Coole Vielfalt: Ab dem kommenden Jahr dürfen die Anbieter im Park frei entscheiden, welches Eis sie zum Verkauf anbieten. 436 | Gemeinsam in die Pedale treten – Klima-Aktion STADTRADELN
Vom 6. bis 26. September 2021 heißt es in Potsdam wieder: Rauf aufs Rad und los geht’s! Auch in diesem Jahr nimmt die Landeshauptstadt an der bundesweiten Aktion STADTRADELN des Klimabündnisses teil. Dabei geht es darum, einzeln oder als Team die meisten Fahrradkilometer zu sammeln und so aktiv CO2 einzusparen. Gesucht werden neben den fleißigsten Teams und Radelnden auch Deutschlands fahrrad-aktivste Kommune und das fahrrad-aktivste Stadtparlament. Bereits über 60 Teams haben sich angemeldet; die Anmeldung für die Aktion ist unter www.stadtradeln.de/potsdam möglich.
„Das Fahrrad hat vor mehr als 200 Jahren die Welt erobert. Es ist mittlerweile ein Alltagsverkehrsmittel, auch in Potsdam. Fahrradfahren ist umweltfreundlich, hält gesund, ist kostengünstig, entlastet den Straßenverkehr und ist ein Wirtschafts- und Tourismusfaktor. Und ganz nebenbei macht es auch noch richtig viel Spaß. Radfahren braucht Platz, Schutz und Engagement. Bei der Aktion können wir wieder zeigen, dass wir alle einen Beitrag leisten können, das Klima zu verbessern und unsere Straßen zu entlasten. Für den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad bietet Potsdam gute Bedingungen. Ich möchte alle Potsdamerinnen und Potsdamer herzlich einladen, die Aktion zu nutzen, um das Fahrradfahren auch und vor allem im Alltag auszuprobieren. Unser Ziel ist natürlich, unseren Kilometerrekord vom letzten Jahr in diesem Jahr wieder zu überbieten. Daher: Treten Sie gemeinsam mit mir in die Pedale!“, sagt Oberbürgermeister und Schirmherr der Aktion Mike Schubert.
„Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn nur 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich allein in Deutschland etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Auch Potsdam kann dafür einen wichtigen und notwendigen Beitrag leisten. Auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Hochschule, zum Einkaufen oder einfach in der Freizeit: alle Potsdamerinnen und Potsdamer oder Pendlerinnen und Pendler nach Potsdam sind gefragt.“, ergänzt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.
Ob im Freundes- und Bekanntenkreis, auf der Arbeit, im Verein, in der Schule oder Hochschule – Teams können überall gebildet werden. Alternativ können sich Interessierte auch beim offenen Team Potsdam anmelden.
An der Aktion STADTRADELN in Potsdam beteiligten sich im vergangenen Jahr insgesamt 2.922 Radlerinnen und Radler in 173 Teams. Im Zeitraum vom 7. bis zum 27. September 2020 wurden über 630.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und so 93 Tonnen CO² eingespart (Berechnung basiert auf 142 Gramm CO² pro Personen-Kilometer). Im Vergleich zu 2019 wurden 2020 in Potsdam bereits über 200.000 Kilometer mehr geradelt. Deutschlandweit haben im Aktionszeitraum 1.482 Kommunen und über 520.000 Menschen mehr als 100 Mio. Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt und somit mehr als 16.000 Tonnen CO² vermieden.
Der internationale Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnis lädt alle Mitglieder der Kommunalparlamente ein, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Im Team mit den Fraktionen oder mit Bürger*innen sollen möglichst viele Fahrradkilometer für die Kommune gesammelt werden. Die Kampagne STADTRADELN will Bürger*innen für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen. Seit 2017 können auch Städte, Gemeinden und Landkreise außerhalb Deutschlands die Kampagne an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen Mai und September durchführen. Es gibt Auszeichnungen und hochwertige Preise zu gewinnen – vor allem aber eine lebenswerte Umwelt mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm.
