Article note: #soso :-)

When I was growing up, we always celebrated our name days with a cake and a little gift. Today, the 9th of December,[1] Anna’s Day is celebrated in Sweden, and I wanted to find out a little bit more about my name and my fellow Swedish Annas.

My dad used to tell me I was named after a ship. When he was young, he once saw a very beautiful blue ship with the name Anna written in golden letters on the bow. At this moment, he decided that if he ever had a daughter he would give her the name Anna.

It wasn’t an unusual decision. In fact, it couldn’t be any less unusual. In 2020, Anna was by far the most common first name in Sweden and there were 100,259 nationally registered persons with the first name Anna.

Anna is the Greek form of the Hebrew name Hannah, meaning "favor" or "grace," and one famous Anna was Jesus' grandmother. The name was introduced to Sweden along with Christianity in Middle Ages, and became more common after the recognition of St. Anna as a saint in the 1400s.

Looking at the last hundred years we can see that Anna had a small peak in the 1940s and reached its all-time high in 1974, when there were 3404 newborn Annas. For the whole period between 1970 and 1987, it was the single most popular name for baby girls in Sweden. The second most common name, Eva, has a similar curve but reached its peak in the 1950s. The relatively big gap between first and second place on the overall ranking of most common names can be explained by Eva's earlier peak (the average age of Evas in Sweden is 63.8, compared to 47 for Annas) as well as Anna's low, but steady popularity throughout the '30s to the '60s.

I grew up in the county of Västra Götaland and I always had the feeling that there were Annas everywhere in kindergarten and at school. But this map shows that the highest density of Annas can actually be found in the north. In Jämtland particularly, where 2.3% of women share my name, the probability of running into an Anna is the highest. In Kalmar and Kronoberg in the south, Anna is still the most common name, but only 1.7% of women carry it.

In the past 20 years, parents have started to give their kids a wider variety of names. Because of the more diverse range of names in use, even the most popular name in 2020, Alice, was only given to 794 newborns, compared to 2159 Annas in 1984, the year I was born.

Maybe people from my generation did not appreciate having a very common name growing up, and therefore tend to give their own children more unique names? When I was little, I sometimes wished I had a more special name. But now, I can’t even imagine having another name than Anna. There is also a beauty in sharing something so personal as your name with so many other people.


That's it from me this time and I'm gonna celebrate Anna Day with a little cake today! Next week, Marten from the development team will write the Weekly Chart. Until next time!

  1. In Germany, St. Anna's Day is celebrated on the 26th of July. ↩︎

Article note: #thx4sharing!

Schon seit vielen Jahren haben die großen internationalen Wissenschaftsverlage ein äußerst lukratives Geschäftsmodell etabliert. Sie profitieren davon, dass die öffentliche Hand einen Großteil der Arbeit bezahlt: An öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen angestellte Wissenschaftler*innen schreiben in den allermeisten Fällen nicht nur honorarfrei über ihre Forschung. Sie übernehmen außerdem auch im unabhängigen Begutachtungsprozess des Peer-Review kostenlos für die Verlage die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel. Eine jüngst veröffentlichte Studie geht davon aus, dass sich der Gegenwert des durch öffentlich bezahlte Wissenschaftler*innen geleisteten Peer-Reviews weltweit auf einen Milliardenbetrag summiert. Und auf einem dritten Weg fließen öffentliche Gelder in eine Veröffentlichung: Die Bibliotheken abonnieren oder kaufen die Zeitschriften und Bücher von den Verlagen, so dass die Angehörigen ihrer Einrichtungen sie nutzen können. 

Verlage wie Elsevier, Springer Nature und Wiley haben sich inzwischen ein Oligopol erarbeitet – in Deutschland flossen an sie bis 2015 über die Hälfte der Ausgaben der deutschen Universitätsbibliotheken. Mit immer weiter steigenden Preisen erzielen sie Gewinnmargen von bis zu 30 Prozent, die sonst auf legalem Wege wohl nur in der Pharmabranche zu erreichen sind. Gleichzeitig sind die Etats der Bibliotheken stagniert oder gesunken, was seit Mitte der 1990er-Jahre zu einer regelrechten Zeitschriftenkrise geführt hat. Die hohen Subskriptionspreise sorgen dafür, dass der Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen für immer mehr Menschen nicht frei möglich ist. 

