Article note: Tolle Geschichten, großartige Idee(n), unheimliches Potenzial, schöne Worte, ... - Und wo sind die Taten!??!1?! :-O
Sicherer Hafen Potsdam, © Landeshauptstadt Potsdam/ Santiago Engelhardt
Sicherer Hafen Potsdam, © Landeshauptstadt Potsdam/ Santiago Engelhardt
Sicherer Hafen Potsdam, © Landeshauptstadt Potsdam/ Santiago Engelhardt

Am 14. Juni 2020 wird das kommunale Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ ein Jahr alt. Das Bündnis wurde im Rahmen eines von der Initiative Seebrücke veranstalteten Kongresses „Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme“ gegründet. Diese hatten sich seit Sommer 2018 zum „Sicheren Hafen“ erklärt und mit der Initiative Seebrücke sowie der zivilen Seenotrettung auf dem Mittelmeer solidarisiert. Inzwischen gehören dem Bündnis 57 Kommunen und Landkreise an. Das Bündnis vernetzt aufnahmebereite Kommunen und Landkreise und bündelt die gemeinsamen Interessen. Ziel des Bündnisses ist vor allem sich gemeinsam stark zu machen für die zusätzliche Aufnahme Geflüchteter, in ständigem Erfahrungsaustausch zu sein und mit einer Sprache gegenüber dem Bundesinnenminister aufzutreten.

Oberbürgermeister Mike Schubert dankt allen im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ zusammengeschlossenen Kommunen und Landkreisen für ihr Engagement für die zusätzliche Aufnahme Geflüchteter. „Mit unserer Bereitschaft zur zusätzlichen Aufnahme Geflüchteter wollen wir unseren Beitrag leisten, um die unmenschlichen Bedingungen der Unterbringungen Geflüchteter in den Lagern an den EU-Außengrenzen zu beenden. Es ist gut und wichtig, dass sich die Landeshauptstadt Potsdam hierbei auf ein breit aufgestelltes Bündnis stützen kann.“

Im Oktober 2019 trafen sich die Bündnismitglieder zu einem ersten Arbeitstreffen in Rottenburg am Neckar und begrüßten das Angebot der Landeshauptstadt Potsdam, die Aufgabe der Koordinierungsstelle zu übernehmen. Für ihr Engagement konnte die Landeshauptstadt Potsdam am 5. Dezember 2012 den “Politics Award“ in der Kategorie Menschenrechte für das Projekt Städte Sicherer Häfen entgegennehmen.

Die Reise einer Delegation von Vertreterinnen und Vertretern der Landeshauptstadt Potsdam, der Evangelischen Kirche, der Stadt Rottenburg am Neckar und Seebrücke Ende Februar 2020 nach Lesbos hat nicht nur bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern hat deutliche Signale für die unverzügliche Aufnahme von Schutzsuchenden aus den Lager gesendet. Das Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe“ hatte unter dem Eindruck der Berichte dieser Delegationsreise zu einer Spendenaktion für Camp „Moria“ auf Lesbos aufgerufen. Im Zuge dessen konnten bislang 12.000,00 Euro eingeworben werden, die im Sinne der Betroffenen vor Ort verwendet werden sollen.

Im Rahmen eines Fachaustausches auf Einladung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat mit Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“ konnte im Frühjahr 2020 ein erstes Treffen auf Augenhöhe in Umsetzung der Potsdamer Erklärung erfolgen.

Der Gründung des Bündnisses vorausgegangen war ein Arbeitstreffen in der Landeshauptstadt Potsdam, zu dem Oberbürgermeister Schubert interessierte Städte eingeladen hatte. Im Ergebnis dieses Treffen wurde die „Potsdamer Erklärung“ verabschiedet, mit der die Städte ihren Forderungen gegenüber der Bundesregierung erstmals gebündelt Gewicht verliehen. Erstunterzeichner der Potsdamer Erklärung waren: Berlin, Detmold, Flensburg, Freiburg, Greifswald, Hildesheim, Kiel, Krefeld, Marburg, Potsdam, Rostock, Rottenburg am Neckar und Heidelberg.

