Article note: #againandagainand... Bitte Potsdam zuerst 'fahrradfreundlich' machen + dann solche Aufrufe! #danke
Bis zum 26. September 2021 gemeinsam in die Pedale treten

Am heutigen Montag, 6. September 2021, hat Bürgermeister Burkhard Exner gemeinsam mit dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, der Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel, und Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, sowie Dieter Jetschmanegg, Dezernent Zentrale Verwaltung, das STADTRADELN in Potsdam offiziell gestartet.

Bürgermeister Burkhard Exner sagt: „Es lohnt sich bei jedem Weg zu überlegen, welches Verkehrsmittel angemessen und sinnvoll ist. Für den Umstieg auf das Fahrrad bietet Potsdam als fahrradfreundliche Stadt gute Bedingungen. Ich wünsche mir, dass viele Potsdamerinnen und Potsdamer sich an der Aktion beteiligen und zeigen, dass es Alternativen zum Auto gibt. Denn davon profitiert nicht nur unsere Umwelt und unser Klima, sondern letztlich wir alle.“

Die Aktion ist als Wettbewerb konzipiert, bei dem mit viel Spaß für das Fahrrad als Alltags-Verkehrsmittel geworben wird. Es geht darum, einzeln oder als Team die meisten Fahrradkilometer zu sammeln und so aktiv CO2 einzusparen. Ziel ist es auch, pro Einwohner einer Stadt die meisten Kilometer auf dem Rad zurückzulegen. Denn es werden neben den fleißigsten Teams und Radelnden auch Deutschlands fahrrad-aktivste Kommune und das fahrrad-aktivste Stadtparlament gesucht. Dabei treten deutschlandweit alle Kommunen gegeneinander an.

Auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Hochschule, zum Einkaufen oder einfach in der Freizeit: Alle Potsdamerinnen und Potsdamer oder nach Potsdam einpendelnde Personen sind hier gefragt. Auch für Potsdam haben sich bereits viele Teams angemeldet, die gemeinsam und in ihren Teams für Potsdam in die Pedale treten werden.

Die Anmeldung für das STADTRADELN ist unter www.stadtradeln.de/potsdam möglich. Die Stadtradeln-App kann unter www.stadtradeln.de/app heruntergeladen werden. Aber auch nach Beginn der Aktion kann man sich noch anmelden und die gefahrenen Kilometer nachtragen.  

An der Aktion STADTRADELN in Potsdam beteiligten sich im vergangenen Jahr insgesamt 2.922 Radlerinnen und Radler in 173 Teams. Im Zeitraum vom 7. bis zum 27. September 2020 wurden über 630.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und so 93 Tonnen CO² eingespart (Berechnung basiert auf 142 Gramm CO² pro Personen-Kilometer). Im Vergleich zu 2019 wurden 2020 in Potsdam bereits über 200.000 Kilometer mehr geradelt. Deutschlandweit haben im Aktionszeitraum 1.482 Kommunen und über 520.000 Menschen mehr als 100 Mio. Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt und somit mehr als 16.000 Tonnen CO² vermieden.

Article note: Okay, nicht vergleichbar, aber ich werde dann wahrscheinlich jetzt die CDU auf Unterlassung verklagen, da das Verbot zur Briefkastenwerbung (mit Aufkleber) nicht respektiert wurde. #so
Die CDU-Direktkandidatin hat Strafanzeige gestellt. Hinweise auf die Täter gibt es nicht. Es sind nicht die ersten Fälle von Vandalismus im diesjährigen Wahlkampf.

Article note: +1 "Solidarität mit den Forderungen und dem Streik der GDL!"