Lizenzhinweis

Kenneth C. Zirkel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Open Access wird zum Geschäftsmodell für Verlage
Daher richteten sich große Hoffnung auf die Transformation hin zu Open Access. Die digitale Transformation versprach neben dem freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und anderen Materialien im Internet auch kostengünstigeres Publizieren. Doch dem Ziel einer nachhaltigen Forschungsinfrastruktur, die einen freien Zugang zu Texten, Daten und Code für alle ermöglicht, sind wir dabei nur einen kleinen Schritt näher gekommen. Die großen internationalen Verlage haben das Open-Access-Prinzip längst in ihre Geschäftsmodelle eingebaut. Autor*innen bezahlen nun vorab Publikationsgebühren (bei Zeitschriften sogenannte Article Processing Charges), die in vielen Fällen von ihren Institutionen übernommen werden. Gleichzeitig bezahlen Universitäten und Bibliotheken weiterhin hohe Subskriptionspreise, um Zugang zu Verlagsveröffentlichungen zu erhalten, die für alle anderen hinter einer Bezahlschranke liegen. Diese Praxis des „double dipping“ – also des doppelten Griffs in die öffentlichen Kassen – wird seit Jahren kritisiert. Durch ihre marktbeherrschende Stellung diktieren die großen Verlage auch hier weiterhin die Preise. 

Um in dieser Situation Handlungsfähigkeit zurückzuerlangen, wurde 2014 von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen das Projekt DEAL ins Leben gerufen. Unter Federführung der Hochschulrektorenkonferenz verhandelt die DEAL-Gruppe im Auftrag aller deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen mit Elsevier, Springer Nature und Wiley bundesweit neue Vertragsmodelle. Diese Verhandlungen blieben nicht reibungslos. So liegen die Verhandlungen mit Elsevier aktuell auf Eis, nachdem vorangegangene Verlagsangebote nach Überzeugung der Allianz nicht den Prinzipien von Open Access und einer fairen Preisgestaltung entsprachen. Seit Oktober 2017 haben zahlreiche namhafte Wissenschaftler*innen ihre Herausgeberschaft für Zeitschriften von Elsevier niedergelegt. Ende 2016 bzw. 2017 haben rund 200 wissenschaftliche Einrichtungen ihre Lizenzverträge mit Elsevier nicht verlängert.

Lizenzhinweis

Villy Fink Isaksen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vorbild Facebook: Wie Datentracking die freie Wissenschaft gefährdet
Mitten hinein in diese zugespitzte Situation, in der eine Ablösung des bestehenden Zeitschriftensystems wieder stärker diskutiert wird, platzt nun ein neues Thema, das so neu gar nicht ist: Datentracking. Schon 2017 zeigte eine Untersuchung auf, dass sich das Geschäftsmodell der wissenschaftlichen Großverlage erneut verändert – in diesem Fall noch grundlegender als je zuvor. Mit gut gefüllter Kasse haben sie in den letzten Jahren damit begonnen, ihr Geschäftsmodell weg von wissenschaftlichen Inhalten und hin zu Datenhandel und Datenanalyse zu entwickeln, analog zu den großen Internetkonzernen. Hierfür haben Elsevier, Springer Nature und Wiley gezielt Tools und Services eingekauft, um komplette technologische Infrastrukturen zu schaffen, die alle Aspekte des wissenschaftlichen Forschungszyklus abdecken. Dazu gehören auch verschiedene Anbieter und Tools, die noch vor wenigen Jahren als unabhängige Open-Science-Projekte gestartet sind. Hierbei geht es nicht nur darum, neue Einnahmequellen zu generieren. Vielmehr ist das Ziel, Wissenschaftler*innen mit all ihren Aktivitäten in verlagseigenen Plattformlösungen und Ökosystemen zu binden und so den gesamten wissenschaftlichen Arbeitsprozess zu monopolisieren. 