Article note: .oO( )

Im brandenburgischen Bad Belzig haben Polizeibeamte einen Obdachlosen schikaniert und sich über ihn lustig gemacht. Herausgekommen ist das Verhalten, weil einer der Beamten die Szene filmte und die Aufnahmen in einer Whats-App-Gruppe landeten.

Die Brandenburger Polizei schildert den Vorfall selbst in einer Pressemitteilung. Danach trieb einer der beiden Polizisten den Obdachlosen zu Fuß vor sich her. Dabei habe er diesen „augenscheinlich unangemessen bedrängt“. Der andere Beamte fuhr im Streifenwagen in Schrittgeschwindigkeit nebenher und filmte alles. Das Video zeigt nach Angaben der Polizei, wie der Beamte den Obdachlossen „verbal und durch mehrfaches Schieben“ auf dem Gehweg drängt und ihn möglicherweise tritt. Dabei sollen die Beamten sich sehr amüsiert haben.

Das Video von dem Vorfall muss so schockierend sein, dass die Beamten zunächst vom Dienst suspendiert wurden. Außerdem betonen die Polizeiführung und das Innenministerium, man habe sich selbst zur Bekanntgabe des Falles entschlossen. Zum einen sei es Brandenburger Linie, Verstöße gegen Dienstvorschriften konsequent zu verfolgen. Zum anderen wolle man jeden Eindruck vermeiden, Fehlverhalten von Polizeibeamten solle vertuscht werden.

Näheres im Tagesspiegel, Ausgabe Potsdam

Article note: #so!

Aber Fefe, der Rezo ist doch auch nicht unfehlbar! Und seine peinlich gezwungen wirkende pseudohippe Jugendsprache!1!! Und die FAZ hat ja möglicherweise Recht, dass er bei ihnen ein paar Ausrutscher zu viel gezählt hat! Außerdem ist Rezo doch ein Shill der Werbemafia, denn man kann ihn bei Ströer buchen!

Meine Güte. Ich ahnte ja, dass die FAZ und ihre Leserschaft niveautechnisch deutlich nachgelassen haben seit den 80er Jahren, aber da entgleisen mir ja doch gerade ziemlich die Gesichtszüge.

Leute, Rezo ist ein Fuzzy auf Youtube. Die FAZ bildet sich ein, ein Leitmedium zu sein, und in dem besagten Video fallen ein paar echt fremschämwürdige Sprüche ala "der Jasper von Altenbockum hat ja mehr für den Journalismus in Deutschland getan als Rezo je leisten können wird". Ach? Ist das so, ja? Wann genau soll das gewesen sein? Mir ist der noch nie positiv oder auch nur neutral aufgefallen. Ich meine, gucken wir doch mal kurz! Die arme Vorratsdatenspeicherung ist Opfer vom fiesen Übeltäter Snowden geworden. Oder wie wäre es mit Das ZDF ist in russischer Hand! Oder vielleicht doch lieber wir brauchen atomare Abschreckung gegen DEN RUSSEN, um die arme unschuldige Ukraine an den Westen anzuschließen? Nicht euer Geschmack? Einen hab ich noch: Die Opposition droht bei der BND-Affäre zur "innerparlamentaischen Pegida" zu werden. Was hatte die Opposition noch gleich zu tun gewagt? Na sie dachten in ihrem jugendlichen Leichtsinn, man könnte Geheimdienste kontrollieren, und dachten laut über einen Untersuchungsausschuss nach. In den Hirnwindungen eines transatlantischen Betonkopfes wie Altenbockum kommt das praktisch einem Hochverrat gleich!

Ich meine, man muss den ja verstehen. Der sah sich kurzerhand von Jan Fleischhauer (der Anreißer reicht, ihr müsst nicht das ganze Video gucken) rechts überholt, und die hatten auch noch viel mehr Reichweite! Was hätte er denn da tun sollen?!

