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Falls es jemand nicht mitbekommen haben sollte: Ein privater Kita-Träger hatte sich dazu entschlossen, beim Mittagessen kein Schweinefleisch mehr anzubieten. Die „Bild“-Redaktion machte aus dieser Kleinigkeit, die, wenn überhaupt, für eine Lokalzeitung von Interesse gewesen wäre, eine Riesennummer auf Seite 1, andere Medien sprangen auf, rechte Hetzer übernahmen das Thema, es gab eine Menge Hass und Drohungen gegen die zwei betroffenen Kitas. Aufgrund dieser ganzen Ereignisse setzte die Kita-Leitung ihre Entscheidung aus und will sie bei den nächsten Elternabenden besprechen.

Damit hatte sich das Thema für „Bild“ allerdings noch nicht erledigt. Der stellvertretende Chefredakteur Timo Lokoschat legt heute noch einmal nach:

Ausriss Bild-Zeitung - Keine Gummibärchen, kein Schnitzel, kein Osterfest - Kniefall vor den Falschen!

Den „Leiter der Leipziger Kita“ — also den Mann, der sich aktuell mit Drohungen von rechten Spinnern rumschlagen muss — bezeichnet Lokoschat als „überengagierten Bessermenschen“ und schreibt:

Schweinefleisch und Gummibärchen sollten künftig tabu sein. Und: Statt Weihnachts- und Ostercafé standen plötzlich nur Ramadan und Zuckerfest auf dem Themenplan der Kita.

Die Behauptung, dass Schweinefleisch und Gummibärchen in den zwei Kitas „künftig tabu sein“ sollten, also: verboten, hält sich hartnäckig. Tatsächlich wollte die Kita-Leitung künftig schlicht kein Schweinefleisch mehr fürs Mittagessen bestellen. Wenn Eltern wollen, dass ihre Kinder in der Kita Würstchen essen oder gelatinehaltige Gummibärchen naschen, dann können sie ihren Kindern nach wie vor Würstchen oder gelatinehaltige Gummibärchen mitgeben. Ein Verbot von Schweinefleisch gibt es nicht.

Und auch, dass „statt Weihnachts- und Ostercafé (…) plötzlich nur Ramadan und Zuckerfest auf dem Themenplan der Kita“ stünden, hat sich Lokoschat ausgedacht. Der Terminkalender der Kitas sah schon immer und sieht auch jetzt Feste und Thementage aller möglichen Religionen vor: christliche, jüdische, hinduistische, muslimische. Das „nur“ in Lokoschats Satz ist genauso falsch wie das „plötzlich“.

Tatsächlich wurde den Eltern heute ein neuer „Jahresplan“ für die zwei Kitas zugeschickt. Und tatsächlich gibt es dort zwei auffällige Änderungen: Der eingetragene Termin am 6. Dezember 2019, der bisher „ElternCafe“ hieß, heißt in der heute rumgeschickten Version „Nikolausfeier“. Und der Termin am 7. April 2020, der bisher ebenfalls „ElternCafe“ hieß, heißt nun „Oster Cafe“. Ein Vater sagte uns allerdings, dass im vergangenen Jahr auch schon Nikolaus und in diesem Jahr auch schon Ostern gefeiert wurde (was sonst wird wohl am 6. Dezember und an einem Tag in der Karwoche gefeiert?).

Was Lokoschat verschweigt: Sowohl in der alten Version des „Jahresplans“ als auch in der neuen ist für den 11. November, den Martinstag, ein sehr christliches Martinsfest eingetragen. Am 13. September soll es ein chinesisches Mondfest geben (zum Hintergrund: eine der beiden Einrichtungen heißt „Konfuzius Kindergarten“). Am 26. Januar soll in den Kitas das chinesische Neujahr gefeiert werden. Am 24. Februar Fasching. Und am 17. Juli das Zuckertütenfest für die Kinder, die sich Richtung Grundschule aufmachen. Wie gesagt: alles sowohl im alten als auch im neuen „Jahresplan“. Was es weder in der einen noch in der anderen Version gibt: ein Feier zu einem muslimischen Fest. Dafür gibt es einen Eintrag zu Bayram, also zum muslimischen Zuckerfest. Allerdings soll das in den Kitas nicht gefeiert werden — es soll ein Thementag dazu stattfinden: für den 25. Mai ist im alten wie im neuen Kalender „Thementag Bayram“ vermerkt. Genauso sollte es in den Kitas schon immer Thementage zum jüdischen Sukkot und zum hinduistischen Diwali geben. Zum muslimischen Ramadan gibt es erst in der neuen Version des „Jahresplans“ einen Thementag; im alten waren lediglich der Beginn und das Ende des Fastenmonats als Termine vermerkt. Ein Vater sagte uns, dass die Kinder an den Thementagen nicht teilnehmen müssen. Sie können stattdessen auch spielen oder malen.

Wenn der stellvertretende „Bild“-Chefredakteur Timo Lokoschat also schreibt, dass „plötzlich nur Ramadan und Zuckerfest auf dem Themenplan der Kita“ stehen, obwohl er wissen muss, dass das nicht stimmt, schließlich scheint ihm der „Themenplan der Kita“ vorzuliegen, dann ist das eine glatte Lüge.

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Article note: #ROFL .oO(Nochma schnell innen Supermarkt gehen ...!? ;-))

„Higher Living“ Grüntee ist in diesem Fall offenbar ungewolltes Programm: Der Bio-Großhändler Dennree hat einen seiner Grüntees mit Hanf als Zutat zurückgerufen. Grund dafür sei ein erhöhter THC-Gehalt in den Beuteln. Also eigentlich genau das, was man haben will, wenn man Tee mit der Zutat Hanf kauft. Eigentlich.

Bei Einnahme größerer Mengen des Tees könne eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden, heißt es. THC steht für Tetrahydrocannabinol und ist eine psychoaktive Substanz, die eine berauschende Wirkung haben kann.

Betroffen sei die 20-Beutel-Packung des Produkts Higher Living Grüntee Hanf mit dem Haltbarkeitsdatum 6. Februar 2022, teilte das Unternehmen mit Sitz in Töpen in Bayern mit.

Article note: #whoop-whoop!

Die Serie „Westworld“ ist für HBO ein großer Erfolg. Man nimmt sich dabei Zeit die Serie zu entwickeln, deswegen gab es 2019 auch keine neue Staffel zu sehen. Nun ist aber auf der San Diego Comic-Con ein Trailer zur dritten Runde an den Start gegangen. Sieht vielversprechend aus! Schaut aber nur rein, wenn ihr die bisherigen Staffeln bereits gesehen habt!

Sonst warten dicke Spoiler – auch in diesem Beitrag! Ich habe euch gewarnt, bevor ihr weiterlest… So haben die Androiden den Park verlassen und mischen sich nun unter die Menschen. Außerdem bekommt man auch neue Facetten zu sehen – es gab offenbar im Park nämlich auch eine Welt rund um den zweiten Weltkrieg.

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Video-Link: https://youtu.be/64CYajemh6E

Mit von der Partie ist dieses Mal auch der „Breaking Bad“-Alumni Aaron Paul. Losgehen wird es mit der dritten Staffel zu „Westworld“ im nächsten Jahr. Ich werde definitiv wieder reinschauen, auch wenn ich die zweite Staffel deutlich schwächer fand als Runde 1.

-> Zum Beitrag „Westworld“: Trailer zur dritten Staffel ist da

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