Article note: +1 #toitoi

Nach der Rotation unserer Fraktion hat die neue Besetzung (siehe Beitragsbild – die Überarbeitung der Homepage erfolgt in den nächsten Tagen) für die Oktobersitzung der SVV eine Reihe neuer Anträge eingebracht.

Es geht um Transparenz bei der Arbeit der Beiräte, um die Verkürzung der Bearbeitungszeiten in der Einbürgerungsbehörde, um Infostelen zur NS-Zwangsarbeit, um Räumlichkeiten für das integrative Sportangebot FAIR Boxen, um die Prüfung des Grünen Pfels in der Großbeerenstraße/Ecke Wetzlarer Straße und um die Verpflanzung von Bäumen auf dem Schulgelände der Rosa-Luxemburg-Schule.

A 22 0792 Transparente Beiräte

A 22 0795 Bearbeitungszeiten Einbürgerungsbehörde

A 22 0796 Infostelen NS-Zwangsarbeit

A 22 0798 Räume FAIR Boxen

A 22 0802 Grünpfeil Großbeeren-Wetzlarer

A 22 0803 Verpflanzung Bäume Rosa-Luxemburg-Schule

 

Article note: +1

Der Bund deutscher Architektinnen und Architekten, verschiedene Architektenkammern, Umweltverbände, Unternehmen, Dozent*innen und Wissenschaftler*innen fordern in einem offenen Brief an die Bauministerin Frau Geywitz ein Abrissmoratorium!

„Wir fordern ein Abriss-Moratorium: Statt Abriss und Neubau stehen wir für Erhalt, Sanierung, Umbau und Weiterbauen im Bestand. Jeder Abriss bedarf einer Genehmigung unter der Maßgabe des Gemeinwohls, also der Prüfung der sozialen und ökologischen Umweltwirkungen.„
… heißt es in dem offenen Brief, der heute hier veröffentlicht wurde:

https://abrissmoratorium.de/

Das Netzwerk „Stadt für alle“ teilt diesen Aufruf und offenen Brief und verweist darauf, dass es in Potsdam ein Wohngebäude gibt, was symbolisch für diese entscheidende ökologische und baukulturelle Frage steht: Der Staudenhof muss erhalten werden!
Jetzt geht umso mehr der Ruf an die politisch Verantwortlichen in der Stadt Potsdam: Unterstützen Sie diese dringende Bauwende und erhalten Sie den Staudenhof!

Sehr geehrte Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

In Deutschland entstehen jedes Jahr 230 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle, was 55 Prozent des gesamten deutschen Abfalls ausmacht. Zudem sagt der aktuelle Emissionsbericht des Umweltbundesamtes: Deutschland ist nicht auf Kurs, seine Klimaschutzziele zu erreichen. Der Gebäudesektor hat zum zweiten Mal in Folge sein Emissionsminderungsziel verfehlt. Um das Sektorziel 2030 zu erreichen, ist eine jährliche Minderung von Treibhausgasemissionen um 5,5 Millionen Tonnen nötig – mehr als das Doppelte als der derzeit erreichte Wert.

Heute, wo die Klimaerwärmung spürbar, die Energieversorgung unsicher und die planetaren Grenzen erreicht sind, ist nicht der Erhalt von Gebäudestrukturen erklärungsbedürftig, sondern ihr Abriss. Die Erhaltung darf sich nicht auf einen kleinen Teil von repräsentativen Denkmälern beschränken, sondern muss den gesamten Baubestand umfassen. Die Zerstörung und der Abtransport von brauchbarem Baumaterial auf die Deponie ist nicht mehr zeitgemäß.

Wir fordern ein Abriss-Moratorium: Statt Abriss und Neubau stehen wir für Erhalt, Sanierung, Umbau und Weiterbauen im Bestand. Jeder Abriss bedarf einer Genehmigung unter der Maßgabe des Gemeinwohls, also der Prüfung der sozialen und ökologischen Umweltwirkungen. 

Ein Abriss-Moratorium:

+ aktiviert die großen Potenziale im Bestand und bereits versiegelter Flächen für die Schaffung der von Ihnen avisierten 400.000 neuen Wohnungen jährlich. Erhalt, Sanierung, energetische Verbesserung, aber auch Aufstockungen, Erweiterungen und die Anpassung an zukünftige Nutzungsanforderungen sind konstruktive Antworten auf die Wohnungsfrage.

