Article note: #muaaahhh!

Ich habe ja schon länger kein Auto mehr. Mein letztes Auto war vollmechanisch. Dem konnte ich noch ein gewisses Grundvertrauen entgegenbringen. Aber moderne Autos sind wandelnde verteilte Computernetzwerke.

Geht schon beim Aufschließen los:

In Koblenz hat eine zweifache Verwechslung die Polizei beschäftigt. Zwei Koblenzerinnen stiegen zuerst in ein falsches Auto und nahmen dann eine fremde Handtasche mit.
Wait, what?
Eine Polizistin sagte auf Nachfrage, warum das Auto mit einem fremden Schlüssel aufging, könne man sich nicht erklären.
Ähm. Öhm. Nicht mal Schlüssel kriegt VW mehr hin? Ernsthaft? Schlüssel?! Dass dieser Funköffner-Scheiß nicht geht, ok, da erwartet glaube ich auch niemand was anderes, der klar bei Verstand ist. Aber Schlüssel? So mechanisch mit ins Schloss stecken? Nicht mal DAS kriegt VW mehr hin?!?

Wow.

Article note: #hmmm

Der automatische Empfang von öffentlichen OpenPGP- bzw. GnuPG-Schlüsseln über Web Key Directory (WKD) ist im Grunde eine schöne Lösung. Im Beitrag »GnuPG: Web Key Directory (WKD) einrichten« habe ich beschrieben, wie man das einrichten kann.

Allerdings gibt es auch einen Haken – jedenfalls dann, wenn man Enigmail für Thunderbird einsetzt. Enigmail sendet nach der Eingabe einer E-Mail-Adresse in das Empfängerfeld automatisch eine HTTP-Anfrage an die E-Mail-Domain des Empfängers, um zu prüfen, ob ein öffentlicher Schlüssel unter der standardisierten WKD-Adresse bereitsteht:

https://kuketz-blog.de/.well-known/openpgpkey/hu/kd39y8fkyw5j8uubuicshffo9hhodk4j

Gleiches passiert übrigens, wenn man bei einer empfangenen E-Mail auf Antworten klickt. Das bedeutet: Ob man die E-Mail nun absendet oder nicht, versendet man quasi eine Art Empfangsbestätigung an den Absender bzw. Betreiber der E-Mail-Domain, der dies loggen könnte.

Damit verrät Enigmail dem Empfänger die IP-Adresse des Anschlusses. Die Funktion von Enigmail ist zwar gut gemeint, weil dann automatisch nach einem öffentlichen Schlüssel gefragt wird – allerdings wird eben auch die IP-Adresse geleakt, was nicht in jedem Umfeld geeignet sein dürfte. Besser wäre es, wenn sich die Option über die GUI an- bzw. ausschalten ließe bzw. eine Anfrage an die WKD-Gegenstelle auch manuell ausgelöst werden könnte. Der Autor von Enigmail wird dieses Verhalten vermutlich nicht ändern, wie das Issue »#889 WKD privacy issues / information disclosure« verrät.

Wer die automatische Prüfung via WKD abschalten möchte, der sollte den Konfigurationseditor von Thunderbird öffnen und den Parameter

extensions.enigmail.autoWkdLookup

auf 0 stellen.

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