Article note: :-o #thx4sharing!

Am 5. Januar befasst sich der Hauptausschuss in einer Sondersitzung mit dem „Platz da!“-Konzept, das aus dem Design-Thinking Prozess in Phase 2 des mehrstufigen Verfahrens zur zukünftigen Gestaltung des Areals Rechenzentrum/Garnisonkirche entstanden ist.

Nicht eingeladen sind diesmal die Bürger*inneninitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche und der antimilitaristische Förderverein der Stadt. Noch vor 2 Jahren waren beide Gruppen bei der Anhörung des Hauptausschusses am 24.1.2020 geladen, ebenso wie Mitteschön.

Dies macht erneut deutlich, was die BI schon damals bemerkte: Dass es bei Schuberts Vorgehen nicht um die Lösung des langjährigen Konfliktes um den Wiederaufbau der Garnisonkirche (vor allem des Turms) geht, sondern lediglich um den Nachbarschaftskonflikt zwischen Rechenzentrum und Garnisonkirchturm.

Aus diesem Anlass veranstalten die BI und der Antimilitaristische Verein eine Pressekonferenz am 4. Januar. Hier könnt ihr die zugehörige gemeinsame Pressemitteilung nachlesen:

PRESSEMITTEILUNG

der Bürger*inneninitiative für ein Potsdam Ohne Garnisonkirche

und des Vereins zur Förderung antimilitaristischer Tradition in der Stadt Potsdam

Kein städtisches Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche!

Anfang Dezember veröffentlichte der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert das Ergebnis der zweiten Phase des vierphasigen Prozesses zum Areal Rechenzentrum/Garnisonkirche. Es soll ein “Forum an der Plantage” entstehen, aus Rechenzentrum, Turmkopie und einem “Haus der Demokratie” als Verbindungsbau. Der betroffene Teil des einst von der Stadt Potsdam an die Stiftung Garnisonkirche geschenkten Grundstücks soll der Stadt mittels Erbbaupacht zur Nutzung überlassen werden.

Die Bürger*inneninitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche sieht in dem neuen Vorschlag nicht zuletzt einen Versuch, die momentan fragliche Fertigstellung des notorisch unterfinanzierten Turmbau aus städtischen Mitteln abzusichern, womöglich sogar in Form einer entsprechend hohen Einmalzahlung der Grundstückspacht im Voraus. Dieses Vorhaben widerspricht den jahrelang überwältigenden Abstimmungen der Potsdamer*innen im Bürger*innenhaushalt, “Kein städtisches Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche” einzusetzen.

Besonders problematisch wäre ein solches kommunales Geldgeschenk vor dem Hintergrund der prekären finanziellen Lage der Stiftung, die keine Reserven und keine Aussicht auf weitere Bundesförderung hat. Wir fordern die Stiftung erneut auf, die Öffentlichkeit und die Stadtverordneten über ihre finanzielle Situation aufzuklären. Eine Information, in welcher Form, mit welchen Mitteln und in welchem Zeitrahmen sie den Turm weiterbauen will, wäre ebenfalls notwendig. Das sind die Grundvoraussetzungen für jegliche bevorstehende Entscheidung zum nächsten Schritt des Vier-Phasen-Prozesses.

Der aktuelle Vorschlag des Oberbürgermeisters löst nicht den Konflikt um den Wiederaufbau der Garnisonkirche, sondern befasst sich nur mit dem Nachbarschaftsproblem von Rechenzentrum und Turm. Die Kritik am Garnisonkirchen-Projekt bleibt.

Aus diesem Anlass laden die Bürger*inneninitiative und der Antimilitaristische Förderverein zum Pressegespräch am Dienstag, den 4. Januar, um 10 Uhr ein. Dort werden wir uns im Detail zu dem neuen Vorschlag äußern. Der Termin wird online stattfinden, die Zugangsdaten werden noch bekanntgegeben.

Article note: #toitoi!

Bisher war der Blick oft noch verstellt: Städtische Essensausgaben oder die freiwillige Feuerwehr wurden wahrgenommen, die Arbeit an Online-Freiwilligenprojekten wie Wikipedia hingegen wurden gern übersehen. Vielfach genutzt und doch zu wenig sichtbar. Viele Tausende Wikipedianer*innen sorgen dafür, dass täglich ca. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland auf ihre Wissensfragen eine qualifizierte, fundierte Antwort erhalten.

Gefahr gebannt: Zu viel Bürokratie soll digitales Ehrenamt nicht mehr ausbremsen

Wenn der Koalitionsvertrag eine neue nationale Engagementstrategie aufruft, die auch das digitale Ehrenamt mitdenkt, ist das ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Wikipedianer*innen sorgen in ihrer Freizeit dafür, dass alle einen freien Zugang zu Wissen erhalten. Die Gefahr, dass zu viel Bürokratie dieses Engagement ausbremsen kann, haben SPD, Grüne und FDP erkannt und im Koalitionsvertrag für Klarheit gesorgt: „Wir wollen Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren, unterstützen, gerade auch junge Menschen für das Ehrenamt begeistern und daher das Ehrenamt von Bürokratie und möglichen Haftungsrisiken entlasten.“ 

