Google-Startseite im Jahr 2000 aussah? Die Wayback Machine des Internet Archives weiß es. Und nicht nur das gibt es zu feiern: Seit mittlerweile 25 Jahren speichert das Archiv Informationen, frei für alle. Herzlichen Glückwunsch!

Schon 600 Milliarden Websites gespeichert

Als der US-amerikanische Informatiker Brewster Kahle 1996 das Internet Archive in San Francisco gründete, hatte er das Ziel, eine allumfassende, öffentlich zugängliche digitale Bibliothek aufzubauen. Ob sie wirklich allumfassend ist, kann natürlich niemand sagen, aber gigantisch groß ist sie allemal. Bis heute wurden fast 600 Milliarden Websites gespeichert.

Brewster Kahle, Chef des Internet Archives, steht vor der Zentrale der Organisation, einer ehemaligen Kirche in San Francisco.
Brewster Kahle vor der Zentrale des Internet Archives in San Francisco. - CC-BY 4.0 Internet Archive

Wie es sich für eine gut sortierte Online-Bibliothek gehört, kann man auch andere Medien anschauen oder ausleihen – größtenteils lizenzfreie Produkte. Unter anderem 28 Millionen Bücher, Magazine oder Texte, sieben Millionen Filme und Videos, vier Millionen Bilder und 13 Millionen Podcasts, Hörbücher, Musikdateien und andere Tonaufnahmen. Außerdem gibt es lizenzfreie Software, Konzertmitschnitte und TV-Sendungen zum Ausleihen. Alle Dateien zusammen sind 70 Petabyte groß. Das ist eine Zahl mit 16 Nullen. Wahnsinn!

Viele Dateien und Website-Kopien haben die Nutzer selbst hochgeladen. Brewster Kahle und seine Mitstreiter digitalisieren aber auch fleißig Dokumente. Manche stammen aus der Zeit, als es noch kein Internet gab. Man findet zum Beispiel ein Buch über die älteste Bibliothek der Welt in Mesopotamien im siebten Jahrhundert vor Christus.

Das Jubiläum wird im Oktober gefeiert

Zum Jubiläum wurden auch einige Geschichten hinter den Dokumenten veröffentlicht. Zum Beispiel ein Video mit der Widmung eines Nutzers, der gemeinsame Erinnerungen mit seiner verstorbenen Ehefrau hochgeladen hat, weil er sie mit der Öffentlichkeit teilen will. Oder die Geschichte einer Frau, die nach jahrelanger Suche mithilfe des Internet Archives herausfand, wie der Tango klingt, zu dem ihre Mutter in den 1930er-Jahren in ihrer Heimat Argentinien getanzt hatte.

Das Jubiläum des Internet Archives wird im Oktober gefeiert – natürlich digital. Am Freitag, den 22. Oktober, findet ein virtuelles Event statt. Dann wird Brewster Kahle von den Anfängen des Internet Archives berichten. Anschließend will Cory Doctorow einen Blick in die Zukunft wagen. Was werden wir in den nächsten 25 Jahren alles dank des Internets erfahren?

Das hängt auch davon ab, ob die Nutzer das Internet Archive weiter engagiert pflegen. Ob sie Websites speichern, auf denen man Informationen findet, die eigentlich niemand sehen sollte. Natürlich kommt es auch darauf an, ob das Archiv weiter von Millionen Menschen genutzt wird. Und es ist auch wichtig, dass Brewster Kahle und sein Team weitermachen.

Websites können mit einem Klick gespeichert werden

Wer dem Archiv helfen möchte, kann entweder Geld spenden oder mit einem Klick die Kopie einer Website speichern. Das geht am einfachsten mit der Browser-Erweiterung der Wayback Machine. Ist sie installiert, erscheint der „Save page now“-Button. Den einmal drücken und schon ist die Seite gespeichert.

