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Tamara Bunke wurde vor 86 Jahren geboren (19.Nov.1937) und wurde keine 30 Jahre alt. Sie war Argentinierin, Deutsche, Kubanerin, Revolutionärin, Agentin, Pionierleiterin, Dolmetscherin, Weggefährtin von Che Guevara und kurz auch Babelsbergerin.

Tamara Bunke ist in Kuba bis heute eine Nationalheldin. Im „Museum und Monument der Erinnerung an den Kommandanten Ernesto Che Guevara“ in Santa Clara (Kuba), welches eines der wichtigsten nationalen Gedenkorte an die Kubanische Revolution ist, wird auch an Tamara Bunke alias Tania – la Guerillera gedacht. Unter den dort beigesetzten 38 Kampfgefährten Che Guevaras befinden sich auch die Gebeine Tamara Bunkes. Sie ist die einzige Frau, der dort gedacht wird.

Die Eltern von Tamara Bunke flohen als Widerständler 1935 vor den Nazis von Berlin nach Buenos Aires (Argentinien). Die Eltern traten 1936 der argentinischen KP bei und wurden die Mitbegründer der Gruppe „Das andere Deutschland“. In Buenos Aires kam Tamara 1937 als Haydée Tamara Bunke Bíder zur Welt. Die Familie Bunke kommt 1952 in die DDR, nachdem sie nach 1945 in Buenos Aires mit der steigenden Zahl der deutschen Nazis zusammenleben mussten, vor denen sie zuvor geflohen sind. Die Bunkes wollten das bessere Deutschland aufbauen helfen. Sie kamen nach Babelsberg. Von da aus ging es nach Fürstenberg und später nach Stalinstadt (heute Eisenhüttenstadt).

Nach einem Besuch von Ernesto Che Guevara in der DDR-Hauptstadt (er: damals Direktor der kubanischen Nationalbank, sie: Studentin der Romanistik und Dolmetscherin), fliegt sie im Mai 1961 trickreich über Prag nach Kuba. Dort studierte Tamara Bunke zunächst Journalismus und arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin für verschiedene Behörden. Später wurde sie vom kubanischen Geheimdienst ausgebildet. Sie reist nach Europa und wird 1964 als Agentin nach Bolivien geschickt. Sie unterstützt dort auf vielfältige Weise den bolivianischen Guerilla-Kampf unter dem Kommando von Che Guevara. Am 31. August 1967 wird Tamara Bunke in einen Hinterhalt gelockt und in Valdo del Yeso (Bolivien) erschossen. Ihr Leichnam wird 1998 nach Kuba ins Mausoleum überführt.

Zu Ehren von Tamara Bunke gibt es aktuell eine Veranstaltungsreihe. Organisiert wurde diese

  • vom kommunalpolitisches forum Land Brandenburg e.V.,
  • der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.,
  • dem Lateinamerika-Arbeitskreis tierra unida e.V. und
  • der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V..

Im Treffpunkt Freizeit ist seit dem 8.11. eine Ausstellung zum Leben und Wirken von Tamara Bunke zu sehen. Konzipiert wurde diese wissenschaftlich fundierte Ausstellung von der HTW Berlin. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 22.12.2023. Die Schau wurde bereits in Lateinamerika und verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt.

Am Freitag den 24.11. um 19 Uhr läuft im Buchladen Sputnik der Dokumentarfilm „Tanja – Tagebuch einer Guerillera“.

Am Dienstag den 5.12. ab 18 Uhr gibt es ein Gespräch mit dem Autor/Dramaturg Fabian Scheidler, der MdL Marlen Block und einer Vertreterin der Letzten Generation mit dem Titel: Von Revolutionärinnen, Schulschwänzerinnen und Klimakleberinnen. Widerstand und ziviler Ungehorsam in Geschichte und Gegenwart.

Am Mittwoch den 6.12. wird ab 18 Uhr ein Vortrag zu Tamara Bunke in Potsdam Babelsberg zu hören sein. Wo? In der Lounge des AWO-Kulturhauses Babelsberg. Frank Reich und Christian Raschke von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes blicken u.a. auf das Jahr 1952 zurück, als die Familie Bunke aus Argentinien in Babelsberg von Freunden aufgenommen wurden.

In der DDR trugen über 200 Schulen, zahlreiche Kollektive und Kindergärten den Namen der Revolutionärin. Doch im vereinigten Deutschland bestand die Gefahr, dass „Tania“ nach zahlreichen Umbenennungsorgien und Akten von Kultur- und Geschichtsrevisionismus, dem öffentlichen Vergessen anheimfällt. Zum Glück ist dem nicht so. Sie war eine Frau, die sich gegen die Ausbeutung von Menschen stellte und dies mit ihrem Leben bezahlte.

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Ausführliche Berichterstattung über das Neubauvorhaben der ProPotsdam am Wieselkiez.