So wird es möglich, Daten über Wissen, wissenschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Akteur*innen zu sammeln, zu aggregieren und zu monetarisieren. Dabei geht es nicht länger nur um die Inhalte der Veröffentlichungen selbst, sondern um das Nutzungsverhalten einzelner Wissenschaftler*innen. So sind beim Aufruf eines Aufsatzes der Zeitschrift Nature beispielsweise rund 70 verschiedene Trackingtools aktiv, die sowohl vom Verlag selbst als auch von Drittunternehmen, die selbst als Data Broker aktiv sind. Mit welchen Daten diese Daten zusammengeführt und an wen solche personalisierten Profile am Ende weiterverkauft werden, das weiß man nicht. Was man weiß ist, dass zum Elsevier-Mutterkonzern RELX auch Lexis Nexis gehört. RELX kann daher quasi berufliche Daten mit privaten Daten kombinieren und verkauft diese beispielsweise an Strafverfolgungsbehörden, die solche Daten selbst nicht sammeln dürfen. Nicht nur die Deutsche Forschungsgemeinschaft befürchtet daher, dass nicht nur das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt wird, sondern Wissenschaftler*innen auch direkt gefährdet werden können, wenn solche personalisierten Daten von autoritären Regimes gekauft und ausgewertet werden, die bewusst in die Freiheit von Forschung und Lehre eingreifen und unliebsame Perspektiven bekämpfen wollen.
In ihrem Informationspapier problematisiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft dieses Geschäftsmodell außerdem auf gesellschaftlicher Ebene: “Es besteht ein Risiko, dass die Wissensgesellschaft durch diese Verschiebung des kommerziellen Geschäftsmodells hin zur Datenanalytik privatisiert wird und letztlich nicht mehr die öffentliche Hand, sondern zunehmend private Unternehmen über das Wissen über Forschungsinhalte und -tendenzen, ihre Institutionen und Akteure verfügen. Wissenschaft als öffentliches Gut wird der Logik der Privatisierung von Infrastrukturen und ihren Folgen unterworfen.”

Podiumsdiskussion
„Wenn Du nicht für das Produkt bezahlst, bist du selbst das Produkt?“
Über diese Privatisierung von öffentlichem Gut und die Kommerzialisierung von Wissenschaft möchten wir am Donnerstag, 9. Dezember, 16.30-18.30 Uhr diskutieren. Die Podiumsdiskussion mit dem Titel “Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du selbst das Produkt?” wird von Wikimedia Deutschland und dem Open-Access-Büro Berlin organisiert. Das Center for Open and Responsible Research (CORe) der Berlin University Alliance (BUA) und der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) unterstützen diese Veranstaltung.

Zugang ohne Anmeldung per Zoom.

Unsere Gäste sind:

Björn Brembs, Professor für Neurogenetik an der Universität Regensburg,

Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin und Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv),

Angela Holzer, ist Referentin in der DFG Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgung und  Informationssysteme,

Julia Reda, Politikerin und Expertin für Urheberrecht und Kommunikationsfreiheit und leitet seit 2020 bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte das Projekt control © – Freie Kommunikation verwirklichen.

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Jan Martin Wiarda.

Wie weit geht die Kommerzialisierung Offener Wissenschaft? Ist die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr?
„Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du selbst das Produkt?“ – dieser und weiterer Fragen geht eine Podiumsdiskussion an der FU Berlin nach: https://t.co/pRX43PBZrR pic.twitter.com/vzDaxE6dgb

— iRights.info (@iRightsinfo) November 25, 2021

If you are not paying for the product, you are the product? Am 9.12. diskutieren @Senficon, @HolzerAngela @dfg_public, @brembs & A.Degkwitz @UBHumboldtUni @bibverband, moderiert v. @JMWiarda // @WikimediaDE @skupien_stefan @BerlinUAlliance

Alle Infos:https://t.co/COiSNkVwAw

— OA-Büro Berlin (@oa_berlin) November 8, 2021

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Article note: #heul :-\

Liebe Freund*innen des Discgolfsportes in Potsdam, leider müssen wir euch erneut eine traurige Nachricht verkünden, die auch das Ergebnis der „Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ (vom 23. November 2021) ist: unser Parcours ist vorerst (wieder komplett) gesperrt. Hier der Text auf dem aktuellen des „Moment mal“-Schild des Volksparks. „Liebe Besucher*innen, die aktuell geltenden Pandemie-Regelungen erlauben eine Nutzung von […]

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Stiftung und Rechenzentrum - Kompromiss im Streit um Potsdamer Garnisonkirche gefunden

Mi 08.12.21 | 15:22 Uhr

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Seit Jahren wird um die Potsdamer Garnisonkirche gestritten. Jetzt steht eine Einigung bevor: Von der Kirche soll nur der Turm wieder aufgebaut werden, das Rechenzentrum bleibt weitestgehend erhalten, dazwischen kommt ein "Haus der Demokratie".