Die Wayback Machine zeigt auch, dass sich die Website des Internet Archives gefühlt seit Jahren kaum verändert hat. Sie strahlt immer noch den funktionalen Charme der frühen 2000er aus: Der Hintergrund ist durchweg grau. Oben steht die übliche Kopfleiste mit den verschiedenen Kategorien, darunter zwei Suchfelder und dann kommen jede Menge gleichförmige Kacheln. Doch egal, wie lange die Seite noch so aussieht: Hauptsache, sie funktioniert.


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Article note: #soso! #tzzz!! + #thx4sharing

Der Verfassungsschutz hat sich schon seit seiner Gründung einige Skandale geleistet. Ein Problem könnte in der Ausbildung der Hochschule des Bundes liegen. Immer wieder gerät der Verfassungsschutz in die Schlagzeilen. Ex-Präsident Hans-Georg Maaßen verharmloste rassistische Ausschreitungen in Chemnitz, Akten zum NSU wurden geschreddert, nachdem massiv bei dessen Verfolgung versagt wurde.

Quelle

Article note: #thx4sharing

Wie gestern bekannt wurde, hat das Landesdenkmalamt Brandenburg den 1991 auf der Plantage errichteten Nachbau des Glockenspiels der Potsdamer Garnisonkirche, auf Antrag eines nicht genannten Dritten, unter Denkmalschutz gestellt. Grund: es sei als Gegenstand einer 30-jährigen intensiven stadtpolitischen Debatte ein schützenswertes Zeugnis der jüngeren Zeitgeschichte. Nach dieser Amtslogik hätte die stark debattierte Fachhochschule nie abgerissen werden würfen und müssten der Staudenhof, das Rechenzentrum und das Mercure-Hotel zeitnah unter Denkmalschutz gestellt werden!

In der Begründung werden auch das Musikinstrument Glockenspiel und deren Glockenqualität hoch gelobt und als Gründe für die Unterschutzstellung angeführt. Droht uns nun wieder die Einschaltung und die Verlärmung mit konservativem, königstreuem und religiösem Liedgut? Nach der Logik des Landesdenkmalamtes könnte die handwerklich gut ausgeführte und umstrittene Turmkopie der ehemaligen Garnisonkirche in wenigen Jahren auch zum Denkmal werden! Denn um kein anderes Projekt gibt es eine intensivere politische Debatte. Das Handeln des Amtes wirft viele Fragen auf!

Natürlich darf es nicht sein, dass – wie von GRÜNEN und LINKEN in der SVV beantragt – das Glockenspiel eingeschmolzen wird und somit die eigene Potsdamer Geschichte – speziell auch die von Frau Hüneke als ehemalige Kulturstadträtin – vergessen gemacht wird. Zum Glück hat dieser geschichtsrevisionistische Antrag bisher keine Mehrheit gefunden. Ja, mit dem Glockenspiel muss sich kritisch auseinander gesetzt werden. Das macht der Lernort-Garnisonkirche im Rechenzentrum! Genau deshalb hatte die Fraktion DIE aNDERE eine Konversionsantrag für das militärisch geprägte Geläut eingebracht: Das Gerüst nutzen und als Kletterturm umbauen. Eine große Glocke mit entsprechender Aufklärung und Verlinkung zum Lernort Garnisonkirche vor Ort lassen und eine kleine Glocke ins Potsdam-Museum, welches sich ja zukünftig auch an der Plantage präsentieren will. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Aktuell jubelt die politische Rechte über den Beschluss des Landesamtes.

Hier die Begründung des Landesamtes für Denkmalpflege:

Hier die Stellungnahme des kritischen Lernortes Garnisonkirche (www.lernort-garnisonkirche.de):

„Das Glockenspiel – Initial für das Wiederaufbauprojekt der Garnisonkirche – war von einer Traditionsgemeinschaft errichtet worden, die von dem zunehmend rechtsradikal argumentierenden Bundeswehroffizier Max Klaar geleitetet wurde. In Folge erneuter Protesten gegen die rechtslastigen Inschriften der Glocken war es im September 2019 abgestellt worden. Mit der Entscheidung des Landesdenkmalamt wurde erstmalig ein Symbolobjekt der „Neuen Rechten“ unter Denkmalschutz gestellt. 