Aber es geht hier nicht um Jasper von Altenbockum. Auch nicht darum, dass die FAZ ernsthaft jemanden vorschickt, um den auch noch öffentlich zu verteidigen, und seine Verdienste für den Journalismus in Deutschland (ich erbrach mich spontan ein bisschen in meinen Mund, als ich die Zeile kam) zu loben. Nein. Es geht darum, dass sie auf Kritik nicht etwa mit "wir geloben Besserung" reagieren, sondern mit Rabulistik. Was passiert denn, wenn wir ihnen alle ihre Punkte glauben? Dann haben sie erfolgreich argumentiert, dass andere Zeitungen noch schlimmer sind als sie.

Und das, meine lieben Leser, ist in meinen Augen der Todesstoß.

Schlimmer als keine Integrität haben ist es, Integrität nicht mal als Anspruch an sich selbst zu haben.

Wenn die FAZ hier öffentlich argumentiert, der Rezo habe ja auch ähnliche Fehler wie sie gemacht, dann geben sie damit öffentlich zu, was Rezo behauptet hatte: Dass sie gar keine höheren Ansprüche als irgendwelche dahergelaufenen Youtuber haben. Mit anderen Worten: Sie bestätigen, was Rezo ihnen vorgeworfen hatte.

Ich finde es nicht schlimm, von Rezo vorgeführt zu bekommen, wie Transparenz bei Quellen und Methoden aussieht. Dass die FAZ da Nachhilfe braucht, belegen sie seit Jahren immer und immer wieder. Den Politik- und Wirtschaftsteil der FAZ konnte man schon immer in der Pfeife rauchen. Das Feuilleton war was denen ihren Wert gab, und seit Frank Schirrmacher tot ist, hat die FAZ nicht mal mehr das.

Während ihr hier diskutiert, ob Rezo ein satisfaktionsfähiger Bote für die schlechten Nachrichten sind, die seit Jahren jeder sehen kann, der die Augen aufmacht, möchte ich mal kurz darauf hinweisen, was Journalismus früher mal bedeutet hat. Journalismus hieß mal, dass man vorher ausreichend recherchiert und prüft und gegenprüft, dass man nie mit Falschbehauptungen erwischt wird, weil die bei den Prüfungen erkannt und entfernt wurden. Die Frage, wie die FAZ jetzt damit umgehen soll, dass Rezo ihnen ihre Schlamperei vorwirft, ist also schon einen Schritt zuviel. Die eigentliche Frage hätte sein müssen, wieso es Rezo überhaupt schaffen konnte, bei der FAZ so viel Pfusch zu finden.

So und jetzt warte ich auf die "ja aber der Fefe hat ja auch schon Fehler gemacht"-Fremschämtweets. Gute Nacht, Deutschland.

Article note: #good2know + #thx4sharing!

Die Verfügbarkeit und Nutzung aktueller Wetterwarnungen des DWD sind in einer recht informativen Veröffentlichung „WMS-Dienste für die eigene Website mit dem DWD-GeoWebservice“ [1] ausführlich beschrieben. Die angebotenen Dienste funktionieren wie üblich, alle Eigenschaften des angebotenen Dienstes findet Ihr unter den GetCapabilities [2], diese werden auch im GIS bei den Diensten eingetragen. Es stehen 9 Basislayer und 30 Fachdaten-Layer (Wetterwarnungen) zur Verfügung. Mittels GetMap-Aufruf [3] kann eine Karte auch direkt im Browser angezeigt werden.

Hier meine Tests im Browser und im QGIS:

[1] … https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_aktuell/objekt_einbindung/ einbindung_karten_geowebservice.pdf?__blob=publicationFile&v=11
[2] … https://maps.dwd.de/geoproxy_warnungen/service? service=wms&version=1.3.0&request=GetCapabilities
[3] … https://maps.dwd.de/geoproxy_warnungen/service?VERSION=1.3.0 &REQUEST=GetMap&LAYERS=GRAY_HR_SR_OB_DR, … &STYLES=&CRS=EPSG:3857&BBOX=614360.8293587392,5933210.01991552, 1713821.866597408,7423590.537061271&WIDTH=450&HEIGHT=610 &FORMAT=image/png