Immer mehr Abiturienten studieren, aber immer mehr Studienanfänger brechen ihr Studium auch ab. Pädagogen und Bildungspolitiker in Brandenburg sehen hier alle Seiten in der Pflicht: die Studierenden selbst, die Schulen und auch die Hochschulen. Von Dominik Lenz
Kategorie: Lifestream
Thunderbird, Enigmail and OpenPGP
Today the Thunderbird project is happy to announce that for the future Thunderbird 78 release, planned for summer 2020, we will add built-in functionality for email encryption and digital signatures using the OpenPGP standard. This new functionality will replace the Enigmail add-on, which will continue to be supported until Thunderbird 68 end of life, in the Fall of 2020.
For some background on encrypted email in Thunderbird: Two popular technologies exist that add support for end-to-end encryption and digital signatures to email. Thunderbird has been offering built-in support for S/MIME for many years and will continue to do so.
The Enigmail Add-on has made it possible to use Thunderbird with external GnuPG software for OpenPGP messaging. Because the types of add-ons supported in Thunderbird will change with version 78, the current Thunderbird 68.x branch (maintained until Fall 2020) will be the last that can be used with Enigmail.
For users of Enigmail, Thunderbird 78 will offer assistance to migrate existing keys and settings. We are happy that Patrick Brunschwig, the long-time developer of Enigmail, has offered to work with the Thunderbird team on OpenPGP going forward. About this change, Patrick had this to say:
“It has always been my goal to have OpenPGP support included in the core Thunderbird product. Even though it will mark an end to a long story, after working on Enigmail for 17 years, I’m very happy with this outcome.”
Users who haven’t used Enigmail previously will need to opt in to use OpenPGP messaging, as encryption will not be enabled automatically. However, Thunderbird 78 will help users discover the new functionality.
To promote secure communication, Thunderbird 78 will encourage the user to perform ownership confirmation of keys used by correspondents, notify the user if the correspondent’s keys change unexpectedly, and, if there is an issue, offer assistance to resolve the situation.
It’s undecided whether Thunderbird 78 will support the indirect key ownership confirmations used in the Web of Trust (WoT) model, or to what extent. However, sharing of key ownership confirmations made by the user (key signatures), and interaction with OpenPGP key servers shall be possible.
If you have an interest in seeing more detailed plans on what is in store for OpenPGP in Thunderbird, check out our wiki page with more information.
Extinction Rebellion: Der Gegner sitzt nicht in der Blockade

Seit Tagen kübeln Rechte und Linke gemeinsam Scheisse über Extinction Rebellion (XR). Nun ist das bei Rechten kein Wunder. Überraschend ist aber, dass sich Linke und Linksradikale lautstark, unsachlich und mit Hass und Eifer am Zerlegen einer neuen und schnellwachsenden Klimagruppe beteiligen.
Die Art und Weise, wie die meiste Kritik ohne Belege und Quellen abgefeuert wird, ist schäbig, dünkelhaft, unsolidarisch und vor allem strategisch extrem unklug. Das Spaltungspotenzial ist groß, der Schaden für die Klimabewegung vermutlich schon angerichtet. Vollkommen ohne Not. In einer Situation, in der die Bundesregierung 1,5 Millionen Demonstranten vollkommen ignoriert.
Natürlich muss XR kritisiert werden
Klar, reibe ich mich als progressiver Mensch an Endzeit-Rhetorik und religiös anmutenden Performances. Sowas kann Esoterikerinnen und Spinner anziehen und es erzeugt Bilder und Assoziationen, die der Klimabewegung als Ganzes schaden können und rechten Dummbeuteln Munition liefern.
Ich muss XR für einen unsensiblen Umgang beim Datenschutz kritisieren. Und natürlich will ich wissen, wieviel Macht die Gründer:innen haben. Klar, finde ich manche Aussagen eines Mitgründers befremdlich. Und natürlich kritisiere ich Aktionen, in denen sich einzelne Ortsgruppen unsolidarisch verhalten haben. Ich könnte auf die mangelnde theoretische Tiefe eingehen. Oder über hippiesken Protest lächeln. Oder mich über die polizeifreundliche Kommunikation aufregen.
Bestimmt tauchen in Zukunft noch mehr Kritikpunkte auf, weil manche Dinge einfach Scheisse sind oder Leute Scheisse bauen. Aber bislang hat XR auch auf Kritik reagiert.
Anschlussfähigkeit als legitime politische Strategie
In jedem Fall ist es kurzsichtig XR vorzuwerfen, dass Antikapitalismus nicht im Programm steht. Oder dass XR ausschließlich auf gewaltfreien und friedlichen Widerstand setzt. Oder dass XR Baukästen für die schnelle Gründung von Ortsgruppen anbietet.