Vom kleinen Prinzen lernen

Ein seltsames Demokratie- und Selbstverständnis offenbarte gestern im Hauptausschuss Oberbürgermeister Mike Schubert. Er agierte wie „der kleine König“ aus dem Abendgruß des Sandmanns. Schuld hatten nur Pferd Grete, Hund Wuff oder die Katze Tiger; nur er nicht. Der Anlass: Unter Sonstiges kritisierte der LINKEN-Politiker Dr. Scharfenberg die Erklärung des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche und wies drauf hin, dass diese einstimmig getroffen wurde. Also mit der Stimme des OBM. Der Beschluss gefährde die Offenheit des Diskussionsprozesses, so Scharfenberg. Im Nachgang entspannte sich eine illustre Debatte dazu.
Das (Redaktions-)Netzwerk Potsdam-Stadt-für-alle hatte zum Sachverhalt im Juni berichtet und verschiedene Erklärungen/Kommentare veröffentlicht.
- Spaltung statt Versöhnung am 17. Juni – Potsdam – Stadt für alle (potsdam-stadtfueralle.de)
- Auslaufmodelle – Potsdam – Stadt für alle (potsdam-stadtfueralle.de)
Zwei der fünf Beschlusspunkte des Kuratoriums vom 17.06. sind besonders problematisch und waren auch Gegenstand der Diskussion im Hauptausschuss.
• „Die vertraglich bis Ende 2023 vereinbarte Duldung und befristete Nutzung des Rechenzentrums sind zu beachten. Der Rückbau des Teils des Rechenzentrums, der auf dem Grundstück der Stiftung steht, hat danach zu erfolgen.
• Das Mosaik von Fritz Eisel am Rechenzentrum ist als geschütztes Denkmal und wichtiges Zeitzeugnis am Standort Plantage zu erhalten.“
Rechtlich gesehen hat der Rückbau des Rechenzentrums NICHT „danach“ zu erfolgen! Die Regelung lautet „…die Stiftung als neuer Eigentümer berechtigt, den Abriss des Gebäudeteils des Rechenzentrums auf dem ihr übertragenen Grundstück verlangen, wenn er zur Realisierung eines konkret anstehenden Bauabschnittes erforderlich ist.“[1] Einen solchen „anstehenden Bauabschnitt“ (z.B. Kirchenschiff) gibt es nicht. Voraussichtlich auch nicht in naher Zukunft. Somit ist der Bestand des RZ über 2023 auch vertragsrechtlich gesehen möglich. Die Wiederholung der Rückbauforderung in 2024 ist Teil der nebulösen Darstellung der Sachlage und kann – wenn besseres Wissen vorliegt – auch als wiederholte, bewusste Irreführung interpretiert werden. Denn von einer versehentlich Falschformulierung ist bei dem Kuratorium nicht auszugehen.
Die großzügige erscheinende Geste zum Erhalt des Mosaiks „am Standort Plantage“ ist besonders problematisch. Das Mosaik ist denkmalgeschützt und nicht vom Rückbau des Teiles des RZ betroffen. Warum deshalb dieser Beschluss? Er stellt das RZ in Gänze als körperlichen Träger des Mosaiks in Frage! Ein Standort an der Plantage kann, muss aber nicht das RZ sein, so eine Interpretation. Wenn das Mosaik am RZ bleiben soll oder kann, hätte es keiner Erwähnung bedurft. Eine Klarstellung wäre dringend seitens der Stiftung notwendig.
Dies führte Herr Linke von DIE aNDERE im Hauptausschuss auch noch mal aus. Darauf hin versuchte OBM Schubert jede Interpretation als reflexartige, unsachliche und vor allem unnötige Reaktion darzustellen. So zumindest der Eindruck einiger Teilnehmer*innen. Alle Kommentierungen gefährden den Vier-Phasen-Prozess, den der OBM zum Plantagenareal begonnen hat, so seine Darstellung. Anzumerken ist auch, dass ein großer Teil der Stadtgesellschaft von diesem Viel-Phrasen-Prozess bisher ausgeschlossen ist. Ein gut gemeinter Prozess, muss noch lange kein gut gemachter Prozess sein. Wenn der OBM als Macher und Moderator dieses Prozesses ernst genommen werden will, sollte er nicht einseitige Beschlüsse (z.B. Teilabriss des RZ) fassen und somit selbst die Neutralität und Prozessoffenheit gefährden.
