Tilo Jung hat mal gefragt, wo es in Deutschland eigentlich vollverschleierte Frauen gibt. Nur falls das von euch mal jemand wissen wollte. Die Pressesprecher wirken so ein bisschen … ratlos.

Oh und wo wir gerade bei Tilo Jung waren… Kaum ist der mal nicht da (am Freitag), geben die in der Bundespressekonferenz zu, dass Ramstein für die Drohnenmorde der Amerikaner als Signalrelay dient. Wenig überraschend hat Tilo dann bei der nächsten Gelegenheit ein paar Detailfragen. Für Freunde des gepflegten ausweichenden Herumgestammels lohnt es sich. Die anderen werden sich fragen, wieso die eigentlich solche Pressekonferenzen durchführen, wenn sie dann nichts Inhaltliches zu sagen haben.

Man würde auch denken, dass die Bundesregierung jetzt völkerrechtlich in der Pflicht ist. Jetzt, wo sie wissen, dass das eine Relaystation ist. Da müssten sie das verhindern. Ich meine, man stelle sich mal vor, von Ramstein aus würde auf die Schweiz geschossen, und die Bundesregierung wüsste es. Und die USA würden sich damit herauszureden versuchen, dass die Artillerie ferngesteuert ist und der Täter in den USA sitzt. Das wäre ja auch keine valide Ausrede an der Stelle.

Oh und vergesst nicht, dass der BND denen die Koordinaten liefert.

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Ich war vor zwei Jahren mal im Miniatur Wunderland in Hamburg. Des Kindes wegen. Ich fand das an sich ziemlich kuhl dort, nur das es viel zu voll war. Aber das ist es dort wohl immer. Die Schlingel haben dort so einige Easter Eggs verbaut: zum Beispiel ein Pärchen, das ganz klein und irgendwo in der Ecke auf dem Bürotisch knöpert. Fand ich gut.

Jetzt fahren dort Whole Cars durchs Wunderland. Gestaltet von der KPT Crew. Find ich auch gut.

Ein von JubieOne (@jubieone) gepostetes Video am


(via Urbanshit)

Ach gucke mal! Es muss nur um Leben und Tod gehen, es müssen erst Kleinkinder mit Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, dann kommt auch Paris mal auf die Idee, einfach den öffentlichen Nahverkehr kostenlos zu machen.

Warum ist das eigentlich nicht einfach immer und überall kostenlos? Welcher Vollpfosten auf die Idee gekommen, dass das Profit abwerfen soll!?

Am 24. Mai dieses Jahres verkündete die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau auf einer Pressekonferenz, dass es zwei Festnahmen wegen eines Sexualmords gegeben hat. Eine chinesische Studentin wurde zwei Wochen zuvor erst vergewaltigt und dann umgebracht. Die beiden mutmaßlichen Täter — ein Mann und eine Frau — sind Deutsche.

Am nächsten Tag titelte die „Bild“-Zeitung:

Dazu schrieb die Redaktion:

Zwei Deutsche sind dringend tatverdächtig, vergewaltigt und sogar gemordet zu haben. Aber kann und darf die Tat mit ihrer Herkunft in Verbindung gebracht werden? Die Fakten, die Debatte, was Deutsche sagen — SEITE 7

Stop! Natürlich hat „Bild“ nicht so getitelt und auch nicht diesen Text veröffentlicht. Das haben wir uns nur ausgedacht. Zum Glück hat „Bild“ nicht so getitelt und auch nicht diesen Text veröffentlicht. Denn was wäre das für eine irrsinnige Debatte: Zwei Deutsche sollen eine schreckliche Tat gegen eine Frau verübt haben — und schon diskutiert man über das Frauenbild aller Deutschen? Ein Rückschluss von zwei Personen auf eine Gruppe von Millionen von Menschen? Und dann müssen sich Personen aufgrund ihrer Herkunft noch von den Taten, mit denen sie rein gar nichts zu tun haben, distanzieren, sich erklären?