+ nutzt den Gebäudebestand als wirksames Mittel gegen Energie- und Klimakrise. Es bewahrt und verwendet die im Material gespeicherte graue Energie. Außerdem vermindert es den Bedarf an energieintensiven und klimaschädlichen Baustoffen wie Beton und Stahl.

+ ist ein Schritt zur Kreislaufwirtschaft. Statt Abriss fördert es die Etablierung von Infrastrukturen für die Wiederverwendung von Bauteilen. In der zirkulären Stadt bedarf es schließlich keiner Deponie mehr.

+ verhindert Gentrifizierung und Verdrängung in Ballungsräumen, die mit Abriss und Neubau oftmals einhergehen, und begegnet so sozialen Spannungen.

+ ist ein Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformation. Es steht für die Wertschätzung von Pflege und Reparatur des Bestehenden in seinem ganzen baukulturellen und geschichtlichen Reichtum.

Die Politik muss dafür klare regulatorische Rahmenbedingungen schaffen. Dies umfasst:

+ Vorgaben, die den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden in die wirtschaftliche und ökologische Bewertung verbindlich einbeziehen und zum Standard in Genehmigungsprozessen machen. Gemeinwohlorientierte Projekte bleiben als Ausnahme möglich.
– den Erhalt von Gebäuden zu erleichtern und ökonomisch attraktiver zu machen.

+ Leerstand in Städten zu begegnen und den Fokus auf Innenentwicklungsmaßnahmen zu legen, wie es mit dem beschlossenen Ende des § 13b Baugesetzbuch (Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren) vorgesehen ist.

+ die Forderung nach konsequenter Einhaltung der Klimaziele im Gebäudesektor.

+ Förderungen von Re-Use-Konzepten in der Architekturpraxis, so Unterstützung bei der Nutzung wiederverwendbarer Bauteile, der Errichtung dezentraler Bauteillager und digitaler Bauteilbörsen.

Das Abriss-Moratorium ist ein Bestandteil im komplexen Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen für die Bauwende, wie es die Initiativen der MusterUMbauordnung von Architects for Future, der Charta von Rom von Bauhaus Erde, dem Haus der Erde des BDA und andere formuliert haben.

Bis 2045 will die Bundesrepublik klimaneutral sein. Wir müssen heute klima- und umweltgerecht bauen, um die Ziele von morgen zu erreichen. Es bedarf politischen Mutes, um die Baubranche klimagerecht umzugestalten. Frau Bundesministerin Geywitz, nehmen Sie Ihre Verantwortung an und treten Sie entschlossen für eine Bauwende ein und für ein Abriss-Moratorium, das Bauen im Bestand fördert.

Der Beitrag Die Abrisse stoppen – ein Abrissmoratorium sofort! erschien zuerst auf Potsdam - Stadt für alle.

Article note: .oO(Warum gilt die Haltung des OB nicht auch für den Volkspark ...? Ich verstehe es iwie nicht ...)
Oberbürgermeister Mike Schubert begrüßt Verzichtsaussage zum Parkeintritt durch das Land Berlin
Schloss Sanssouci (© TMB Ulf Boettcher)
Schloss Sanssouci (© TMB Ulf Boettcher)
Schloss Sanssouci (© TMB Ulf Boettcher)

Oberbürgermeister Mike Schubert begrüßt ausdrücklich die in einer Potsdamer Tageszeitung (Samstag-Ausgabe) veröffentlichte Position des Landes Berlin, sich gegen einen Parkeintritt im Schlosspark Sanssouci positionieren zu wollen. „Dies ist eine positive Kehrtwende im Vergleich zur Stiftungsratssitzung vom 17. Juni 2022, die ich begrüße“, sagt Schubert. In der Sitzung hatten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg geschlossen für eine finanzielle Unterstützung der Parkpflege durch die Stadt Potsdam positioniert, auch als Gegenleistung für einen weiteren Verzicht auf einen Parkeintritt. „Wenn die Position des Landes Berlin nun ist, grundsätzlich auf einen Parkeintritt zu verzichten, würde mich das sehr freuen“, sagt Mike Schubert, der zur Stiftungsratssitzung eingeladen war.

