Article note: "Es ist traurig, dass in Brandenburg nicht möglich sein soll, was in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern geht. Das zeigt, dass das Primat nicht bei den Familien liegt, sondern bei Tesla" #zustimm!
In Brandenburg zahlen Eltern für Kita-Betreuung. Ein Gutachten zeigt, dass Beitragsfreiheit 176 Millionen Euro pro Jahr weniger kosten würde als behauptet.

Article note: +1

Antimilitaristischer Stadtrundgang, Vortrag und Diskussion

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17:30 – 21:00 Uhr
Rechenzentrum Kunst- und Kreativhaus, Dortustraße 46, 14467 Potsdam

Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Garnisonkirche war bis zu ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs die wichtigste Militärkirche in Deutschland. Direkt nach der Wende begannen prominente Persönlichkeiten, ihren Wiederaufbau zu forcieren. Als sich dagegen Widerstand erhob, kam der widersprüchliche Gedanke auf, die Garnisonkirche zwar als ruhmreiche Haus- und Hofkirche der Hohenzollernmonarchie wiederzuerrichten, sie gleichzeitig aber zu einer Friedenskirche und einem demokratischen Versöhnungsort zu erklären. Blickt man in der Geschichte zurück, wurden ausnahmslos alle Kriege, für die in der Garnisonkirche gepredigt und gebetet wurde, mit dem Argument des Friedens begründet. Heute Bibelverse zu zitieren, in denen Begriffe wie Frieden und Versöhnung vorkommen, besagt deswegen nicht viel.

Der Diskussionsabend nimmt die letztes Jahr erfolgte Zusicherung einer Spende aus dem Wehretat des Verteidigungsministeriums in Höhe von 350.000€ zum Anlass, um über das Verhältnis von Religion und Militär nachzudenken.

17:30 Uhr: Antimilitaristischer Stadtrundgang durch Potsdam, Treffpunkt vor dem Rechenzentrum
Mit Carsten Linke (Verein zur Förderung antimilitaristischer Tradition)

19:30 Uhr: Friedensgarnisonkirche? Über den Zusammenhang von Religion und Militär
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Horst Junginger (Religionswissenschaftler an der Universität Leipzig)

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Lernort Garnisonkirche

Article note: +111 o_O

In der Stadtverordnetenversammlung Zehdenick wurde am Montagabend, 20.09.2021 ein Antrag angenommen, den die demokratischen Parteien gemeinsam mit der rechtsextremen AfD gestellt hatten. Lediglich der bündnisgrüne Stadtverordnete Reiner Merker hatte gegen diesen Antrag protestiert. SPD, CDU, DIE LINKE und FDP jedoch hatten offenbar weiterhin keine Hemmungen, mit der AfD gemeinsame Sache zu machen. Die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg, JULIA SCHMIDT, ist angesichts des Verhaltens der demokratischen Partien entsetzt.

JULIA SCHMIDT: „SPD, CDU, Linke und FDP scheinen es mit der Abgrenzung gegen Rechtsaußen nicht so ganz ernst zu meinen. Anders kann ich mir die schwachen  beziehungsweise ausbleibenden Reaktionen ihrer Landesverbände auf das Geschehen in Zehdenick nicht erklären. Rechtsextremismus darf in unserem Land nicht durch gemeinsame Anträge normalisiert werden. Wer das tut, leistet der Demokratie einen Bärendienst. Aus diesem Grund muss eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen bleiben, auch und besonders auf kommunaler Ebene. Ich kann mich nur wiederholen: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, die Brandmauer gegen Rechtsextremismus muss stehen. Ihr Fundament wird in der Kommunalpolitik gelegt.“

Hintergrund: Bei dem Antrag ging es um Schritte zur Abwahl des parteilosen Bürgermeisters Bert Kronenberg. Der entsprechende Antrag wurde von den Fraktionen SPD, CDU, DIE LINKE, WG GfZ/FDP, WS/BFZ und AfD gemeinsam gestellt. Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit hätten die Parteien auch ohne die AfD als Mitantragstellerin zustande gebracht. Bei der Abstimmung am Montagabend stimmten 20 von 22 Stadtverordneten für den Antrag
 

Die offenen Adern Lateinamerikas, broschierte Ausgabe

Die Geschichte eines Kontinents

„Der Autor bedauert, dass diese Seiten nicht an Aktualität verloren haben.“ Eduardo Galeano in seiner Einleitung zur Neuausgabe.

Der weltweite Ruhm Eduardo Galeanos gründet auf einem Buch, das er „in neunzig Nächten“ geschrieben hat: "Die offenen Adern Lateinamerikas". Scharfsinnig, schonungslos und sprachlich brillant zeigt der Autor, dass es keinen Reichtum gibt, der unschuldig ist und formuliert das große Paradoxon seines Kontinents: „Wir Lateinamerikaner sind arm, weil der Boden, auf dem wir gehen, reich ist.“


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