Gestern verkündete die Staatsanwaltschaft Bochum auf einer Pressekonferenz, dass es eine Festnahme wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes gegeben hat. Zwei chinesische Studentinnen wurden im August beziehungsweise im November vergewaltigt. Der mutmaßliche Täter — ein Mann aus dem Irak — ist als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

Heute titelt die „Bild“-Zeitung:

Dazu und zu einem Sexualmord in Freiburg, bei dem der mutmaßliche Täter aus Afghanistan stammt, schreibt die Redaktion:

Zwei Flüchtlinge sind dringend tatverdächtig, vergewaltigt und in einem Fall sogar gemordet zu haben. Aber kann und darf die Tat mit ihrer Herkunft in Verbindung gebracht werden? Die Fakten, die Debatte, was Flüchtlinge sagen — SEITE 7

Diese Schlagzeile und diesen Text wiederum haben wir uns nicht ausgedacht. Das ist so alles tatsächlich heute erschienen.

Auch diese Debatte ist natürlich irrsinnig. Es fängt schon damit an, wer „die Flüchtlinge“ sein sollen, über deren Frauenbild „Bild“ gerne debattieren möchte. Sind es die Flüchtlinge aus dem Irak und aus Afghanistan, weil die Taten vermutlich von einem Iraker und einem Afghanen verübt wurden? Sind es die Flüchtlinge aus Syrien? Die aus Nigeria? Aus Eritrea? Aus Albanien? Aus Russland? Und selbst wenn man sich auf zwei oder drei Herkunftsländer festlegen würde, ist die Verallgemeinerung noch immer dieselbe.

„Bild“-Chefin Tanit Koch hat heute morgen getwittert, dass ja auch der Oberbürgermeister von Freiburg, der Grünen-Politiker Dieter Salomon, im Interview mit dem „Deutschlandfunk“ das problematische Frauenbild von Flüchtlingen erwähnt hat:

Freiburgs OB im @DLF : "Das Frauenbild mancher Flüchtlinge ist tatsächlich ein Problem. Das zu beschönigen wäre fatal."

— Tanit Koch (@tanit) 7. Dezember 2016

Das stimmt. Das Frauenbild der beiden Flüchtlinge, die in Freiburg beziehungsweise in Bochum festgenommen wurden, ist, sollten sie sich als die tatsächlichen Täter herausstellen, ganz sicher ein Problem. Und es wird unter den vielen Flüchtlingen auch noch viele weitere Männer geben mit einem sehr problematischen Frauenbild. Zwischen Salomons Aussage über „manche Flüchtlinge“ und Tanit Kochs Schlagzeile über die Flüchtlinge liegen aber Welten. Es gibt schließlich auch manche Österreicher, manche Portugiesen, manche Deutschen, manche Kölner, manche Berliner mit einem ausgesprochen problematischen Frauenbild. Aber es sind eben nicht die Österreicher, nicht die Portugiesen und so weiter. Und „Bild“ würde auch nicht auf die Idee kommen, nach zwei Sexualmorden durch Franzosen verallgemeinernd eine Debatte „um das Frauenbild von Franzosen“ auszurufen.

Das soll freilich nicht das Geschehene relativieren. Aber die Suche nach den Ursachen für so grausame Taten wie in Bochum und in Freiburg erfordert schlicht mehr als einen Blick in den Reisepass. In einem lesenswerten Interview mit WDR.de erklärt der Kriminologe Christian Pfeiffer, dass Nationalitäten bei Kriminalität keine Rolle spielten:

„Richtigerweise müsste gefragt werden: Wie sind die Merkmale von Männern, die Frauen vergewaltigen? Dann merken Sie, dass Nationalität bei Kriminalität keine Rolle spielt, aber sehr wohl Faktoren, die in der Kindheit prägend sind. Männer, die als Kinder zum Beispiel von ihren Eltern geprügelt wurden, die Ohnmacht oder wenig Liebe erfahren haben, neigen später dazu, ihr Sexualverhalten als Machtspiel zu gestalten und die Demütigung des Gegenübers als einen lustvollen Aspekt zu erleben.“

Und zum Einfluss der Kultur:

Macho-Kultur baut sich also drastisch ab durch einen kulturellen Lernprozess. Das sind keine festen Merkmale bestimmter Nationen, sondern kulturell gelernte Verhaltensmuster, die sich sehr schnell auch verflüchtigen, wenn die Menschen eine Integrationschance haben.