Das Landesamt muss sich fragen lassen, auf Grundlage welcher erinnerungspolitischen Konzeptes und Intention diese Denkmalentscheidung beruht. Wenn intensive stadtpolitische Debatten einen Denkmalwert begründen, so hätte das Landesdenkmal schon längt das ehemalige Rechenzentrum als Gebäude unter Schutz stellen müssen, zumal es anders als das Glockenspiel auch eine gestalterischen-künstlerischen Wert besitzt. Warum ist dies bislang nicht geschehen? Wird hier nicht offenkundig mit zweierlei Maß gemessen? 

Auch stellt sich die Frage, wie diese Maßnahme sich auf die stadtpolitische Debatte, die nicht abgeschlossen ist, auswirkt und in diese eingreift. Ist es richtig, dass ein staatliches Amt qua Gesetzeskraft in einer laufenden Debatte zu zeitpolitischen Fragen auf diese Weise Fakten schafft? Werden damit nicht bereits artikulierte Ideen für mögliche Umgestaltungen im Keim erstickt? Soll dieses Symbolbau einer letztendlich rechtsradikal motivierten Initiative visuell unverändert erhalten bleiben? 

Der Lernort Garnisonkirche fordert daher den Landeskonservator Thomas Drachenberg zu einem öffentlichen Streitgespräch auf und lädt hierzu ihn und weitere Akteure und Experten zeitnah zu einer Diskussion in Potsdam ein.“

Weiter Information zum Glockenspiel unter: http://lernort-garnisonkirche.de/?cat=3 oder im aktuellen Heft der Wählergruppe DIE aNDERE ab Seite 13: aHEFT-JUNI21-web.pdf (die-andere.org)

P.S. Herr Drachenberg (Leiter des Landesdenkmalamtes) hat bereits einem Gespräch mit den Initiatoren des Lernortes GK zugesagt.

Article note: #great! + #goodwork! #thx!

Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Plattform „abgeordnetenwatch.de“ stellt dafür wieder eine entsprechende Plattform parat, wo Bürger sämtlichen Direktkandidierenden ihre Fragen stellen können. Als weitere spannende Plattform im Rampenlicht der Bundestagswahl stellt ab dem 2. September auch der Wahl-O-Mat sein Angebot online.

Aber zurück zu abgeordnetenwatch.de: Mehr als 2.500 Direktkandidierende aus 299 Wahlkreisen haben ein Profil. Jenes lässt sich unter Angabe der Postleitzahl ganz einfach aufspüren. Im Profil sind neben einem Steckbrief politische Ziele, Wahlkampfbilder und auch weiterführende Links enthalten. Auch über die Wahlprogramme der Parteien und das Wahlrecht selbst informiert das Portal. Außerdem sind auf den Profilen auch die Fragen und Antworten enthalten, welche den Kandidierenden auf der Plattform gestellt wurden. abgeordentenwatch.de stellt hier nur die Plattform und die Moderation. Die Fragen sowie Antworten bleiben auch nach dem Wahltag öffentlich.

Fragen an die Abgeordneten können ab sofort gestellt werden. Bis zum 25. September 2021, also dem Abend vor der Wahl, können auch noch neue Fragen eingereicht werden. Neben der Wahlplattform und der Dialogmöglichkeit stellt abgeordentenwatch.de ab Anfang September auch die Möglichkeit zum Kandidierenden-Check bereit. Anhand von 24 Thesen lassen sich – ähnlich des Prinzips vom Wahl-O-Mat, inhaltliche Übereinstimmungen mit den Kandidierenden abgleichen und überprüfen.

Transparenz ist ein essenzieller Bestandteil unserer Demokratie. Also nutzt die Chance, die Kandidaten zu „grillen“.

-> Zum Beitrag abgeordnetenwatch.de: Bundestagskandidaten können ab sofort befragt werden

-> Zum Blog Caschys Blog

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