Natürlich muss der von den Regierungsparteien erklärte „Digitale Aufbruch“ jetzt auch umgesetzt werden. Ein wichtiges Stichwort für die Arbeit an der Wikipedia muss auch maßgeblich für eine gemeinwohlorientierte Digitalpolitik der Bundesregierung sein: Transparenz. Die Koalitionsparteien haben in ihrem gemeinsamen Vertrag (Zeile 219) erklärt: „Wir wollen durch mehr Transparenz unsere Demokratie stärken.“

Open Source und offene Standards bekommen höheren Stellenwert

Die Festlegung auf Open Source und offene Standards sind dabei ein wichtiger Schritt, die Weiterentwicklung des Informationsfreiheitsgesetzes zu einem Bundestransparenzgesetz ein weiterer. Die Freiwilligen der Wikipedia profitieren davon, wenn sie nicht nur in ihrer Arbeit mehr Unterstützung erfahren, sondern auch der Zugang zu Daten und Inhalten für sie gewährleistet ist. Ohne offenen Umgang mit Wissen kann Wissenstransfer nicht stattfinden.

Dass dafür Politik und Zivilgesellschaft enger zusammenrücken müssen, ist eine wichtige Erkenntnis des Koalitionsvertrags. Was sich viele in der Wikipedia Aktive sicher jedoch gewünscht hätten, ist ein Bekenntnis zu einer umfassenden Open Educational Resources-Strategie. Denn auch wenn die Regierungsparteien festgehalten haben, digitale Programmstrukturen und Plattformen für Open Educational Resources unterstützen zu wollen, fehlt der Wille für einen offenen Zugang zu Bildungsmaterialien bislang. Dabei nutzt eine moderne Bildungspolitik, die konsequent auf offene Bildungsmaterialien und -praxen ausgerichtet ist, dem Staat, der Zivilgesellschaft und eben auch Online-Freiwilligenprojekten wie Wikipedia.

Mehr zum Thema

Wikimedia Deutschland begrüßt die digitalen Pläne im neuen Koalitionsvertrag. Doch die Ergebnisse lösen den Anspruch einer digitalen Neuausrichtung nicht vollständig ein. Ein konsequentes Bekenntnis zur Freigabe öffentlich finanzierter Inhalte fehlt weiterhin. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.

Auch das Bündnis F5 für gemeinwohlorientierte Digitalpolitik sieht großes Potenzial im Koalitionsvertrag, wenngleich es Baustellen gibt. Die Arbeit der neuen Regierung werde optimistisch und kritisch begleitet, heißt es in einer dieser Stellungnahme. 

Lizenz Titelbild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, 2021-12-07 Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 20. Wahlperiode des Bundestages by Sandro Halank–019, CC BY-SA 4.0

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Article note: #soso :-)

When I was growing up, we always celebrated our name days with a cake and a little gift. Today, the 9th of December,[1] Anna’s Day is celebrated in Sweden, and I wanted to find out a little bit more about my name and my fellow Swedish Annas.

My dad used to tell me I was named after a ship. When he was young, he once saw a very beautiful blue ship with the name Anna written in golden letters on the bow. At this moment, he decided that if he ever had a daughter he would give her the name Anna.

It wasn’t an unusual decision. In fact, it couldn’t be any less unusual. In 2020, Anna was by far the most common first name in Sweden and there were 100,259 nationally registered persons with the first name Anna.

Anna is the Greek form of the Hebrew name Hannah, meaning "favor" or "grace," and one famous Anna was Jesus' grandmother. The name was introduced to Sweden along with Christianity in Middle Ages, and became more common after the recognition of St. Anna as a saint in the 1400s.

Looking at the last hundred years we can see that Anna had a small peak in the 1940s and reached its all-time high in 1974, when there were 3404 newborn Annas. For the whole period between 1970 and 1987, it was the single most popular name for baby girls in Sweden. The second most common name, Eva, has a similar curve but reached its peak in the 1950s. The relatively big gap between first and second place on the overall ranking of most common names can be explained by Eva's earlier peak (the average age of Evas in Sweden is 63.8, compared to 47 for Annas) as well as Anna's low, but steady popularity throughout the '30s to the '60s.

I grew up in the county of Västra Götaland and I always had the feeling that there were Annas everywhere in kindergarten and at school. But this map shows that the highest density of Annas can actually be found in the north. In Jämtland particularly, where 2.3% of women share my name, the probability of running into an Anna is the highest. In Kalmar and Kronoberg in the south, Anna is still the most common name, but only 1.7% of women carry it.

In the past 20 years, parents have started to give their kids a wider variety of names. Because of the more diverse range of names in use, even the most popular name in 2020, Alice, was only given to 794 newborns, compared to 2159 Annas in 1984, the year I was born.

Maybe people from my generation did not appreciate having a very common name growing up, and therefore tend to give their own children more unique names? When I was little, I sometimes wished I had a more special name. But now, I can’t even imagine having another name than Anna. There is also a beauty in sharing something so personal as your name with so many other people.


That's it from me this time and I'm gonna celebrate Anna Day with a little cake today! Next week, Marten from the development team will write the Weekly Chart. Until next time!

  1. In Germany, St. Anna's Day is celebrated on the 26th of July. ↩︎