Im jahrelangen Streit um den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche und die Nutzung des historischen Standorts ist ein Ende in Sicht. Vertreter der Stadt, die Stiftung der Garnisonkirche und Vertreter des benachbarten Rechenzentrums haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Darüber informierte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Mittwoch in Potsdam.

Der im Wiederaufbau befindliche Turm der Kirche soll demnach kein Kirchenschiff erhalten. Das benachbarte Kultur- und Kreativzentrum "Rechenzentrum", ein Bau aus der DDR-Zeit, bleibt in weiten Teilen erhalten. Zwischen diese beiden Gebäuden ist ein Neubau geplant, unter der Bezeichnung "Haus der Demokratie". Diesen soll das Potsdam-Museum und die Stadtverordnetenversammlung nutzen.

Im Krieg zerbombt, in der DDR gesprengt

Die Potsdamer Garnisonkirche war ursprüngich im 18. Jahrhundert errichtet worden. 1933 wurde die Kirche von den Nationalsozialisten für den "Tag von Potsdam" vereinnahmt, 1945 brannte sie während des britischen Luftangriffs auf Potsdam aus, die Ruine wurde 1968 in der DDR schließlich gesprengt. Seit 1990 gibt es Bestrebungen für einen Wiederaufbau der historischen Kirche, derzeit wird der Turm der Garnisonkirche wieder aufgebaut.

Um einen Wiederaufbau des Kirchenschiffs wurde bis zuletzt gestritten, mit dem nun vorgestellten Kompromiss wurde diese Plänen eine Absage erteilt. Im neuen "Haus der Demokratie" soll künftig auch ein neuer Plenarsaal für die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung entstehen. Das ehemalige DDR-Rechenzentrum, in den 1970er Jahren auf dem Gelände der Kirche errichtet und inzwischen seit einigen Jahren als Kultur- und Kreativzentrum genutzt, darf dafür weitestgehend bleiben. Die drei Gebäude - Kirchturm, Rechenzentrum und der Neubau - sollen künftig ein gemeinsames Forum bilden.

Lob von SPD und Stiftung, Kritik von CDU

Oberbürgermeister Schubert lobte den "stadtgesellschaftlichen Kompromiss". Der Kuratoriumsvorsitzende der Garnisonkirchenstiftung, Wolfgang Huber, nannte das Konzept einen inhaltlich überzeugenden Vorschlag und betonte: "Wir gehen diesen Weg aus Überzeugung." Die Potsdamer CDU-Fraktion dagegen kritisierte den Kompromiss, vor allem wegen des Erhalts des Rechenzentrums. "Das Rechenzentrum wird aus ideologischen Gründen auf ein extrem teures Podest gehoben, wo es nicht hingehört", wird der Kreisvorsitzende Oliver Nill in einer Pressemitteilung seiner Partei zitiert. Er kündigte an, die CDU wolle weiter "für das Kirchenschiff mit einer multifunktionalen Nutzung streiten."

Die Kosten für den geplanten Neubau zwischen Kirchturm und Rechenzentrum stehen noch nicht fest. Die Stadt wolle mit der Stiftung Garnisonkirche über ein Erbbaurecht für das Grundstück verhandeln, kündigte Oberbürgermeister Schubert an. Im Januar muss in der Stadtverordnetenversammlung zunächst die Grundsatzentscheidung zu dem Projekt fallen. Anschließend könnte ein Architektenwettbewerb folgen. Das Ziel von Schubert sei es, bis Ende 2023 die planerische Grundlagen für das Bauvorhaben zu schaffen.

Sendung: Inforadio, 08.12.2021, 13:20 Uhr