Die Baustelle im Wieselkiez am Schlaatz beim Richtfest. Foto: Anna Winkler/ProPotsdam

Dem Richtfest am Wieselkiez gaben die lokalen Medien einen großen Raum, die PNN und die MAZ am 15. November in großen Druckartikeln, beide bereits am Vorabend mit vielen Fotos. Im Schlaatz baue die ProPotsdam im Auftrag der Stadt erstmals 50 Wohnungen in Holzmodulbauweise. Die dunkelbraune Fassade, die Außenwände, die Decken und das Tragwerk seien aus Holz statt Beton oder Stahl. Das sei nicht nur emissionsärmer als konventionelle Baumaterialien, sondern diene sogar als CO2-Speicher. Die Landeshauptstadt Potsdam reagiere mit dem Neubau nicht nur auf den steigenden Bedarf an Sozialwohnungen bedingt durch Flucht und Migration, sondern auch auf die fortschreitende Klimakrise und die nachhaltige Bauwende. „Der Holzhybridbau lässt sich zum einen schnell errichten, zum anderen behält die Materialität Klima und Umwelt im Auge“, habe Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) erklärt. Nach nur einem Jahr Bauzeit sollen die 50 barrierefreien Sozialwohnungen im März 2024 bezugsfertig sein.

Beim Richtfest am Dienstag hätten Baubeteiligte einen Blick in die ersten Wohnungen werfen können. In einer Fünf-Zimmer-Wohnung seien Küche und WC bereits eingerichtet. Das Holztragwerk aus Fichte sei aus Brandschutzgründen hinter 36 Millimeter dickem Gipskarton versteckt. Aus selbem Grund würden die beiden fünfstöckigen Wohngebäude im Energiestandard KfW 40 mit Mineralwolle gedämmt. Der Rest bestehe zu etwa zwei Dritteln aus Holz, schätze Hubert Nopper, Geschäftsführer von Aktivhaus aus Stuttgart, die das Projekt entwickelt hätten. Nopper habe sich laut MAZ überrascht von der Geschwindigkeit der Baugenehmigung in Potsdam gezeigt. Erst im November 2022 habe man den Antrag eingereicht und Anfang März 2023 die Genehmigung bekommen: „So etwas haben wir noch nie erlebt.“ Auch für ProPotsdam-Chef Bert Nicke sei das ein Rekord.

Durch das modulare Bauen gehe die Fertigstellung schneller. Insgesamt 90 Module seien für die Zwei-, Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Balkon oder Loggia, verbaut worden. Die barrierefreien Wohnungen würden über einen zwischen den spiegelgleichen Gebäuden stehenden Fahrstuhlturm erschlossen, der über Brücken auf außen liegende Loggien führe, erläutert die MAZ. Verkleidet seien die Häuser mit ineinander gesteckten, vorvergrauten Brettern aus europäischer Lärche. Die Gebäude seien vollständig recycelbar.

Der Großteil der Wohnungen solle komplett möbliert werden, die Stadt werde den Neubau von der ProPotsdam anmieten, so der OB. Bis zu 210 Menschen könnten hier ein Zuhause finden. Zuerst sollen Geflüchtete aus verschiedenen Herkunftsländern einziehen, so Schubert. Der Neubau sei als dauerhafter Wohnraum für die kommenden 30 bis 40 Jahren gedacht. Für eine Durchmischung von Groß- und Kleinfamilien sorgen die verschiedenen Wohnungsgrößen von 65 bis 110 Quadratmetern. Die Lage neben der Tram-Haltestelle ermögliche Mobilität, im Stadtteil seien bereits soziale Einrichtungen vorhanden.

Die PNN erinnern daran, dass der Neubau am Wieselkiez sei Teil des vom Land geförderten Sonderbauprogramms sei, mit dem 450 Wohnungen für Bedürftige in Potsdam entstehen sollen. Die ProPotsdam habe 22 Millionen Euro in das Projekt investiert, 18,9 Millionen Euro stammten aus Bundes- und Landesfördermitteln. Parallel entstünden in der Gluckstraße am Stern 21 Wohnungen in Modulbauweise. Wenn das Sonderbauprogramm mit rund 400 Wohnungen an acht Standorten beendet ist, müsse es weitergehen, „ohne dass unsere Pro Potsdam damit überfordert ist“, zitiert die MAZ das Stadtoberhaupt.

Den Artikel der PNN finden Sie hier im kostenpflichtigen T+-Bereich.

Der Text der MAZ ist hier im kostenpflichtigen Bereich abrufbar.

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Hi, it’s Rose! I write for Datawrapper’s blog, and this week I learned about the greatest — though not latest — in data transfer methods.

Have you been frustrated with the speed of your home internet? Are you tired of waiting for big files to upload? Does the connection just keep dropping?

Why not consider a pigeon?

It's a solution from another century, but data transfer by pigeon is actually faster than the internet in many cases, even in the world's most developed economies. After reading a U.S.-focused article about the pigeonnet in the Washington Post last week, I was so charmed by the idea that I knew I had to run the numbers for Europe as well. (But seriously, don't miss the original piece and its beautiful data visualizations — pigeon GIF included.)

A pigeon flies just as fast with one gigabyte of data as with 100 — provided the storage device is small enough, of course. They can cover about 65 kilometers per hour with any quantity of data you can physically attach to them. Your internet connection, meanwhile, has a throughput that's measured in megabits per second. More data means a slower upload — but a friend on the other side of the world can receive your message just as easily as one on the other side of town. All this means that pigeons are at the greatest advantage when transferring large quantities of data over short physical distances.

This isn't purely a thought experiment. Besides their more traditional message-carrying history, pigeons have raced the internet and won in South Africa, Australia, the U.K., and most recently the U.S. with as much as three terabytes (3000 gigabytes) of data.

It's hard to see this taking off at scale, but if you work with a lot of data and don't need it to travel too far, pigeons would be far from the worst solution. Especially if you live in Greece or Germany. Write in if you ever try it — you know how to reach me.


That's all for today! See you next Thursday for a Weekly Chart from our developer Jack.