Das Potsdamer Netzwerk „Stadt für alle“ will eine Öffentlichkeit für kritische, nachhaltige Stadtentwicklung schaffen und dafür einer engagierten Stadtbevölkerung eine Plattform bieten. Das Netzwerk hat dabei zwar einen Fokus auf Wohnungspolitik und gesellschaftliche Teilhabe an der Stadtgestaltung, der Streik der GDL ist für uns aber
trotzdem wichtig, gerade weil sich viele Forderungen der Bahnerinnen mit denen für eine „Stadt für alle“ überschneiden. Derzeit beteiligen wir uns in Potsdam bspw. an einem Bürgerbegehren für einen Mietendeckel, der im Kern die Entwicklung behandelt, dass die Mieten in Potsdam um ein Vielfaches schneller angestiegen sind und noch ansteigen, als die Reallöhne. Während letztere in den letzten 20 Jahren mehr oder weniger stagnierten oder sich im niedrigen einstelligen Bereich bewegten, sind die Mieten bei allen Wohnungstypen zwischen 10 und z.B. beim studentischen Wohnen bis zu 100% gestiegen. Im vielbeschworenen Neubau, der nahezu vollständig in den Händen privater Investoren liegt, werden inzwischen Mieten nicht mehr unter 10 €/qm verlangt – nach oben offen. Im Ergebnis konnten und können sich Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen oder Renten das Leben in Potsdam nicht mehr leisten und ihr Austausch zugunsten der Berliner-Speckgürtel- Klientel schreitet voran – begleitet von wiederkehrenden Demonstrationen, die sich durch ihre Bedeutungslosigkeit auszeichnen, während Immobilien-Investoren sich über saftige Gewinne freuen können.

Die Haltung der Deutschen Bahn AG, in einer solchen Situation Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate anzubieten (und die GDL ist der Bahn im Zuge der Tarifverhandlungen hier schon deutlich entgegengekommen) und gleichzeitig die Betriebsrente einzustampfen, die ja inzwischen offizielles Standbein der privaten Altersvorsorge ist: diese Position ist auch aus Mieterinnensicht eine
Provokation! Die streikenden Bahn-Beschäftigten kämpfen hier also nicht nur für ihre eigenen Interessen. Sie zeigen in einer Zeit, in der durch Privatisierung und angebliche Sparzwänge die untere Hälfte der Gesellschaft immer weiter von gesellschaftlicher Teilhabe ausgegrenzt wird, eine Perspektive auf, wie sich Arbeiter:innen und auch
Mieterinnen gegen diese Sparpolitik mit und auch schon ohne Corona wehren können.

Mit einem Werkzeug übrigens, das im Kampf um bezahlbare Mieten noch völlig fehlt, denn die Möglichkeit legaler Mietstreiks anstelle individualisierter und meist aussichtsloser Rechtsstreits zwischen Immobilienbesitzenden und Mietenden wäre eine fundamentale Verbesserung unserer Position. Gegen den Berliner Mietendeckel haben CDU und FDP in Vertretung ihrer Lobby vorerst erfolgreich geklagt. Umso erfreulicher, dass die Deutsche Bahn AG mit dem Versuch, gegen ihre streikenden Mitarbeiterinnen vor Gericht zu ziehen, gescheitert ist. Während der Bahnvorstand und einige Medienvertreter*innen versuchen, den Zorn der Bevölkerung auf den Streik zu lenken, möchten wir deshalb hier
deutlich sagen:

Es liegt am Vorstand der Deutschen Bahn AG zu entscheiden,
wann sie gewillt ist, ernsthaft auf die Arbeitnehmerschaft
einzugehen. Die Deutsche Bahn AG ist kein Selbstzweck. Sie ist
ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und hat als
Bundesunternehmen die Verantwortung dafür, faire Löhne zu
bezahlen, die auch gewährleisten, dass ihre Beschäftigten – egal in
welcher Lebensphase – am gesellschaftlichen Leben in ihrer Stadt
teilnehmen können. Und das auch morgen noch!
Abschließen möchte ich mit einem Zitat eines Lokführers auf Twitter,
das sich vor allem an die betroffenen Reisenden richtet:
„Ein Streik der niemanden betrifft, führt halt zu nix.“

In diesem Sinne:
Solidarität mit den Forderungen und dem Streik der GDL!