In einigen Kommentaren zur heutigen „Bild“-Schlagzeile findet man den Hinweis, dass die „Bild“-Medien mit ihren ständigen Bikini-Fotos und Busen-Wortspielen ebenfalls ein ganz besonderes Frauenbild propagieren. Nun muss man sicher zwischen brutaler Unterdrückung von Frauen in manchen Ländern und den Herrenwitzen der „Bild“ unterscheiden. Und dennoch führen ganz bestimmt auch das ständige Reduzieren von Frauen auf ihr Aussehen, das ständige Lustigmachen über ihr Aussehen, das ständige Degradieren zum Lustobjekt, das Desinteresse an ihren Leistungen, das Abdrucken von Nippelblitzern und „Huch, Höschen vergessen“-Bildern zu einem schiefen, problematischen Frauenbild. „Bild“ und Bild.de hämmern ihren Lesern dieses Frauenbild seit Jahren und Jahrzehnten ein. Unsere Beobachtung ist, dass es unter der ersten Chefredakteurin der „Bild“-Zeitung nicht besser geworden ist.

Dieses Blatt nimmt jetzt also „das Frauenbild von Flüchtlingen“ in Angriff. Der zugehörige Artikel ist übrigens weitaus differenzierter und weniger reißerisch als man nach dem Schreck über die Schlagzeile erstmal befürchten könnte.

Aber was interessiert das die Leser, die die „Bild“-Redaktion mit ihrer Pauschalschlagzeile anspricht und damit deren Ressentiments und Rassismus bedient? Auf der Facebookseite der Zeitung geht es aktuell ordentlich rund. „Bild“ scheint dabei kein großes Interesse an einer Moderation der „Debatte um das Frauenbild von Flüchtlingen“ zu haben:

Schwanz ab und raus

wir schaffen das … nur Geduld, lasst euch ermorden und vergewaltigen . Und immer daran denken , 1 Armlänge Abstand dann passiert nix …. armes Deutschland

Aha……kommen damit nicht klar….ich brech im Kreis….und das gibt ihnen das Recht zu morden und zu vergewaltigen? RAUS MIT SOLCHEM PACK!!!!!!

Der Islam passt hier in Deutschland nicht rein! Und trotzdem nehmen wir diese degenerierten Affen auf, naja wie heißt es so schön jeder (Land) ist seines Glückes Schmied.

Sofort am wand stehlen

Das Problem lässt sich nicht lösen…. die Menschen sind unter schweren Bedingungen groß geworden….. das ist alles so scheissegal was dieses Dreckspack hinter sich hat, diese Elendige Bongobuschbande hat sich hier an Regeln zu halten und wenn nicht sofort raus damit scheissegal ob die dann auf der Straße sitzen… die haben hier nichts verloren, am besten garnicht erst rein lassen. Ps. Als böser Deutscher noch das Schlusswort – Refugees not welcome…

Ganz einfach egal wer Vergewaltigt, Kinder missbraucht oder Tötet hat seine Menschenrechte verloren und gehört standrechtliche Erschossen .

viel eher sind die flüchtilinge ein problem sie sind als kultur als menschen zu primitiv nicht zivilisiert genug deswegen last sie untersich irgend wo auf der welt noch ein wenig erwacksen werden bevor man sie in eine stadt frei laufen läst , ganz friedlich und zivilisiert gesagt

Nicht das Frauenbild ist das Problem, es ist das Problem das diese Invasoren hier sind!!!

In den Knast Lebenslänglich Morgens Mittags und Abends 20 Stockschläge.So geht man mit dem Pack um ich möchte die Politiker mal hören wenn es ihr Kinder oder Frauen wären.

Deutschland fürt doch ma die Todesstrafe ein das bissen was die an Knast bekommen wow so Leute verdien kein Leben die nehmen Leben also können sie auch mit ihrem Leben bezahlen

Einfach mal eine angemessene Strafe : —Schwanz ab

Überhaupt die Flüchtlinge sind das Problem. Zumindestens die die sich hier illegal aufhalten : Leider gibt es gewissen Sachen und Gebäude nicht mehr

Nicht langen Fackeln weg mit dem Dreck,nein bin kein Rassist!

Ihr könnt euch alle bei Merkel bedanken, hoffentlich wird sie iwann mal auch vergewaltigt. So blickt sie es dann vielleicht und lässt keine Afghanen rein

Da bringt es nur eins, die Strafen hier müssen drastischer ausfallen, entweder sofortige Abschiebung oder zwangskastration.

Alle Vergewaltiger kastrieren und danach verbrennen.. Unabhängig von der Herkunft

Egal welche Nationalität solche abscheulichen Verbrechen begeht, den Tätern gehört die Rübe vom Hals geschossen !!!!!!

Keine lange diskussion !! Schwanz ab und zurück in die heimat!!!!!!!

