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Bornstedt. Der Volkspark Potsdam im Bornstedter Feld wird eintrittsfrei. Überraschend haben die Stadtverordneten am Mittwochabend einem entsprechenden Antrag der Fraktion „Die Andere“ mehrheitlich zugestimmt. Im Hauptausschuss eine Woche zuvor war das Anliegen noch abgelehnt worden.

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Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) wird nun beauftragt, „alle erforderlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Volkspark zur neuen Saison für alle kostenfrei zugänglich wird und ein um mindestens 200.000 Euro erhöhtes Pflegebudget erhält“, heißt es im Beschluss. Damit wird auch eine von der CDU erhobene Forderung erfüllt, die ebenfalls fordern, dass für städtische Grünflächen mehr Geld zur Verfügung steht und auch bislang aus Geldmangel verschobene Instandsetzungsarbeiten von Spielgeräten und anderen Objekten im Volkspark schnell nachgeholt werden.

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Sara Krieg (Die Andere) erklärte vor der Abstimmung, die direkt auf die Debatte zum Zuschuss an die Schlösserstiftung gegen einen Parkeintritt in Sanssouci erfolgte: „Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir unseren eigenen Stadtpark nur für Geld zugänglich machen wollen.“

Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Stellungnahme den Antrag abgelehnt. Das nötige Geld sei in der mittelfristigen Finanzplanung nicht enthalten. „Es würde eine Mehrbelastung entstehen, die über die vorgeschlagenen höheren Zuschüsse hinausgeht, da auf Einnahmen verzichtet wird und zusätzlich steuerrechtliche Nachteile auszugleichen wären.“

Im Jahr 2021 hatte der Volkspark außerhalb von Veranstaltungen etwa 340.000 Besucher, darunter geschätzte 70.000 Kinder und Jugendliche, die schon länger keinen Eintritt mehr zahlen. Aktuell kostet der Eintritt im Sommertarif vom 1. März bis 30. November 1,50 Euro, ermäßigt 50 Cent, im Wintertarif für alle 50 Cent.