Article note: #thx4sharing! :-*

Ich glaube, ich schrieb da hier nie drüber, aber eine meiner heimlichen Leidenschaften ist ja das Pool Billard. Als Sekundärschüler habe ich mein Taschengeld damit verdient in einer Billardkneipe, in der ich arbeitete, alternde Westberliner beim Pool abzuzocken. Ich tat die ersten beiden Runden immer so, als hätte ich zum ersten Mal einen Queue in der Hand. Wir spielten dann um Geld. Nach jeder Runde hieß es dann „doppelt oder nichts“. Ich begann zu spielen und gewann im Regelfall so oft, dass die Gegner keinen Bock oder halt kein Geld mehr hatten. Ich bezahlte mit meinen damals 16 Jahren all meine Sneaker mit der Kohle, die ich dort an den Wochenenden erspielte. Gerne auch gegen den Chef der Billardkneipe, der irgendwann einfach nicht mehr gegen mich spielen wollte. Weil das Billardspielen gegen mich ihn teurer kam, als die paar Mark, die er mir als Stundenlohn zahlte.

Irgendwann flog ich mit dem Konzept an einem Abend mal komplett auf die Fresse. Ein in die Jahre gekommener Westberliner kam in die Brandenburger Pampa und wollte um Geld spielen. Ich bat mich an und wir spielten zwei Runden. Er tat so, als hätte er zum ersten Mal einen Queue in der Hand und keine Ahnung von nichts. Dann hieß es „doppelt oder nichts“. Am Ende musste ich 800 Mark auf den Tisch legen. Und habe danach über zehn Jahre lange keinen Queue mehr angefasst. Das hat so richtig, richtig weh getan.

Mit meiner zweiten Ausbildung fand ich wieder zum Billard, ganz ohne dabei um Geld zu spielen. Und ich liebe diese Mixtur aus Geometrie und Physik immer noch sehr.

Und manchmal versuche ich dann zu erklären, wie sich das mit den Kugeln auf dem Tisch miteinander verhält, was in der Erklärung ja schon immer auch etwas abstrakt sein kann. Hier gibt es das Anspiel- und Effetverhalten von Kugeln ganz wunderbar veranschaulicht. Genau so geht das nämlich.

Article note: #tolleidee!
Stipendium für Journalist*innen aus Kriegs- und Krisengebieten Reporter ohne Grenzen (RSF) bietet ein neues Stipendium an. Es richtet sich an Journalist*innen weltweit, die aufgrund ihrer Tätigkeit besonderen Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt sind. Wir laden eine/n Journalist*in aus einem Kriegs- oder Krisengebiet für ein halbes Jahr nach Berlin ein. Wir bieten Erholung und Zeit für ein neues journalistisches Projekt. Aufgrund der aktuellen Situation schlagen wir folgenden Zeitraum vor: Das Stipendium wird für sechs Monate vom Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 vergeben. Sollte dies im Herbst 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reisebeschränkungen noch nicht möglich sein, wird der Beginn des Stipendiums ggf. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Wer kann sich bewerben? 
+ Journalist*innen:
  • die einen dringenden Erholungsbedarf haben. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn sie in einem Kriegs- oder Krisengebiet arbeiten oder kürzlich über ein besonders sensibles Thema berichtet haben und Bedrohung bzw. Verfolgung ausgesetzt sind.
  • die Zeit für ein neues journalistisches Projekt brauchen, das sie während ihres Stipendiums realisieren.
Was wir anbieten:
Wir erstatten Reisekosten, stellen ein Apartment, bezahlen ein monatliches Stipendium in Höhe von 1000 € und ermöglichen es, den öffentlichen Nahverkehr in Berlin für sechs Monate zu nutzen. Als Teilnehmer*in können Sie sich während Ihres Stipendiums mit einer neuen journalistischen Herausforderung befassen. Sie können Ihr professionelles Netzwerk erweitern und sich von Ihrer alltäglichen Arbeit erholen. In Berlin bekommen Sie Zeit, um neue Ideen zu entwickeln und Ihre journalistischen Fähigkeiten zu schärfen. Darüber hinaus bieten wir bei Bedarf psychosoziale Betreuung an. Entdecken Sie mit unserer Unterstützung das politische und kulturelle Leben in Berlin. Rechercheprojekt:
  • Während des Stipendiums wird ein selbstgewähltes Rechercheprojekt erarbeitet.
  • Dieses wird journalistisch umgesetzt (in Bild, Ton oder Schrift).
  • Die Umsetzung kann in Kooperation mit einem internationalen Medium erfolgen, verbunden mit einem Aufenthalt in der jeweiligen Redaktion.
  • Ziel ist es, das Projektergebnis zu publizieren und nach Möglichkeit im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zu präsentieren.
Voraussetzungen:
Als Teilnehmer*in sollten Sie in der Lage sein, mindestens in gutem Englisch oder Deutsch zu kommunizieren. Sie sollten ferner ausreichende Arbeitserfahrungen als Journalist*in vorweisen können. Darüber hinaus sollten Sie die feste Absicht haben, nach dem sechsmonatigen Aufenthalt in Ihr Herkunftsland zurückzukehren.  Bewerbungen:
Bitte senden Sie das ausgefüllte Bewerbungsformular und die anderen angefragten Dokumente als PDF bis zum 12. Juni 2020 an timeout@reporter-ohne-grenzen.de. Hierbei freuen wir uns besonders über Bewerbungen von Frauen und queeren Menschen. Sie können mit uns auch verschlüsselt kommunizieren (GnuPG/GPG-Schlüssel). Die Entscheidung wird den Bewerber*innen bis spätestens Mitte Juli mitgeteilt werden.  In englischer Sprache finden Sie diese Ausschreibung hier.