Wenn ich meine Meinung hier reinschreiben würde dann würde das SEK in wenigen minuten vor meiner tür stehen.. Wählt die AFD

normal die arschgesichttttter haben doch nie eine normale frau gesehen.Allne zurück schicken

Die gehören in einen Knast wo sie den ganzen tag gefoltert werden , dieses dreckspack

Eine Frau ist wenig wert in diese Länder. Das hat mit fremdfeindlichkeit nichts zu tun.es ist einfach so

357 kaliber sag ich blos.auge um auge zahn um zahn steht auf schon in der bibel

Sofort Hinrichten. Da muss man nicht noch Jahre lang Verhandlung führen..

Nicht das frauenbild ist ein Problem… Die Flüchtlinge sind das Problem!

Schwanz ab! Lebenslang Knast mit Wasser+Brot+unter Aufsicht sein Leben lang Arbeiten! Natürlich ist das Wasser und das Brot sein ganzer Lohn!!!…

Hinrichten & Öffentlich um 20:15 auf allen Fernsehsendern übertragen.

Mit Dank an Jan H. und Alexander M. für die Hinweise!

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Der Einsatz von Verschlüsselung soll für die Umsetzung der Menschenrechte unabdingbar sein.

Der Einsatz von Verschlüsselung soll für die Umsetzung der Menschenrechte unabdingbar sein. –
CC0 via pixabay/brenkee

Diese Woche findet das 11. „Internet Governance“-Forum in Guadalajara, Mexiko, statt. Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) stellt dabei heute die Studie „Menschenrechte und Verschlüsselung“ vor. Die Autoren Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Vorsitzender des Hans-Bredow-Instituts, und Dr. Joris van Hoboken von der Universität Amsterdam geben in der Studie Empfehlungen für eine bessere Verschlüsselungspolitik.

Die beiden Autoren beschreiben Verschlüsselung als notwendiges Mittel, um Menschenrechte konsequent umzusetzen. Damit sind zum einen die Meinungsfreiheit und der Schutz der Privatsphäre gemeint. Allerdings weisen die Autoren daraufhin, dass bisher nicht über genderspezifische Unterschiede diskutiert wurde. Sie sehen Frauen, Mädchen und die LGBT-Gemeinschaft als besonders schutzbedürftig. Verschlüsselung ist für diese Gruppen daher um so wichtiger, damit sie zum Beispiel ihre Meinung frei äußern können.

Weniger Angst, mehr Fakten

Schulz und van Hoboken setzen sich in der Studie für einen besseren Schutz der Menschenrechte im Internet ein. Dazu geben sie 28 Empfehlungen, die sich unter anderem an den Gesetzgeber, die Zivilgesellschaft und den privaten Sektor richten. Eine davon schlägt vor, besser eine faktenbasierte anstatt einer angstbasierten Politik zu betreiben.

Wenn über Verschlüsselung diskutiert wird, sollte man den Menschenrechten mehr Bedeutung zukommen lassen. In der Studie wird angemerkt, dass meistens die nationale Sicherheit oder die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen Vorrang haben. Um die Verschlüsselungspolitik besser gestalten zu können, sollten Vertreter von Minderheiten, der Zivilgesellschaft, Medien und Lehreinrichtungen stärker miteinbezogen werden.

Die Autoren würden es außerdem begrüßen, wenn der Einsatz von Verschlüsselung so einfach wie möglich wäre. Wenn eine Mehrheit verschlüsselt, wäre das ein großer Fortschritt für die Meinungsfreiheit und den Schutz der Privatsphäre. Es ist allerdings nicht allein Aufgabe der Internetnutzer, ihre Privatsphäre zu schützen. Die Politik muss ebenfalls dafür sorgen, den Einsatz von Verschlüsselung zu verbreiten. Das kann zum Beispiel durch den vorgeschriebenen Einsatz von E-Mail-Verschlüsselung im öffentlichen Dienst geschehen.

Die Studie „Menschenrechte und Verschlüsselung“ ist die achte Veröffentlichung der 2009 entstandenen UNESCO-Publikationsreihe zur Freiheit im Internet. Die Organisation hat sich unter anderem dem Schutz der freien Meinungsäußerung online und offline verschrieben. Dazu gehört auch ein freies und für jeden zugängliches Internet. Um die rechtlichen und politischen Themen in Bezug auf diesen Schutz anzugehen, startete sie diese Publikationsreihe.

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