In der Stiftungsratssitzung am 17. Juni hat der Oberbürgermeister deutlich gemacht, dass ein Eintritt, der den Park Sanssouci betreffen würde, eine Ungleichbehandlung der Potsdamerinnen und Potsdamer wäre und von der Stadt kritisch gesehen wird. Ein Pflegedefizit bestehe auch in Potsdamer Grünanlagen und Parks, das aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht abgebaut werden könne. Nachdem alle drei Stifter ihre Forderung aufrechterhielten, hatte der Oberbürgermeister eine Vorlage in die September-Stadtverordnetenversammlung eingebracht, um eine politische Entscheidung in Potsdam über diese Frage herbeizuführen, die nun in den Ausschüssen zur Beratung ansteht.

„Mir geht es darum, dass der Park Sanssouci, der seit seiner Öffnung für die Bürger kostenlos zugänglich ist, auch künftig kostenlos zugänglich bleibt. Der Park war zu Zeiten, in denen es der öffentlichen Hand weniger gut ging, durch in drei höchst unterschiedlichen politischen Systemen offen und kostenlos zugänglich. Die Satzung der Stiftung spricht sich klar für eine kostenfreie Nutzung der Parks aus und lässt ein Abweichen auch nicht dauerhaft zu. Der Park ist eine zentral zwischen mehreren Stadtteilen gelegene Grünanlage für alle Potsdamerinnen und Potsdamer. Der Park ist kostenlos nutzbare Kultur- und Erholungsstätte und wir wollen, dass das so bleibt“, so Mike Schubert weiter.

Der Oberbürgermeister ist von den Aussagen eines der Stifter positiv überrascht, da die Stiftung bereits einen Vertragsentwurf übersandt und der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Prof. Dr. Christoph Vogtherr, noch am vergangenen Mittwoch, dem 14. September 2022, die Position der Stiftung deutlich gemacht hat. Prof. Vogtherr hatte bei seinem Besuch in der Konferenz der Beigeordneten mit dem Oberbürgermeister im Rathaus klargestellt, dass es der erklärte Wille aller Stifter sei, dass ohne eine finanzielle Beteiligung der Stadt Potsdam ab 2024 ein Parkeintritt im Schlosspark Sanssouci eingeführt werden soll.

„Wenn sich die nun getroffene Aussage des Landes Berlin bestätigt, wäre dies ein gutes Zeichen. Als Stadt haben wir das Ziel, einen Parkeintritt für die Potsdamerinnen und Potsdamer zu verhindern. Wenn die Stiftung dazu keine finanziellen Forderungen an Potsdam stellt, wäre das sehr gut, dann könnte das Geld für andere wichtige Projekte in der Stadt genutzt werden“, so Oberbürgermeister Mike Schubert.

Der Oberbürgermeister wird sich zu Beginn der Woche umgehend schriftlich an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und an die drei Stifter wenden und um eine Bestätigung der am Samstag von Berlin geäußerten Position durch alle drei Stifter erbitten. Bis dahin wird die Verwaltung die Stadtverordneten um Zurückstellung des Antrags zur Verlängerung des Pflegevertrages bitten, der die Zahlung von einer Million jährlich durch die Landeshauptstadt beinhalten würde. Wenn die positive Nachricht schriftlich gegenüber der Stadt bestätigt wird, könnte die Vorlage umgehend zurückgezogen werden.

Article note: #grats! :⁠-⁠)
Florian Fischer (Goldfingers Ultimate Club e.V.) im Entscheidungsspiel gegen Bonn

Vom Brandenburgischen Frisbeesport-Verband ist der Goldfingers Ultimate Club e.V. der einzige Ultimate-Frisbee Verein, der in der 1. Liga im Ultimate Frisbee spielt.

Vom 10.-11.09.2022 fand das zweite DM-Wochenende in Neuss statt. Nach fünf Niederlagen und 2 Siegen gegen Karlsruhe (15:2) und Bonn (15:9) landete das Team aus der brandenburgischen Landeshauptstadt auf Platz 6 der Vorrundengruppe. Danach ging es um den Klassenerhalt: in der Zwischenrunde kamen eine Niederlage gegen Nürnberg und ein Sieg gegen Tübingen (15:12) hinzu. Damit mussten die Goldfingers ins Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt noch einmal gegen Bonn antreten. Hier behielten die Potsdamer ein ruhiges Händchen und die Scheibe immer unter Kontrolle, so dass mit einem 15:12 der 11. Platz und damit der Verbleib in der 1. Liga gefeiert werden konnte. Besonders erfreulich für die Region Berlin-Brandenburg ist der DM-Titel, der dieses Jahr an das Team Wall City aus Berlin ging.

Aller Ergebnisse findet Ihr hier.