Herr Schubert kritisierte die vielen Meinungsäußerungen und Gutachtenflut zum Thema Garnisonkirche und Rechenzentrum, indirekt auch die zahlreichen Presseartikel dazu. Als OBM sollte er besser pluralistische Meinungen und bürgerliches Engagement als Gewinn für die Stadtgesellschaft und nicht als „Majestätsbeleidigung“ auffassen. Es ist doch kein Wunder, dass sich die Menschen und Gruppen zu Wort melden, die nicht am Prozess beteiligt sind, obwohl sie diesen erst ermöglicht haben. Nur der Jahrzehntelange Widerstand gegen das Projekt Garnisonkirche ermöglicht doch, dass darüber heute noch gesprochen werden kann und nicht längst alles verbaut (GK) bzw. abgerissen ist (RZ).
Was auch kleine Könige vom kleinen Prinzen lernen können: Vor einem alten Hut braucht niemand Angst zu haben (siehe Bild oben). Wer aber den Elefanten in der Schlange erkennt, ist im wahren Leben gut vor den sprachlichen und textlichen Trojanischen Pferden gewappnet. Auch vor denen der Stiftung.
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[1] Gemäß § 5 des notariell beurkundetem Vertrags zur Grundstücksübertragung von der Stadt Potsdam auf Stiftung Garnisonkirche Potsdam (SGP) vom 25. Februar 2010. Dem entsprechend teilte das Büro des Oberbürgermeisters in der Mitteilungsvorlage der Landeshauptstadt Potsdam vom 1.12.2016 (Drucksache 16/SVV/0830) den Stadtverordneten mit: „Die Stiftung ist berechtigt, die Duldung der Überbauung des Flurstücks 1656 nach dem 31.12.2023 zu beenden und vom Sanierungsträger den Abriss des Gebäudeteils B (Verwaltungsgebäude Rechenzentrum) in dem Umfang zu verlangen, der zur Realisierung eines konkret anstehenden Bauabschnitts zum Wiederaufbau der Garnisonkirche erforderlich ist.“
Frisch gekürte EM-Silber-Medaillengewinner*innen beim 2. Sängerstadt Open
Am 21. und 22.08.2021 startet in der Finsterwalder Bürgerheide das 2. Sängerstadt Open.

Dabei sind auch die beiden frisch gekürten Vize-Europameister*innen Susann Fischer und George Braun von den Potsdamer Hyzernauts. Die am vergangenen Wochenende in Tschechien so erfolgreich bei der EM abschnitten und 2 Medaillen nach Brandenburg holten.
Das Starterfeld ist mit 72 Plätzen wieder schnell ausgebucht gewesen und hat wieder Discgolfer*innen aus ganz Deutschland angelockt.
Ganz besonders freut sich der BBFV über die fünf Nachwuchsspieler*innen (Fiona (U12) und Frederik (U14) Faber von den Potsdamer Hyzernauts, Lokalmatodor Jonas Bilke (U14) von den Discgonauts Finsterwalde, Luca Sessler und Bela Strampe) im Starterfeld.
Die Finsterwalder Discgonauts bieten mit vier Runden auf dem 18-Bahnen-Parcours und dem neu gestalteten Vereinsheim perfekte Bedingungen für hochklassigen Frisbeesport. Die Veranstaltung wird mit Sicherheit wieder ein tolles Erlebnis sowohl für Spieler*innen als auch interessierte Zuschauer*innen. Auch der BBFV-Vorstand wird mit einem Mitglied vor Ort sein und sich das Ereignis nicht entgehen lassen.