XR ist komplett auf Anschlussfähigkeit und Wachstum getrimmt. Das ist ein Wesenskern dieser Bewegung. Das ist eine Strategie, um mehr Menschen anzusprechen – und nicht nur klassische Linke. Eine Fokussierung auf ein Thema.
Dabei Anschlussfähigkeit mit zivilem Ungehorsam zu verknüpfen, ist super, wenn man an Schlagkraft gewinnen will. Angesichts der sich zuspitzenden Klimakatastrophe ist diese Strategie absolut legitim.
Das eigene Deutungsmonopol zur Weltrettung ist gefährdet
Die zugegebenermaßen lange Latte an Kritikpunkten an XR rechtfertigt nicht, dass Leute, die sich progressiv, links, linksradikal, anarchistisch, kommunistisch, antifaschistisch, whatever nennen – ausgerechnet im Vorfeld einer globalen Klima-Aktionswoche – eine Bewegung und ihre Aktionen in Grund und Boden shitstormen und die Proteste demobilisieren. Koste es, was es wolle. Hauptsache, die eigene reine Lehre bleibt unangetastet.
Oder wie es ein Freund treffend formulierte: Nichts ist für einen wertkonservativen Linken schlimmer als eine neue erfolgreiche Protestbewegung, die das eigene Deutungsmonopol zur Weltrettung bedroht.
Die große Chance, die in XR steckt
Linke Menschen, die nicht komplett neben der Spur sind, würden sich abwartend skeptisch oder (un)freundlich distanziert oder kritisch solidarisch oder zumindest strategisch intelligent zu XR verhalten. In Teilen sieht man das: bei Ende Gelände, beim Peng Kollektiv, bei der Interventionistischen Linken, bei der Hedonistischen Internationale und einigen mehr, die nicht auf den Spaltungszug aufgesprungen sind.
Denn strategisch ist die Sache ein klarer Fall: Eine neue Bewegung schafft es, viele Menschen an Aktionsformen des zivilen Ungehorsams heranzuführen. Ziviler Ungehorsam ist für jede Bewegung, die wirklich etwas verändern will, eine Schlüsselstrategie. Je mehr Menschen Theorie und Praxis des zivilen Ungehorsams kennen, desto schlagkräftiger können soziale Bewegungen in Zukunft werden. Ziviler Ungehorsam geht außerdem oftmals mit Gewalterfahrungen durch die Polizei einher. Auch diese Erfahrungen sind für die Ausbildung von staatskritischen Menschen wichtig.
XR hat hunderte Ortgruppen weltweit. Diese werden alle anders, unterschiedlich und schwer zu kontrollieren sein. Das ist die Chance, die in XR steckt.
Vor diesem Hintergrund kann man doch nicht bei jeder unüberlegten oder unsolidarischen Aktion irgendeiner Ortsgruppe von XR, bei jedem Spruch oder Tweet von irgendeiner Einzelperson von XR und jedem Scheiss, die gesamte Bewegung und alle Menschen, die da mitmachen, verurteilen.
Bewegungen leben von Verbünden, Vielfalt und Ertragen
Protestbewegungen werden erfolgreich durch Vielfalt, Solidarität und unterschiedliche Ansätze. Sie werden stark durch neue Impulse und Menschen, die frisch dazukommen. Sie werden für die Mächtigen gefährlich durch Breite. Wer wirklich etwas verändern will, sollte sich freuen, wenn statt ritualisierter “Haut ab!”-Rufe in einer Sitzblockade auch mal “We are the champions” angestimmt wird.
Bewegung heißt doch nicht, dass ich jede Gruppe lieben muss. Bewegung heißt nicht, dass ich mit jeder Gruppe vollkommen d’accord gehen muss. Bewegung heißt auch, dass man Gruppen und Menschen ertragen muss, es aber dennoch eine große Schnittmenge zum Erkämpfen eines gemeinsamen Zieles gibt. Verbünden ist nun mal der einzige Weg, diese Welt zu verändern.
Es wird sich früh genug zeigen, ob die Schnittmengen groß genug sind. Extinction Rebellion ist gerade einmal ein Jahr alt.
Lasst sie in der Aktion beweisen, was sie sind, wie sie sind und was sie drauf haben. Seid nachsichtig, wenn ganz viele neue Leute erstmals politisch werden. Gratuliert doch einfach mal, dass der Potsdamer Platz immer noch besetzt ist und ziviler Ungehorsam im großen Stil gemacht wird.
Habt Geduld. Übt solidarische Kritik. Zettelt selber wirksame Proteste an.
Aber kommt verdammt nochmal klar. Die Gegner stehen wirklich woanders.
Here’s the video pic.twitter.com/dCGz0uPRDO
Dämmen macht unsinnlich
Die Kunststoff-Verblendung unserer Städte im Namen des Klimaschutzes stößt auf wachsenden Widerstand bei Architekten