Article note: .oO(#OMG! Warum habe ich noch nicht dieses #ding ...?!)

Am 5. Juni findet der jährliche Tag der Umwelt statt. Apple wird an diesem Tag wieder einmal eine Herausforderung für alle Apple-Watch-Träger starten, die in diesem Jahr relativ einfach zu meistern ist.

Die Aufgabe: Schließt den Ring für die Stehstunden. Das heißt, ihr müsst mindestens 12 Stunden am Tag eine Minute gestanden haben. Normalerweise treibt die Uhr den Anwender bei solchen Herausforderungen vor die Tür, animiert zur Bewegung oder einem Training. Das ist hier nicht der Fall, wahrscheinlich auch aufgrund der aktuellen Situation, in der Menschen aufgefordert sind, zu Hause zu bleiben.

Solltet ihr den blauen Ring am 5. Juni erfolgreich schließen, winken euch als Belohnung wie üblich eine Medaille in der Apple-Watch-App und ein paar Sticker für iMessage.

-> Zum Beitrag Apple Watch: Neue Herausforderung zum Tag der Umwelt

-> Zum Blog Caschys Blog

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Article note: .oO(Schon allein eine "Zustimmung" ist ja gar nicht mgl ... #tzzz) #daumendrück
Manchmal hört Siri heimlich mit.Manchmal hört Siri heimlich mit. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Fabian Grohs

Er soll Drogendeals ahnungsloser Apple-Kund:innen mitgehört oder sie beim Sex belauscht haben. Zehn Monate sind vergangenen, seit Thomas le Bonniec an die Öffentlichkeit ging. Im Sommer des vergangenen Jahres erzählte der heute 25-Jährige der britischen Tageszeitung Guardian von der Zeit, in der er in Irland für Apple gearbeitet hatte.

Angestellt bei einem Subunternehmen, hörte le Bonniec 2019 nach eigenen Angaben zwei Monate lang Tausende Gespräche ab, die iPhones und andere Geräte des US-amerikanischen Konzerns mit der Spracherkennungssoftware Siri aufgezeichnet hatten. Gegenüber dem Guardian räumte Apple damals ein, einen „kleinen Teil“ der Siri-Abfragen aufzuzeichnen, um die Software zu verbessern.

Besonders heikel: Mitunter hörte Siri aber auch mit, obwohl niemand den Dienst wissentlich aktiviert hatte. Eine technische Fehlfunktion, wenn die Software fälschlicherweise die Aktivierungsworte „Hey Siri“ versteht. So landeten auch sensible Tonaufnahmen bei Apple. Le Bonniec sagte, diese hätten sogar Einblicke in die Krankengeschichte Betroffener erlaubt. Zu hören gewesen seien in den Aufzeichnungen zudem nicht nur die Besitzer:innen von Apple-Geräten, sondern auch deren Umfeld.

Whistleblower wendet sich an EU-Datenschutzbehörden

In dieser Woche wandte sich der Whistleblower nun an die europäischen Datenschutzbehörden. In einem Schreiben wirft er Apple einen massiven Eingriff in die Privatsphäre von Millionen Menschen vor. „Die Leute reden täglich mit Siri und werden in dem Glauben gelassen, sie sprächen mit einer freundlichen KI. Das ist sie aber eindeutig nicht“, so le Bonniec. „Siri kann als Spionin agieren.“

Er wirft dem Konzern vor, auch weiterhin massenhaft entsprechende Daten zu sammeln. In der Folge seiner Enthüllung hatte Apple 2019 versprochen, das Vorgehen zu überdenken und künftig nur noch Aufnahmen von Kund:innen abhören zu lassen, die dem ausdrücklich zugestimmt hätten.

Der österreichischen Tageszeitung STANDARD zufolge schätzt le Bonniec, dass Apple insgesamt hunderte Millionen Sprachaufnahmen angefertigt hat. Jetzt will er, dass sich die Datenschutzbehörden dem Fall annehmen. „Ich vertraue darauf, dass Sie verstehen, dass die Privatsphäre von Millionen Menschen auf dem Spiel steht“, schreibt er ihnen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der zuständige Datenschutzbeauftragte aus Irland in diesem Zusammenhang Kontakt zu dem Konzern aufgenommen. Apple hat eine Anfrage von netzpolitik.org an diesem Freitag bislang nicht beantwortet.


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