Article note: Alle Jahre wieder … – Nunja, steter Tropfen … *hopeso!*
Mit ein paar Klicks ist man WhatsApp los und hat einen sichereren Messenger installiert. Foto: CC0 1.0 | Maliha Mannan

Mit ein paar Klicks ist man WhatsApp los und hat einen sichereren Messenger installiert. Foto: CC0 1.0 | Maliha Mannan

Heute kam heraus, dass Whatsapp eine Hintertür eingebaut hat, worüber neben Facebook auch Sicherheitsbehörden Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation bekommen können. Das deckt sich mal wieder nicht mit dem Werbeversprechen von Facebook/Whatsapp, die eine richtige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versprochen hatten. Als kleines Dankeschön für das Brechen des Werbeversprechens veröffentlichen wir eine aktuelle Version unseres Klassikers „Abschied von WhatsApp: Fünf gute Gründe, den Messenger zu wechseln„, den Ingo Dachwitz im September geschrieben hatte.

  • Falsches Werbeversprechen: Die Verschlüsselung hat eine Hintertür
    Die Kommunikation mit WhatsApp ist nicht sicher. Das Unternehmen selbst und Ermittlungsbehörden können die Nachrichten der Nutzer mitlesen. Die Hintertür besteht mindestens seit April 2016. Und ist offensichtlich ein Feature.
  • WhatsApp ist nicht kostenlos: Nein, auch wenn man die App kostenlos herunterladen kann – umsonst ist sie nicht zu haben. Dass man mit den eigenen Daten bezahlt, klingt inzwischen zwar abgedroschen – trifft den Nagel aber auf den Kopf. Was Facebook finanziell so erfolgreich macht, sind die umfassenden Informationen, die das Unternehmen über seine NutzerInnen und auch Menschen ohne Account sammelt – und die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit, unsere Emotionen und unsere Informationen zu vermarkten.
  • Endlich mit ruhigem Gewissen chatten: Anders als WhatsApp sind viele Alternativen Open-Source-basiert. Das heißt, dass der Quellcode der Programme einsehbar ist und von unabhängigen ExpertInnen geprüft werden kann. Man muss sich also nicht auf Versprechen verlassen, dass wirklich hohe Sicherheitsstandards zum Einsatz kommen, sondern kann sich wirklich sicher sein.
  • Es ist so einfach: Viele Alternativen zu WhatsApp sind inzwischen genau so einfach zu bedienen und verfügen über gleiche oder ähnliche Features wie der Marktführer. Weder für die Installationen noch für die Anwendung benötigt man heute noch technisches Fachwissen.
  • Gegen den intransparenten Monopolisten: WhatsApp gehört Facebook. Das Unternehmen beherrscht mit seiner Netzwerkplattform, seinen beiden Messengern und seinem Fotodienst Instagram weite Teile des Social-Media-Marktes. Während der Konzern mit den Informationen über NutzerInnen Millardengewinne macht, ist er gleichzeitig für seine eigene Intransparenz bekannt. WhatsApp musste sogar erst gerichtlich dazu verdonnert werden, die AGBS und Datenschutzbestimmungen auf deutsch bereitzustellen. Und auch wenn es bequem ist, (fast) alle Menschen über eine App erreichen zu können: Wo ist eigentlich das Problem, wenn sich die Kontakte nun auf zwei Dienste verteilen? Eine App mehr oder weniger macht für die meisten Smartphone-BesitzerInnen nun wirklich keinen Unterschied, gerade wenn man sich darauf verlassen kann, dass sie sicher und datensparsam sind.
  • Vorangehen lohnt sich: Auch wenn es für manche unvorstellbar scheint: Ein Leben ohne WhatsApp ist möglich. Wirklich wichtige Menschen werden folgen oder es werden sich andere Kommunikationsmöglichkeiten mit ihnen auftun. Und vielleicht wirkt sich Reduktion der täglichen Kommunikationspartner ja sogar positiv auf das eigene Wohlbefinden aus. Noch wichtiger aber ist: Wenn alle darauf warten, dass sich von allein etwas ändert, wird nichts passieren. Nur wenn es starke Zugpferde gibt, die vorangehen und WhatsApp verlassen, kann Bewegung in die Sache kommen. Vielleicht hilft es, mit der Überzeugungsarbeit erstmal im persönlichen Nahbereich anzufangen und guten FreundInnen deutlich zu kommunizieren, dass es einem wichtig ist, den Draht zu ihnen zu behalten. Bei der Gründung gemeinsamer Gruppenchats darauf zu bestehen, einen datensparsamen Messenger zu nutzen, kann hingegen nützlich sein, auch entferntere Bekannte auf Alternativen zu stoßen.

Die Frage, zu welchen Alternativen ein Wechsel zu empfehlen ist, wollen wir an dieser Stelle hier bewusst nicht adressieren, weil sie nicht ohne Weiteres zu beantworten ist. Es gibt neben den auch von uns vorgestellten Diensten Threema und Signal viele kleinere Alternativen zu WhatsApp – eine umfassende Bewertung der technischen, organisatorischen und juristischen Faktoren ist da gar nicht so einfach. Die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) hatte mal eine übersichtliche Analyse veröffentlicht, die sie aufgrund notwendiger Aktualisierungen inzwischen aber explizit zurückgezogen hat. Eine Neuauflage ist laut EFF jedoch in Arbeit. Auch wenn es an alternativen Angeboten ebenfalls einzelne Kritikpunkte gibt: Besser als WhatsApp sind sehr viele von ihnen.

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Old but not busted … – Dieser Inhalt wurde vor mehr als 6 Jahren publiziert. Die Korrektheit und Verfügbarkeit von Links können leider nicht gewährleistet werden.

Um (unter Linux – Ubuntu 10.10; „Maverick Meerkat“) die externe Festplatte, die für die Backups eingesetzt wird, zu verschlüsseln – weil sie ja sehr oft bzw. meistens einfach nur so @home rumliegt –, sind folgende Schritte durchzuführen.

!Achtung!
Bei der folgenden Anleitung gehen alle bereits auf dem Datenträger vorhandenen Daten verloren. Und ich übernehme keine Garantie für jegliche Schäden

  1. LUKS-Container auf der (externen) Partition erstellen
    • cryptsetup -c aes-lrw-benbi:sha256 -y -s 384 luksFormat /dev/sdd1
  2. LUKS-Container in das System (mit dem Passwort aus Schritt 1) einbinden
    • cryptsetup luksOpen /dev/sdd1 BackupHD
  3. Dateisystem (innerhalb des LUKS-Containers) erstellen
    • mkfs.ext4 -L BackupHD /dev/mapper/BackupHD
  4. LUKS-Container aushängen
    • cryptsetup luksClose BackupHD

Beim nächsten Anstecken der Platte sollte ein Passwortdialog aufpoppen, in dem das bei Schritt 1 festgelegte Passwort eingegeben werden sollte. Und schon ist die verschlüsselte Platte/Partition unter „/media/BackupHD“ eingebunden. 🙂